MarkusSchadel

Stücke

1816 läuft die «Medusa» auf dem Weg in die französische Kolonie im Senegal auf eine Sandbank. Ein Floß soll hundertsiebzehn Männer an Land bringen, nur fünfzehn von ihnen werden überleben. Ausgehend von den Schilderungen zweier Überlebender des Unglücks schuf Géricault mit «Das Floß der Medusa» eines der berühmtesten Gemälde des Louvre. Alexander Eisenach zeigt nun eine Bühnenadaption des Verteilungskampfs der Schiffbrüchigen, in dem sich Fragen nach Solidarität und Gerechtigkeit von größter Aktualität auftun.

Der Schiffbruch der Fregatte Medusa

Auf einer Farm in Neuengland lebt der alte Patriach Ephraim Cabot mit seinen drei Söhnen, die er mit puritanischer Strenge zur Arbeit anhält. Als er ihnen die wesentlich jüngere Abbie als seine neue Frau und somit als nächsten Erben seines Guts vorstellt entfacht eine Familientragödie von antiker Wucht. Während die älteren Brüder dem Ruf des Goldes nach Kalifornien folgen, entsteht zwischen dem jüngsten Sohn Eben, seinem Vater und seiner Stiefmutter eine verhängnisvolle Dreieckskonstellation.

Gier unter Ulmen
Residenztheater, 19.00 Uhr
Sa 28 Mai
Residenztheater, 19.30 Uhr
Do 09 Jun
Residenztheater, 20.00 Uhr
Mo 20 Jun

Als Lola Montez 1846 nach München kommt, notiert die Fremdenpolizei: «Künstlerin, Tänzerin aus dem spanischen Sevilla, 24 Jahre, katholisch, ohne Pass.» Kurze Zeit später ist sie bereits die Geliebte des bayerischen Königs Ludwig I. Fast zwei Jahre bleibt sie in der Stadt und bringt in dieser Zeit ordentlich Schwung in das katholisch-biedermeierliche München. Georg Ringsgwandl versucht in seiner Hommage an Lola Montez eine Ehrenrettung der wohl aufregendsten Frau, die Bayern im 19. Jahrhundert erlebte und davonjagte.

Lola M.
Cuvilliéstheater, 19.30 Uhr
Mi 08 Jun
Cuvilliéstheater, 19.30 Uhr
Do 16 Jun

Der Dramatiker Paul Claudel schuf mit «Das harte Brot» zu Beginn des 20. Jahrhunderts ein historisches Monumentalwerk, dem als Ausgangspunkt der Umbruch der Gesellschaft durch die Französische Revolution und deren Auswirkungen auf den sozialen und politischen Wandel vieler Generationen zugrunde liegen. Die einstigen Aufklärer*innen wurden zu den restaurativen Ausbeuter* innen der Gegenwart. Anja Hilling schreibt ihre Figuren in unsere Zeit ein – in eine Welt in der die Verwaltung von Besitz und die Rendite des Kapitals die Existenz bestimmen. Turelure, Vertreter der alten Ordnung, seine Geliebte Sichel, sein Sohn Louis und dessen Verlobte Lumir planen strategisch die Durchsetzung ihrer Zukunftsvisionen und kämpfen erbittert um das alleinige Recht die Verhältnisse neu zu bestimmen.

Teile (hartes Brot)