Resi liest

Die Schauspieler*innen des Residenztheaters lesen für Sie!

 

 

Musik: Camill Jammal

 

«DIE SOMMER» VON RONYA OTHMANN

Online bis 31. März 2021!

Leyla ist die Tochter eines jesidischen Kurden und einer Deutschen aus dem Schwarzwald. Angelehnt an die eigene Biografie erzählt die junge Schriftstellerin Ronya Othmann, Gewinnerin des Publikumspreises des Ingeborg-Bachmann-Wettbewerbs (2019) und des Mara-Cassens-Preises (2020), von Leylas Kindheit in Deutschland und ihren Sommerferien bei ihren Großeltern in einem jesidischen Dorf in Nordsyrien, nahe zur Türkei. Von ihrer Münchner Heimat aus muss sie mit ihrer Familie im Fernsehen hilflos mitansehen, wie Assads Truppen Aleppo zerstören und der IS Massaker unter der jesidischen Bevölkerung begeht. Wut und Trauer über die Teilnahmslosigkeit und das Unverständnis ihrer Umgebung und ihrer Mitschüler*innen lassen Leyla verzweifeln.

 

 

DIE WEISSE ROSE – DIE BRIEFE VON ALEXANDER SCHMORELL UND CHRISTOPH PROBST

Im Gedenken an die Weiße Rose stehen in der öffentlichen Meinung, wie auch der Literatur und den Filmen meist allein die Geschwis­ter Hans und Sophie Scholl als die eigentlichen Hauptprotagonisten der Widerstandsgruppe im Zentrum. 

Darum liegt in diesem Podcast der Fokus auf den beiden weniger bekannten Freunden Alexander Schmorell und Christoph Probst. Anhand ausgewählter Briefe aus der Zeit von 1937 bis 1943 soll deren Lebensweg, der von frühester Jugend an eng miteinander verknüpft war, zumindest in Ansätzen nachgezeichnet werden.

«Die Reise nach Ordesa» von Manuel Vilas

Der Ich-Erzähler scheint – dem Autor gleich – biografisch an einem schwierigen Punkt angelangt: An seinen eigenen Lebensentwürfen gescheitert, beruflich wie privat, beschreibt Manuel Vilas in 157 knappen Kapiteln universelle Verlusterfahrungen und imaginiert sich zum Trost eine idyllische Kindheit im Spanien nach dem Ende des Franquismus. Die eigentliche Sprachlosigkeit zwischen dem Ich-Erzähler und dessen Vater, die große Leerstelle der eigenen Familienchronik füllt Vilas mit der Fiktion von Liebe. In der Re-Konstruktion seiner Kindheit macht der Autor als Erzähler so auch die Konstruktion sichtbar – ähnlich einem psychoanalytischen Prozess ist Geschichte vor allem eins: eine die Chronologie verweigernde, lose miteinander verknüpfte, hochpoetische Sammlung von Geschichten gegen das Schweigen und Vergessen auf der Suche nach metaphysischem Sinn.


Ton: Nikolaus Knabl
Musik: Camill Jammal

«GULLIVERS REISEN» von Jonathan Swift

Stechen Sie in See und entdecken Sie mit Jonathan Swifts Gulliver und dem Ensemble des Residenztheaters ferne Länder! In einer Marathonlesung widmet sich das Resi-Esemble diesem Klassiker der Weltliteratur.

Georg Büchner «Briefe» Ausschnitte aus seinem Briefverkehr. Ein Resi-Podcast

Georg Büchners Briefverkehr wurde nur in geringen Teilen überliefert – und vor allem durch seinen Bruder Ludwig Büchner nach den Gesichtspunkten, «was zur Kenntnis der politischen Bewegungen jener Zeit und des Anteils, den Büchner daran hatte, wichtig schien», vorsortiert und editiert. Man muss davon ausgehen, dass diesen Auswahlkriterien vor allem private und literarische Themen zum Opfer fielen.

«Der hessische Landbote» Büchners revolutionäre Flugschrift

 

«Der Hessische Landbote» aus dem Jahr 1834 ist der erste, wenn auch anonym publizierte Text Georg Büchners und darf als eine der bedeutendsten sozialrevolutionären Flugschriften der deutschen Geschichte bezeichnet werden. Sie zeigt Büchner, den Dichter, als Revolutionär.