Niemand wartet auf dich

NIEMAND WARTET AUF DICH
von Lot Vekemans
Deutsche Erstaufführung
Premiere 22. Januar 2021
Marstall
1 Stunde
Keine Pause
Altersempfehlung: ab 14 Jahren

Aus dem Niederländischen von von Eva M. Pieper & Alexander Schmiedebach

Trailer

Wer mit einem Finger auf andere zeigt, zeigt mit drei Fingern auf sich selbst: Die vielgespielte holländische Dramatikerin und Autorin Lot Vekemans gibt mit ihrem Stück drei Frauenfiguren eine Bühne, die sich auf unterschiedliche Weise mit der Frage nach der Eigenverantwortung auseinandersetzen. Die 85-jährige Gerda stößt in einer Bibliothek auf das Buch «Niemand wartet auf dich» und beschließt daraufhin statt sich über den herumliegenden Müll in der Nachbarschaft zu ärgern selbst aktiv etwas dagegen zu tun. Die Politikerin Ida will nicht mehr Spielball der Machtpolitiker*innen und ihrer Interessen sein. Sie findet sich in dem gegenwärtigen Politikstil nicht mehr zurecht und tritt nach einer Niederlage von ihrem Parteivorsitz zurück.  Zuletzt zweifelt auch die Schauspielerin selbst die Bedeutung und die Wirkungskraft ihres Berufs an und formuliert den Wunsch nach mehr Einflussnahme.   

 

«Niemand wartet auf dich
Wenn du nicht selbst in den Ring steigst
Wird jemand anderes deinen Platz einnehmen
Und du stehst am Rand und forderst lautstark,
was besser gemacht werden muss»

 

Juliane Köhler schlüpft in diese verschiedenen Figuren, die die bewusste Reflektion ihres persönlichen Engagements in der Gesellschaft verbindet. Vekemans fordert in einer direkten Ansprache an das Publikum mehr Eigeninitiative und Gedankenaustausch und die Ablehnung einer zunehmend zynischen Weltanschauung. Im Anschluss an jede Vorstellung möchten wir mit Ihnen in einen direkten Austausch treten und in einem gemeinsamen Gespräch die aufgeworfenen Fragen zur Diskussion stellen.

 

© 2020, Gustav Kiepenheuer Bühnenvertriebs-GmbH

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IN ZUSAMMENARBEIT MIT BÜCHER LENTNER

Literaturempfehlungen aus der Dramatugie

«Ein Brautkleid aus Warschau»
von Lot Vekemans
(Gebunden. Übersetzung: Eva M. Pieper, Alexandra Schmiedebach. Wallstein 2016)

Künstlerische Leitung

Inszenierung Daniela Kranz
Bühne und Kostüme Marie Roth
Licht Thorsten Scholz
Kamera Ben Halscheid, Mehab Altamer
Dramaturgie Leila Etheridge