Anestis Azas

Regisseur

Anestis Azas ist ein in Athen lebender Regisseur und Theatermacher, der sowohl in Griechenland als auch international arbeitet. Er studierte Theaterwissenschaft in Thessaloniki, sowie Regie an der Hochschule für Schauspielkunst «Ernst Busch» in Berlin. Er hat unter anderem mit dem Athener Nationaltheater, Onassis Stegi, Festival von Athen-Epidaurus, Maxim-Gorki-Theater und Ballhaus Naunynstraße in Berlin, Münchner Kammerspiele, Theater und Orchester Heidelberg, Theaterhaus Jena, Schauspielhaus Graz, JK Opole in Polen, sowie mit zahlreichen Theatern in Griechenland zusammengearbeitet.

Seine Arbeiten umfassen Inszenierungen klassischer Texte, zeitgenössischer Dramatik sowie Stückentwicklungsprojekte. Dabei verbindet Azas dokumentarische Recherche mit performativen und fiktionalen Elementen. Besonders bekannt ist seine langjährige Zusammenarbeit mit Prodromos Tsinikoris. Gemeinsam realisierten sie mehrere international beachtete Produktionen, darunter «Telemachus – Should I Stay or Should I Go?» (2013), das sich mit verschiedenen Generationen griechischer Migration nach Deutschland auseinandersetzt, «Clean City» (2016), ein Stück über Reinigungskräfte mit Migrationsgeschichte, sowie «Romaland» (2024), das Polizeigewalt gegen die Roma Minderheit in Griechenland thematisiert. Neuere Arbeiten wie «Republic of Baklava» (2021), bewegen sich verstärkt im Spannungsfeld zwischen Dokumentation und Fiktion.

Azas’ Arbeiten wurden auf zahlreichen internationalen Festivals präsentiert. Unter anderem am Theater der Welt Mannheim, Chantiers d’Europe Paris, Festival Grec de Barcelona, Théâtre Vidy-Lausanne, Heidelberger Stückemarkt, Theaterspektakel Zürich, Internationaal Theater Amsterdam, «Le Maillon» Straßburg, Berliner Herbstsalon, Lessing Tage Hamburg, Wiesbaden Biennale, Sharjah Biennale, M.E.S.S Sarajevo, Internationales Theaterfestival von Istanbul (IKSV). Von 2015 bis 2019 leitete Azas, gemeinsam mit Tsinikoris, die Experimentalbühne des Athener Nationaltheaters und seit 2022 lehrt er Regie an der staatlichen Schauspielschule des Athener Nationaltheaters.  

«Die Perser» ist seine erste Arbeit am Residenztheater.

 

Zu sehen in

Xerxes, Herrscher des persischen Großreichs, will Griechenland erobern. Mit einer überwältigenden Übermacht an Schiffen und Kriegern zieht er 480 v. Chr in die Schlacht. Doch eine militärische List kostet ihn den Sieg. Fast dreihunderttausend Männer seines Heeres fallen. Acht Jahre später entscheidet sich Aischylos, der auf der Seite der siegreichen Athener gekämpft hat, die Perspektive der Besiegten einzunehmen. Er verfasst mit »Die Perser« nicht nur die älteste überlieferte Tragödie der Weltliteratur, sondern ein – auch nach 2500 Jahren – immer noch aktuelles Plädoyer für Menschlichkeit.

Die Perser
Premiere
Marstall, 20.00 Uhr
Fr 26 Feb