Roland Koch

Gast

Geboren 1959 in der Schweiz, studierte Roland Koch Psychologie und Ethnologie an der Universität Zürich sowie Schauspiel an der Schauspielakademie Zürich. Seit 1999 prägt er als Ensemblemitglied das Wiener Burgtheater. Ab 2015 war er zudem regelmäßiger Gast am Theater Basel. Eine intensive Zusammenarbeit verbindet ihn u. a. mit den Regisseur*innen Andreas Kriegenburg, Simon Stone und Andrea Breth. Im Fernsehen war er von 2011 bis 2015 als Schweizer Ermittler Matteo Lüthi im SWR Tatort Konstanz zu erleben. Eigene Regiearbeiten inszenierte er u. a. am Landestheater Niederösterreich St. Pölten und am Theater St. Gallen. Seit 2018 ist er zudem Professor am Max Reinhardt Seminar Wien. Die bedeutendste österreichische Theaterauszeichnung, den Nestroy-Preis erhielt er 2015 für seine Rolle als Wilhelm Foldal in Simon Stones Inszenierung «John Gabriel Borkman». Mit der Spielzeit 2019/2020 wird er Gast im Ensemble und auf den Bühnen des Residenztheaters zu erleben sein.

Zu sehen in

Simon Stone hat Tschechows «Drei Schwestern» zum Ausgangspunkt seiner Neudichtung genommen und diese mit rasanter Dialogkunst und subtilen Charakterstudien thematisch im Hier und Jetzt verortet. Aus Tschechows Provinzpersonal werden so urbane Sinnsuchende, die in Zeiten von Social Media Kindheitserinnerungen wie Zukunftsvisionen nachhängen.

Drei Schwestern

Der Ausbruch der Krankheit Aids erschüttert Mitte der 1980er-Jahre New York. Tony Kushners von Fantasie überbordendes Theaterepos stammt aus der Geburtsstunde des Neoliberalismus, der Reagan-Ära. Der australische Regisseur Simon Stone liest Kushner aus der Perspektive unseres Jahrtausends, in dem der neoliberale Geist sich unwidersprochen in allen Lebensbereichen eingenistet hat.

Engel in Amerika