Claudia Bossard

Regisseurin

Claudia Bossard studierte deutsche Literatur- und Theaterwissenschaft an der Universität Bern. Erste Aufmerksamkeit erhielt sie 2018 mit ihrer Bühnenfassung von Roberto Bolaños Roman «2666» am Staatstheater Darmstadt. Mit ihrer Adaption von Friedrich Dürrenmatts «Romulus der Große» für die Kunstuniversität Graz gewann sie 2019 den Ensemblepreis beim deutschsprachigen Bundeswettbewerb Schauspielstudierender in Berlin.

Im Anschluss inszenierte sie u. a. «Die Physiker» am Schauspielhaus Graz, nominiert für den Nestroy-Preis 2020, sowie «Das Werk» von Elfriede Jelinek am Kosmos Theater Wien. 2023 brachte sie am Volkstheater Wien den Doppelabend «In den Alpen / Après les alpes» von Elfriede Jelinek und Fiston Mwanza Mujila zur Uraufführung. Ihre Bearbeitung von Oscar Wildes «Bunbury. Ernst sein is everything!» am Schauspielhaus Graz wurde im selben Jahr mit dem Nestroy-Preis in der Kategorie „Beste Bundesländer-Aufführung“ ausgezeichnet.

Am Münchner Volkstheater setzte sich ihre Arbeit mit literarischen Stoffen in Produktionen wie «Feeling Faust» (2022) und «Der Zauberberg» nach Thomas Mann (2023/24) fort. Mit der Uraufführung von Rainald Goetz' «Baracke» am Deutschen Theater Berlin war sie 2024 zu den Mülheimer Theatertagen eingeladen.

Bossard inszenierte 2025 zudem «Sturmhöhe» am Schauspielhaus Bochum, «Graf Öderland» am Schauspielhaus Zürich und «Die Räuber» am Deutschen Theater Berlin.

In der Spielzeit 2025/2026 inszenierte sie ihre erste Arbeit am Residenztheater: «Die Verfolgung und Ermordung Jean Paul Marats dargestellt durch die Schauspielgruppe des Hospizes zu Charenton unter Anleitung des Herrn de Sade» von Peter Weiss. In der Spielzeit 2026/2027 inszeniert sie «Meine Königing» (AT) von Caren Jeß.

Zu sehen in

In Peter Weiss’ bahnbrechendem Stück treffen zwei von der Französischen Revolution Desillusionierte und Verfechter des Exzesses aufeinander: Marat vs. Sade. Ein Streitgespräch zwischen Marat, dem Befürworter des Terrors, und dem Marquis de Sade, dem Meister der Eskapaden, über die alles entscheidende Frage, ob eine Veränderung der Verhältnisse überhaupt möglich ist. Und falls ja, um welchen Preis? Und mit welchen Mitteln? «Marat/Sade» ist ein Spektakel des Übergangs, der Zeitenwende und des Zweifelns.

Marat/Sade
Marstall, 19.00 Uhr
Di 16 Juni
Marstall, 20.00 Uhr
Sa 27 Juni
Marstall, 18.00 Uhr
So 12 Juli

Die mehrfach ausgezeichnete Dramatikerin Caren Jeß zeigt in ihrem neuen Stück Menschen, die mit ihrem Erbe hadern und sich selbst und andere in Geschichten verspinnen. Ein Stück über die zarten und ermächtigenden, aber auch übergriffigen und gewalttätigen Narrationen, die wir über uns und andere erfinden – ein Stück über Entfremdung und Empathie.

Meine Königin
Premiere
Marstall, 19.00 Uhr
Sa 12 Dez