Alexander Vičar

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«Agnes Bernauer», uraufgeführt 1977 in der DDR, beginnt als Märchen im Zeitraffer. Die Folie des Märchens dient Franz Xaver Kroetz als Mittel, gesellschaftliche Verhältnisse unter die Lupe zu nehmen. Die empathische und engagierte Agnes Bernauer muss ihr Gewissen befragen, ob es ein richtiges Leben im falschen geben kann.

Agnes Bernauer

Vor dem Hintergrund der weltpolitischen Erschütterungen des Ersten Weltkriegs und des Untergangs der Monarchien stellt der österreichische Dramatiker Hugo von Hofmannsthal in «Der Turm», einem seiner zentralen Werke, das konventionelle Dramenkriterien sprengt und für die Bühne neu zu entdecken ist, die prinzipielle Legitimität von Machtausübung infrage und zeigt «den Einbruch chaotischer Kräfte in eine vom Geist nicht mehr getragene Ordnung».

Der Turm
Premiere
Residenztheater, 19.30 Uhr
Fr 21 Okt
Residenztheater, 20.00 Uhr
Di 25 Okt
Residenztheater, 20.00 Uhr
Mo 31 Okt
Residenztheater, 20.00 Uhr
Do 03 Nov
Residenztheater, 19.30 Uhr
Di 08 Nov
Residenztheater, 19.30 Uhr
Mi 09 Nov

Der italienische Schriftsteller Davide Enia wird von seinem deutschen Kollegen Albert Ostermaier zu einem Literaturfestival nach München eingeladen. Dieser schlägt ihm vor, einen Text über die Lage der Flüchtlinge in Süditalien mitzubringen – für den Sizilianer Enia Anlass, auf die Insel Lampedusa zu reisen, die er nur als Urlauber kennt. Spätestens im Oktober 2013 wurde diese durch ein Schiffsunglück mit Hunderten Toten zum erschreckenden Sinnbild des Unvermögens der Europäischen Union, das Sterben der Flüchtenden im Mittelmeer zu verhindern.

Enia verwebt die einschneidenden Erfahrungen auf Lampedusa und den drohenden Verlust des Onkels zu einer menschlichen und dichten Reflexion über die elementare Themen des Menschseins.

Finsternis
Residenztheater, 20.00 Uhr
Mi 05 Okt
Residenztheater, 20.00 Uhr
Fr 07 Okt
Residenztheater, 20.00 Uhr
Do 13 Okt
Residenztheater, 20.00 Uhr
Di 18 Okt
Residenztheater, 19.30 Uhr
Mi 16 Nov