Franziska Hackl

Geboren 1983 in Wien, absolvierte Franziska Hackl ihr Schauspielstudium am Max Reinhardt Seminar in Wien und wurde Ensemblemitglied am Staatstheater Mainz. Neben weiteren Engagements, u.a. am Landestheater Niederösterreich und am Schauspiel Köln, war und ist sie in zahlreichen Film-u. Fernsehproduktionen zu sehen. Ab 2011 war Franziska Hackl Ensemblemitglied am Schauspielhaus Wien. Sie arbeitete dort u. a. mit Nora Schlocker, Sebastian Schug und Felicitas Brucker und wurde 2011 mit dem Nestroy-Preis in der Kategorie «Bester Nachwuchs» ausgezeichnet. Seit 2016 ist sie am Theater Basel zu sehen. Für ihre Darstellung der Mascha in Simon Stones «Drei Schwestern» wurde sie 2017 im Theatermagazin «Theater heute» mehrfach als «Beste Schauspielerin» nominiert.

Zu sehen in

Simon Stone hat Tschechows «Drei Schwestern» zum Ausgangspunkt seiner Neudichtung genommen und diese mit rasanter Dialogkunst und subtilen Charakterstudien thematisch im Hier und Jetzt verortet. Aus Tschechows Provinzpersonal werden so urbane Sinnsuchende, die in Zeiten von Social Media Kindheitserinnerungen wie Zukunftsvisionen nachhängen.

Drei Schwestern

Medea zieht eine beispiellose Blutspur nach sich: Verrat am Vater, Mord am Bruder, Mord am König von Iolkos. Medea geht bis zum Äußersten, um an ihren Gegner*innen Rache zu nehmen. Sie tötet ihre eigenen Kinder und vernichtet das Herrscherhaus von Korinth. Ausgehend von Euripides untersucht Karin Henkel das Ungeheuerliche vorsätzlicher Fremd- und Selbstzerstörung.

Medea
Residenztheater, 19.30 Uhr
Sa 25 Apr
Residenztheater, 19.30 Uhr
Do 30 Apr

Der Autor und Aktivist Kevin Rittberger entwirft in seinem Stück von 2016 ein Pflegeheim in einer vielleicht gar nicht allzu fernen Zukunft. Ein paar alte, weiße Männer schlurfen noch über den Gang. Wer oder was kümmert sich um sie, wenn die letzte Pflegerin den Dienst quittiert? Mit Galgenhumor beleuchtet Rittberger Ängste und Feindbilder einer aussterbenden Spezies.

Es liest das Ensemble des Residenztheaters. Im Anschluss Gespräch mit Kevin Rittberger.

 

PEAK WHITE oder Wirr sinkt das Volk

Georg Büchner erzählt von einer geschundenen Kreatur, finanziell an den untersten Rand der Gesellschaft gedrängt, von seinen Vorgesetzten gedemütigt, von der Wissenschaft zum Studienobjekt gemacht und dem radikalen Mangel an Empathie seiner Umwelt ausgeliefert. Ulrich Rasche untersucht die Frage unserer Abhängigkeit von gesellschaftlichen Bedingungen, die «außer uns liegen», nach individueller Freiheit und schicksalhafter Determination.

Woyzeck