Iokaste: Rohmaterial
von Mariam Megvinyte aus dem Georgischen von Wachtang Tscheischwilivon Mariam Megvinyte aus dem Georgischen von Wachtang Tscheischwili
Inhalt
Anders als in Sophokles’ antikem Drama »König Oedipus« – in der Überschreibung von Robert Icke auf dem Spielplan des Residenztheaters – steht in Mariam Megvinytes Bearbeitung des Mythos dessen Frau bzw. Mutter Iokaste im Mittelpunkt.
Dabei schiebt die Autorin das Georgien der 1990er Jahre – eine Zeit der Gewalt und des Umbruchs – als ein unaufgelöstes Fundament unter die Gegenwart und verwebt Iokastes antikes Erbe mit der biographischen Suche nach einer Weiblichkeit, die ihre Identität erst mühsam aus den Trümmern ihrer eigenen Geschichte bergen muss.
Das Haraki Theater in Tiflis, das Megvinyte mit anderen oppositionellen Künstler*innen leitet, zählt zu den wenigen nicht-staatlichen Theatern in Georgien, die noch regelmäßig spielen können.
INSZENIERUNG Sandro Kalandadze BÜHNENBILD Tamri Ohikiani KOMPOSITION Ani Zakareishvili VIDEO Shio Khidasheli
MIT Gvantsa Enukidze, Nini Iashvili, Anano Makharadze, Ana Nikolashvili