3sat «Starke Stücke»: Graf Öderland

Residenztheater, 20.00 Uhr
Mo 17 Mai
3SAT «STARKE STÜCKE»: GRAF ÖDERLAND

Im Anschluss an das Public Viewing, um 21.30 Uhr, wird die Preisverleihung an den diesjährigen 3sat-Preisträger Thiemo Strutzenberger im Stream gezeigt, ab 21.35 Uhr digitales Nachgespräch mit den Schauspieler*innen Barbara Horvath und Thiemo Strutzenberger.

3sat zeigt drei «Starke Stücke» vom Theatertreffen 2021
Im Rahmen seiner Reihe «Starke Stücke» zeigt 3sat als Medienpartner drei der zehn zum 58. Theatertreffen eingeladenen bemerkenswerten Inszenierungen in seinem Programm:

  • «Maria Stuart» vom Deutschen Theater Berlin(SA 15 MAI 2021, 20.15 Uhr)
     
  • «Graf Öderland», eine Koproduktion von Theater Basel und Residenztheater München (SA 22 Mai 2021, 20.15 Uhr)
  • «Automatenbüfett» vom Burgtheater Wien (SA 29 Mai 2021, 20.15 Uhr).

    Alle drei Stücke sind ab SA 15 Mai 2021 für 120 Tage in der 3sat-Mediathek abrufbar. 3sat zeigt die Aufzeichnung von «Automatenbüfett» mit Audiodeskription für blinde und sehbehinderte Menschen und Untertiteln für taube und schwerhörige Menschen.

 


 

Für seine darstellerische Leistung in Stefan Bachmanns Inszenierung «Graf Öderland» erhält der Schauspieler Thiemo Strutzenberger den mit 10.000 Euro dotierten 3sat-Preis. Darauf verständigte sich die Jury, bestehend aus Yvonne Büdenhölzer, Leiterin des Theatertreffens, Andreas Klaeui, Autor, Theaterkritiker, Kulturredakteur und Mitglied der Theatertreffen-Jury, und Wolfgang Horn, Redakteur in der ZDF-Redaktion Musik und Theater. In der Koproduktion von Theater Basel und Residenztheater München spielt Thiemo Strutzenberger den Staatsanwalt Martin, der einen blutigen Feldzug gegen den gesellschaftspolitischen Status quo führt.

Die Jury zur Begründung: «Max Frischs ‚Graf Öderland‘ ist ein irrationaler Amoklauf aus der sozialen Mitte heraus. Ein Staatsanwalt, der Welt und Recht nicht mehr sortieren kann, und ein Mörder ohne Motiv verschmelzen zum Monsterbild von ‚Graf Öderland mit der Axt in der Hand‘. Stefan Bachmann inszeniert den Albtraum der Zivilisation, einen Rausch der Gewalt. Der Schauspieler Thiemo Strutzenberger ist darin ein Hochrisiko-Öderland, für den die Trennlinien von Wachtraum und panischer Klarheit längst durchlässig sind und bei dem Entfremdung, kulturelles Unbehagen, zivilgesellschaftlicher Überdruss in die pure Aggression umschlagen: die traumatische Quintessenz eines Wutbürgers.»