Mareike Beykirch

Geboren 1986 in Quedlinburg, arbeitete Mareike Beykirch zunächst als Regieassistentin am Theater Osnabrück. Ihre Schauspielausbildung absolvierte sie von 2008 bis 2012 an der Hochschule für Musik und Theater «Felix Mendelssohn Bartholdy» Leipzig. Bereits während des Studiums war sie von 2010 bis 2012 Mitglied im Studio am Centraltheater Leipzig. Ihr Erstengagement führte sie an das Düsseldorfer Schauspielhaus. Mareike Beykirch war von 2013 bis 2019 Ensemblemitglied am Maxim Gorki Theater in Berlin. 2013 und 2018 wurde sie von der Kritikerumfrage der Zeitschrift «Theater heute» zur Nachwuchsschauspielerin des Jahres nominiert. Beim Berliner Theatertreffen 2019 war sie Stipendiatin des Internationalen Forums. Sie arbeitete u. a. mit Falk Richter, Nora Abdel-Maksoud, Schorsch Kamerun, Yael Ronen, Christian Weise, András Dömötör und Nurkan Erpulat zusammen.

Zu sehen in

Mareike Beykirch begibt sich auf eine ganz persönliche Welt-Raum-Mission in die eigene Vergangenheit. Inspiriert von den Texten des französischen Schriftstellers Édouard Louis probiert sie sich an einer Familienaufstellung und beschreitet ihren eigenen Weg aus dem Vorharz über Theaterstationen quer durch Deutschland bis nach München noch einmal neu – mit soziologischem Detektivgespür, verschiedensten theatralen Ansätzen und schonungsloser Offenheit.

Androiden aus Mitteldeutschland

Heinrich von Kleists Novelle nimmt Bezug auf das Erdbeben von Santiago de Chile im August 1647 und versetzt die Leser*innen ins Epizentrum der Katastrophe. Verstörte Überlebende sind mit der Deutung des Erdbebens beschäftigt, doch die perspektivischen, interessensabhängigen Schilderungen von Ohnmacht, Schutzlosigkeit und Tod münden in keiner sinnstiftenden Narration. Der Erzähler weiß von Plünderungen im rechtslosen Raum zu berichten, aber auch von Opferbereitschaft, Mut und Selbstlosigkeit.

Das Erdbeben in Chili
Residenztheater, 18.00 Uhr
Heute
Residenztheater, 20.00 Uhr
So 04 Okt
Residenztheater, 19.30 Uhr
Sa 17 Okt
Residenztheater, 18.00 Uhr
So 18 Okt

Die antiken Figuren Kassandra und Prometheus sind in Rittbergers Doppelstück die Sehenden in der aktuellen Flüchtlingstragödie. «Kassandra» erzählt von der humanitären Katastrophe in Form eines Lehrstücks und aus menschlicher Perspektive, in «Prometheus» wird die menschliche Ordnung aus göttlicher Perspektive befragt.

Kassandra/Prometheus. Recht auf Welt

Thom Luz und sein spielendes und musizierendes Ensemble erschaffen im Marstall eine Münchner Fassung der Ives'schen Symphonie «Central Park in the Dark»: einen akustischen Spaziergang zum Olympiapark. Mit dabei: Musik aus verschiedenen Jahrhunderten, berühmte Persönlichkeiten aus Kunst und Wissenschaft – und je dunkler es wird, umso mehr auch flüsternde Stadtgespenster und begrabene bayerische Hunde.

Olympiapark in the Dark