Niels Voges
Niels Voges ist freier Kameramann und Steadicam Operator, er arbeitet sowohl im szenischen und dokumentarischen Bereich als Bildgestalter.
Seine Erfahrung in der Live-Kameraarbeit für Theaterproduktionen hat er sich in den vergangenen fünf Jahren am Residenztheater München erworben. Hier entwickelte er eine technische Arbeitsweise, die sich präzise in szenische Abläufe integriert und den Bühnenraum filmisch erweitert. Sein Körpergefühl verbindet eine dokumentarische Bildsprache mit kontrollierter, bewusster Kamerabewegung im Bühnenraum. Sein Fokus liegt auf der Nähe zu den Darstellenden, klarer Bildführung sowie einem sensiblen Umgang mit Rhythmus, Präsenz und Perspektive im Live-Moment.
Unter anderem arbeitete Niels Voges, im Rahmen seiner Live-Kameraarbeit am Residenztheater München an den Produktionen «Der eingebildete Kranke oder das Klistier der reinen Vernunft», «Tartuffe oder Das Schwein der Weisen» und «Valentiniade. Sportliches Singspiel mit allen Mitteln» (Regie: Claudia Bauer) sowie «Reineke Fuchs» (Regie: Schorsch Kamerun). Weitere Arbeiten entstanden in Zusammenarbeit mit Elsa-Sophie Jach, darunter «Eine Zierde für den Verein», «Die Kopenhagen-Trilogie», «Romeo und Julia», «Lapidarium» sowie «Automatenbüfett».
Stücke
Die erst vor wenigen Jahren wiederentdeckte jüdische Autorin Anna Gmeyner – 1933 zwang sie der Nationalsozialismus ins Exil – erzählt in «Automatenbüfett» die große Welt im Kleinen. Während Frau Adam versucht, ihr Automatenrestaurant am Laufen zu halten, jagt Herr Adam der Umsetzung seiner vermeintlich revolutionären ökonomischen Vision hinterher, die dem Wohle aller dienen soll. Mit dem Auftauchen der unbekannten Eva gerät die immerwährende Ordnung der Kleinstadt jedoch ins Wanken.
AutomatenbüfettDie Geschichte des raffinierten Fuchs Reineke bringt Regisseur und Punkmusiker Schorsch Kamerun mit einem bunten, spiel- und sangeswütigen Ensemble für alle Menschen ab zehn Jahren auf die Bühne. Goethe selbst war seit seiner Kindheit fasziniert von dem Tierepos und verfasste 1794 unter dem Eindruck der sich stark verändernden gesellschaftlichen Ordnung eine eigene Version in Versen.
Reineke FuchsRomeo und Julia setzen die Sprache der Liebe gegen den Krieg ihrer Verwandten, die Sprache des Dolchs. Schaffen sie es, ein Beispiel zu setzen gegen die unversöhnliche Feindschaft, die in Verona herrscht? Die Hausregisseurin Elsa-Sophie Jach inszeniert die berühmteste Liebesgeschichte der Welt und den Tanz auf dem Vulkan, der ihre Hauptfiguren mitreißt, mit viel Musik und heißen Herzen neu.
Romeo und Julia