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ICH SEH SIE IM RESI

Liebes Publikum,

aufgrund der verschärften Corona-Maßnahmen des Freistaats Bayern und des Kabinettsbeschlusses vom DI 23. November gelten für Veranstaltungen ab Mi 24. November 2021 neue Regelungen.


Die Vorstellungen in allen Spielstätten finden weiterhin statt (Wiedereröffnung Marstall ab 11. Dezember 2021), solange eine 7-Tage-Inzidenz von 1.000 in München nicht überschritten wird.
 


Für alle Vorstellungen ab dem 16. Dezember erwarten wir eine Entscheidung der Landesregierung im Laufe dieser Woche. Daher ist eine Ticketbuchung für die Vorstellungen vom 16. Dezember bis 15. Januar im Moment nicht möglich. Wir arbeiten mit Hochdruck daran, den Vorverkauf schnellst möglich wieder freizuschalten und bitten Sie noch um ein wenig Geduld!


 

2G+ mit Maske und Antigen-Schnelltest

Es gilt 2G+ (geimpft oder genesen plus Maske und Antigen-Schnelltest).
Einen Schnelltest können Sie zum Beispiel im Theater-Testzentrum am Marstallplatz mit vorheriger Anmeldung kostenlos durchführen lassen: www.theater-tests.de.
Bitte zeigen Sie Ihr Impf- oder Genesenenzertifikat zusammen mit Ihrem Personalausweis (oder einem anderen Lichtbilddokument) und dem negativen Schnelltest beim Einlass vor.

Der Vorstellungsbesuch ist nur in Verbindung mit einem gültigen Lichtbildausweis möglich.

Aufgrund des aktuell hohen Infektionsaufkommens ist das Tragen einer Maske während des gesamten Aufenthalts im Haus aktuell Pflicht. Dies gilt auch am Platz während der Vorstellung. Es muss sich um eine FFP2-Maske oder eine Maske mit gleichwertigem Schutzstandard handeln.

Um einen pünktlichen Vorstellungsbeginn garantieren zu können, bitten wir Sie, frühzeitig zu erscheinen.
 

Karten

Da die Spielstätten nur noch mit maximal 25% ausgelastet werden dürfen, müssen für alle Vorstellungen neue Saalpläne eingerichtet werden. Wir bitten Sie herzlich um Ihr Verständnis, dass bereits gekaufte Karten aus diesem Grund leider storniert werden müssen. Ihre Karten werden automatisch rückerstattet, sie müssen nichts weiter unternehmen. Der Betrag wird in den nächsten Tagen automatisch zurückgebucht. Wenn Sie die Vorstellung trotzdem besuchen möchten, buchen Sie Ihre Tickets bitte neu.

 

Selbstverständlich werden wir weiterhin sämtliche Hygieneregeln umsetzen. Zudem beobachten wir die Entwicklungen täglich und halten Sie über etwaige Änderungen bezüglich Ihres Vorstellungsbesuchs auf dem Laufenden.



Die Veranstaltungen sind für Wirtschaftlichkeitshilfe im Rahmen des Sonderfonds des Bundes für Kulturveranstaltungen registriert.



Ergänzungen zu den Benutzungsbedingungen der Bayerischen Staatstheater aufgrund der aktuellen Situation (SARS-CoV-2)

08 Dez
Mittwoch
Mi 08 Dez

Mehr Schwarz als Lila

nach dem gleichnamigen Roman von Lena Gorelik für die Bühne bearbeitet von Lena Gorelik
Uraufführung
Marstall, 11.00–12.20 Uhr | Schulvorstellung mit anschl. Publikumsgespräch Karten unter schulbestellung@residenztheater.de! Kartenbuchung für Lehrer*innen ist ab sofort möglich.
Preise S

Ratte, Paul und Alex sind ein untrennbares Dreigestirn. Die 17-Jährigen lieben es, sich ständig emotional und intellektuell herauszufordern. Ihre Freundschaft wird auf die Probe gestellt als der junge und charismatische Lehrer Herr Spitzing ihre Klasse vertretungsweise übernimmt und sich ihrer Gruppe anschließt. Auf einer Klassenfahrt nach Auschwitz kommt es zu einem Vorfall, der das Ende ihrer besonderen Beziehung bedeuten wird.

Zum Stück «Mehr Schwarz als Lila»
Alle Vorstellungen im Marstall entfallen bis Samstag, 11. Dezember 2021.
Mi 08 Dez

Mehr Schwarz als Lila

nach dem gleichnamigen Roman von Lena Gorelik für die Bühne bearbeitet von Lena Gorelik
Uraufführung
Marstall, 18.00–19.20 Uhr
Preise S

Ratte, Paul und Alex sind ein untrennbares Dreigestirn. Die 17-Jährigen lieben es, sich ständig emotional und intellektuell herauszufordern. Ihre Freundschaft wird auf die Probe gestellt als der junge und charismatische Lehrer Herr Spitzing ihre Klasse vertretungsweise übernimmt und sich ihrer Gruppe anschließt. Auf einer Klassenfahrt nach Auschwitz kommt es zu einem Vorfall, der das Ende ihrer besonderen Beziehung bedeuten wird.

Zum Stück «Mehr Schwarz als Lila»
Alle Vorstellungen im Marstall entfallen bis Samstag, 11. Dezember 2021.
Mi 08 Dez

Der eingebildete Kranke oder das Klistier der reinen Vernunft

von PeterLicht nach Molière
Uraufführung/Auftragswerk
Residenztheater, 19.30–21.45 Uhr
Preise F

Argan bildet sich nicht nur ein, krank zu sein, sondern ist es auch: Er leidet an Hypochondrie. Er kann und will sich nicht anders zu seinem sozialen Umfeld ins Verhältnis setzen als über sein Leid, um das er in tyrannischer Selbstbespiegelung kreist. PeterLicht seziert sowohl den Individual- als auch den Gesellschaftskörper und bricht das letzte Tabu neoliberaler Selbstoptimierer*innen – das der Sterblichkeit.

Zum Stück «Der eingebildete Kranke oder das Klistier der reinen Vernunft»
09 Dez
Donnerstag
Do 09 Dez

Mehr Schwarz als Lila

nach dem gleichnamigen Roman von Lena Gorelik für die Bühne bearbeitet von Lena Gorelik
Uraufführung
Marstall, 11.00–12.20 Uhr | Schulvorstellung mit anschl. Publikumsgespräch Karten unter schulbestellung@residenztheater.de! Kartenbuchung für Lehrer*innen ist ab sofort möglich.
Preise S

Ratte, Paul und Alex sind ein untrennbares Dreigestirn. Die 17-Jährigen lieben es, sich ständig emotional und intellektuell herauszufordern. Ihre Freundschaft wird auf die Probe gestellt als der junge und charismatische Lehrer Herr Spitzing ihre Klasse vertretungsweise übernimmt und sich ihrer Gruppe anschließt. Auf einer Klassenfahrt nach Auschwitz kommt es zu einem Vorfall, der das Ende ihrer besonderen Beziehung bedeuten wird.

Zum Stück «Mehr Schwarz als Lila»
Alle Vorstellungen im Marstall entfallen bis Samstag, 11. Dezember 2021.
10 Dez
Freitag
Fr 10 Dez

Was der Butler sah

von Joe Orton
Residenztheater, 20.00–21.30 Uhr
Preise G

In der Nervenklinik des Psychiaters Dr. Prentice geht es zu wie im Irrenhaus. Alles beginnt mit einem Bewerbungsgespräch, während dessen Dr. Prentice der Sekretärin Geraldine mehr als #MeToo-verdächtige Annäherungsversuche macht. In flagranti ertappt werden sie von seiner Frau, die allerdings eine eigene Affäre zu vertuschen sucht. Es entspinnt sich eine atemberaubende Jagd von sechs Figuren nach passenden Kleidungsstücken, passenden Ausreden und dem passenden Geschlecht, bei der beinahe ein Polizist ermordet wird und alles mit Winston Churchills Penis endet.

Zum Stück «Was der Butler sah»
Fr 10 Dez

Marienplatz

von Beniamin M. Bukowski
Uraufführung/Auftragswerk
Marstall, 20.00–21.30 Uhr
Preise U

Beniamin Bukowskis «Marienplatz» kreist um einen realen Vorfall aus dem Jahr 2017: Am 19. Mai gegen drei Uhr früh fuhr ein Mann mit seinem Auto auf den Münchner Marienplatz, übergoss sich mit mehreren Litern Benzin und zündete sich an. Er verstarb kurze Zeit später im Krankenhaus und bis heute haben sich weder seine Identität noch die Umstände seiner Selbstverbrennung aufgeklärt, wohl aber Anlass zu Spekulationen verschiedenster Couleur gegeben.

Zum Stück «Marienplatz»
Alle Vorstellungen im Marstall entfallen bis Samstag, 11. Dezember 2021.
11 Dez
Samstag
Sa 11 Dez

Die Träume der Abwesenden

Eine Trilogie («Leas Hochzeit» – «Heftgarn» – «Simon») von Judith Herzberg
Residenztheater, 18.00–23.00 Uhr | WITH ENGLISH SURTITELS
Preise H

Judith Herzberg zeichnet in ihrer Trilogie mit feinem Humor das Porträt einer jüdischen Großfamilie aus Amsterdam. Hinter der alltäglichen und fröhlichen Fassade aber verbirgt sich ein verwundetes Seelenleben. Es sind die Geschichten von Überlebenden des Holocaust und ihrer Nachkommen, in deren Körper sich die Traumata der Verfolgung und Shoah tief eingeschrieben haben. Sich von der Vergangenheit zu lösen, scheint unmöglich, trotzdem tanzen, lieben und heiraten sie aufs Neue und bleiben auf der Suche nach einem Neuanfang.

Zum Stück «Die Träume der Abwesenden»
Sa 11 Dez

Erinnerung eines Mädchens

von Annie Ernaux
Uraufführung
Marstall, 20.00–21.20 Uhr | 19.30 Uhr Einführung
Preise V

In ihrer 2016 erschienenen autobiografischen Erzählung «Erinnerung eines Mädchens» unternimmt die französische Autorin Annie Ernaux den Versuch, einem zutiefst prägenden Ereignis in ihrem Leben auf die Spur zu kommen. Was ist ihr, der damals achtzehnjährigen jungen Frau, im Sommer 1958 widerfahren? Zwischen Erinnerungsbruchstücken, Tagebuchaufzeichnungen, Briefen und jahrzehntealten Fotografien unternimmt die Autorin eine nahezu forensische Analyse des Geschehenen, seiner Auswirkungen und der gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und sexuellen Doppelmoral, die Männern und Frauen gänzlich unterschiedliche Formen der «Freiheit» zuzusprechen respektive zu verwehren pflegt. «Erinnerung eines Mädchens» zeigt die schmerzhafte Auseinandersetzung der fast Achtzigjährigen mit sexueller Scham, Ohnmacht und Selbstermächtigung und ist – kurz vor dem Beginn der #MeToo-Bewegung erschienen – ein berührendes und zutiefst politisches Dokument vom Ende des Schweigens.

Zum Stück «Erinnerung eines Mädchens»
12 Dez
Sonntag
So 12 Dez

Hamlet

von William Shakespeare
Residenztheater, 18.00–21.30 Uhr
Preise H

Ein goldenes Zeitalter scheint mit dem Ableben des dänischen Königs ein Ende zu finden. Sein Nachfolger versucht die aufkeimenden Konflikte mit Diplomatie zu beschwichtigen, doch Prinz Hamlet will den Onkel als Thronfolger und neuen Mann der Mutter nicht akzeptieren. Während das Volk willens scheint, sich von der Illegitimität des neuen Machthabers überzeugen zu lassen, will Hamlet dessen Platz aber auch nicht einnehmen – und sabotiert so, vielleicht unbewusst, die tradierte Vorstellung der politischen Ordnung an sich. Ist Hamlet der legendäre Zauderer, der nicht genug Mut zum Handeln hat, oder findet er sich vor den Trümmern eines hoffnungslos veralteten Regierungssystems wieder? Sind die Verschwörungen und Intrigen, die er aufdeckt, das eigentliche Wesen der Politik als Theaterbühne – oder sind sie vielmehr Halluzinationen eines trauernden Sohns und politikverdrossenen Studenten?

Zum Stück «Hamlet»
So 12 Dez

Es waren ihrer sechs

«Eine Hommage an den Münchner Widerstand: Die Weiße Rose» frei nach dem gleichnamigen Roman von Alfred Neumann
Uraufführung
Marstall, 19.00–20.30 Uhr
Preise U

Im Zentrum des 1945 erschienenen Romans «Es waren ihrer sechs» von Alfred Neumann steht die Idee vom jugendlichen Widerstand gegen totalitäre Herrschaftssysteme. Basierend auf einem Zeitungsartikel über die Flugblattaktionen und die Hinrichtung der Mitglieder der Weißen Rose entwickelte Neumann aus dem Leben der Widerstandskämpfer*innen ein «freies Spiel der Fantasie». Der polnische Regisseur Michał Borczuch unternimmt mit seiner Bearbeitung des Stoffs den Versuch, die Gedankenwelt von Neumanns Figuren wie auch das reale Wirken der Weißen Rose aus heutiger Sicht zu rekonstruieren.

Zum Stück «Es waren ihrer sechs»
13 Dez
Montag
Mo 13 Dez

Die Unerhörten

Technoide Liebesbriefe für antike Heldinnen
Marstall, 20.00–22.00 Uhr | 19.30 Uhr Einführung | mit «GuckResi » (15/erm. 8 Euro), nur mit Anmeldung: resi.alle@residenztheater.de
Preise U

Die Regisseurin Elsa-Sophie Jach erweckt die unerhörte Liebeslyrik von Sappho - ≪Europas erster Dichterin≫- zu neuem Leben. Sie spürt die vergessenen Reste der sapphischen Dichtung auf, verdichtet sie chorisch und deckt auf dem Weg durch den literarischen Kanon – gemeinsam mit der Münchner Techno-Liveband SLATEC – die systematische Auslöschung der weiblichen Stimme, ihr Verstummen und die Notwendigkeit ihrer Selbstermächtigung auf.

Zum Stück «Die Unerhörten»
14 Dez
Dienstag
Di 14 Dez

Resi liest: Die Sehnsucht der Kaltblüter

von Wolfgang Maria Bauer
| RESI-MEDIATHEK, bis 24.12. jeden Tag um 17.30 Uhr eine neue Folge

Wolfgang Maria Bauer, Autor, Regisseur und langjähriges Resi-Ensemblemitglied, hat seinen ersten Roman geschrieben. Und während dieser lockdownbedingt auf seine Veröffentlichung wartet, hat er das Manuskript gemeinsam mit dem Ensemble eingesprochen. Entstanden ist ein Hörbuch, das in zehn Folgen einer rätselhaften Explosion in einem Bergdorf auf den Grund geht.

Zum Stück «Resi liest: Die Sehnsucht der Kaltblüter»
Di 14 Dez

Agnes Bernauer

von Franz Xaver Kroetz
Cuvilliéstheater, 19.30–21.10 Uhr
Preise F

«Agnes Bernauer», uraufgeführt 1977 in der DDR, beginnt als Märchen im Zeitraffer. Die Folie des Märchens dient Franz Xaver Kroetz als Mittel, gesellschaftliche Verhältnisse unter die Lupe zu nehmen. Die empathische und engagierte Agnes Bernauer muss ihr Gewissen befragen, ob es ein richtiges Leben im falschen geben kann.

Zum Stück «Agnes Bernauer»
Di 14 Dez
Premiere

Resi sendet: Bruder Eichmann

von Heinar Kipphardt, ein filmisches Projekt unter der künstlerischen Leitung von Sebastian Baumgarten
Marstall, 20.00 Uhr | Zeitgleich online in der neuen RESI-MEDIATHEK!
Preise R

Vor sechzig Jahren, am 11. April 1961, begann in Jerusalem der Prozess gegen Adolf Eichmann, Leiter des nationalsozialistischen Referats für «Judenangelegenheiten» und einer der Hauptverantwortlichen des organisierten Genozids. Heinar Kipphardt verarbeitete die Verhörprotokolle des israelischen Geheimdienstes mit Eichmann zu seinem Dokumentartheaterstück «Bruder Eichmann», das 1983 am Residenztheater uraufgeführt wurde. Regisseur Sebastian Baumgarten wird sich dem bei der Uraufführung kontrovers diskutierten Text mit den Möglichkeiten und Mitteln des digitalen Theaters annähern.

Zum Stück «Resi sendet: Bruder Eichmann»
15 Dez
Mittwoch
Mi 15 Dez

Resi liest: Die Sehnsucht der Kaltblüter

von Wolfgang Maria Bauer
| RESI-MEDIATHEK, bis 24.12. jeden Tag um 17.30 Uhr eine neue Folge

Wolfgang Maria Bauer, Autor, Regisseur und langjähriges Resi-Ensemblemitglied, hat seinen ersten Roman geschrieben. Und während dieser lockdownbedingt auf seine Veröffentlichung wartet, hat er das Manuskript gemeinsam mit dem Ensemble eingesprochen. Entstanden ist ein Hörbuch, das in zehn Folgen einer rätselhaften Explosion in einem Bergdorf auf den Grund geht.

Zum Stück «Resi liest: Die Sehnsucht der Kaltblüter»
Mi 15 Dez

Lulu

von Frank Wedekind in einer Bearbeitung von Bastian Kraft
Residenztheater, 20.00–21.45 Uhr
Preise F

Der Münchner Dramatiker Frank Wedekind schuf mit Lulu eine «Schlange», geschaffen, um «zu locken, zu verführen» – eine «Urgestalt des Weibes» und eine ideale Projektionsfläche männlichen Begehrens. Doch wer ist Lulu? Diese Frage ergründet Bastian Kraft, indem die drei Schauspielerinnen nicht nur Lulu, sondern auch alle anderen Figuren des Stückes spielen.

Zum Stück «Lulu»
Mi 15 Dez

Die Unerhörten

Technoide Liebesbriefe für antike Heldinnen
Marstall, 20.00–22.00 Uhr
Preise U

Die Regisseurin Elsa-Sophie Jach erweckt die unerhörte Liebeslyrik von Sappho - ≪Europas erster Dichterin≫- zu neuem Leben. Sie spürt die vergessenen Reste der sapphischen Dichtung auf, verdichtet sie chorisch und deckt auf dem Weg durch den literarischen Kanon – gemeinsam mit der Münchner Techno-Liveband SLATEC – die systematische Auslöschung der weiblichen Stimme, ihr Verstummen und die Notwendigkeit ihrer Selbstermächtigung auf.

Zum Stück «Die Unerhörten»
16 Dez
Donnerstag
Do 16 Dez

Was der Butler sah

von Joe Orton
Residenztheater, 20.00–21.30 Uhr
Abo 41
Preise G

In der Nervenklinik des Psychiaters Dr. Prentice geht es zu wie im Irrenhaus. Alles beginnt mit einem Bewerbungsgespräch, während dessen Dr. Prentice der Sekretärin Geraldine mehr als #MeToo-verdächtige Annäherungsversuche macht. In flagranti ertappt werden sie von seiner Frau, die allerdings eine eigene Affäre zu vertuschen sucht. Es entspinnt sich eine atemberaubende Jagd von sechs Figuren nach passenden Kleidungsstücken, passenden Ausreden und dem passenden Geschlecht, bei der beinahe ein Polizist ermordet wird und alles mit Winston Churchills Penis endet.

Zum Stück «Was der Butler sah»
Do 16 Dez

Herz aus Glas

nach dem gleichnamigen Drehbuch von Herbert Achternbusch
Uraufführung
Marstall, 20.00–21.30 Uhr
Preise V

Das Steigen der Meere, das Sterben der Wälder und sogar die beiden Weltkriege soll der Waldprophet Mühlhiasl, der als bayerischer Nostradamus in die Sagenwelt des Bayerischen Waldes eingegangen ist, vorhergesagt haben. Herbert Achternbusch bedient sich dieser Legende, um von einer Gesellschaft zu erzählen, der zur Wahrung ihres Wohlstands jedes Mittel recht ist: Denn vom Ruhm des teuren Rubinglases der ortsansässigen Manufaktur lebt das ganze Dorf – nur, dass der soeben verstorbene Glasmeister Mühlbeck die geheime Rezeptur mit ins Grab genommen hat. Der eilends zur Abhilfe einbestellte Kuhhirte Hias bestätigt die ihm zugeschriebenen hellseherischen Fähigkeiten, indem er zur Stelle ist, bevor überhaupt nach ihm gerufen wurde. Angetrieben von seinen düsteren Prophezeiungen einerseits und vom tyrannischen Glashüttenherrn Goldfinger andererseits, gerät das ganze Dorf in Aufruhr und ist bald bereit, dem Reichtum den Seelenfrieden zu opfern.

Zum Stück «Herz aus Glas»
17 Dez
Freitag
Fr 17 Dez

Resi liest: Die Sehnsucht der Kaltblüter

von Wolfgang Maria Bauer
| RESI-MEDIATHEK, bis 24.12. jeden Tag um 17.30 Uhr eine neue Folge

Wolfgang Maria Bauer, Autor, Regisseur und langjähriges Resi-Ensemblemitglied, hat seinen ersten Roman geschrieben. Und während dieser lockdownbedingt auf seine Veröffentlichung wartet, hat er das Manuskript gemeinsam mit dem Ensemble eingesprochen. Entstanden ist ein Hörbuch, das in zehn Folgen einer rätselhaften Explosion in einem Bergdorf auf den Grund geht.

Zum Stück «Resi liest: Die Sehnsucht der Kaltblüter»
Fr 17 Dez

Gott

von Ferdinand von Schirach
Residenztheater, 20.00–21.45 Uhr
Abo 52
Preise G

Elisabeth Gärtner hat nur noch den Wunsch zu sterben. Sie verlangt nach einem Medikament, das sie tötet. Vor dem Ethikrat soll nun grundsätzlich ihr Fall und damit das kontroverse Thema Sterbehilfe diskutiert werden. Die Expert*innen streiten leidenschaftlich über die Fragen: Hat der Mensch ein Recht auf selbstbestimmtes Sterben? Dürfen Ärzt*innen beim Suizid helfen? Wem gehört unser Leben?

Zum Stück «Gott»
Fr 17 Dez

Cyrano de Bergerac

nach Edmond Rostand in einer Bearbeitung für zwei Einsamkeiten von Federico Bellini und Antonio Latella
Marstall, 20.00–22.00 Uhr
Preise V

Antonio Latella und Federico Bellini («Die drei Musketiere») machen das Stück über den dichtenden Musketier mit der zweitberühmtesten Nase der Weltliteratur nach der Pinocchios zum Ausgangspunkt einer Recherche über das Wesen des Theaters, der Politik und der Liebe, in der statt der über fünfzig Figuren der Vorlage nur zwei Darsteller auf der Bühne stehen. Die beiden Männer müssen die Dreiecksgeschichte nun ohne das Objekt ihrer Begierde erzählen und haben somit auch keine Muse, die ihre Verse befeuern könnte.

Zum Stück «Cyrano de Bergerac»
18 Dez
Samstag
Sa 18 Dez

Unsere Zeit

von Simon Stone frei nach Motiven von Ödön von Horváth
Uraufführung/Auftragswerk
Residenztheater, 17.00–22.45 Uhr | WITH ENGLISH SURTITLES
Abo 64
Preise H

Der australische Autor und Regisseur Simon Stone, dessen aufsehenerregende zeitgenössische Interpretationen klassischer Dramen international für Furore sorgen, greift Erzählstränge und Motive aus Horváths Œuvre auf und katapultiert diese in unsere Gegenwart. Dabei gelingt ihm in einer Poesie der Alltagssprache eine hochaktuelle Hommage an den Horváth'schen Kosmos der Glücksuchenden und Gestrandeten, der Auf- und Aussteiger*innen, der Tag- und Albträumer*innen – und eine theatrale Analyse unserer Gegenwart.

Zum Stück «Unsere Zeit»
Sa 18 Dez

Resi liest: Die Sehnsucht der Kaltblüter

von Wolfgang Maria Bauer
| RESI-MEDIATHEK, bis 24.12. jeden Tag um 17.30 Uhr eine neue Folge

Wolfgang Maria Bauer, Autor, Regisseur und langjähriges Resi-Ensemblemitglied, hat seinen ersten Roman geschrieben. Und während dieser lockdownbedingt auf seine Veröffentlichung wartet, hat er das Manuskript gemeinsam mit dem Ensemble eingesprochen. Entstanden ist ein Hörbuch, das in zehn Folgen einer rätselhaften Explosion in einem Bergdorf auf den Grund geht.

Zum Stück «Resi liest: Die Sehnsucht der Kaltblüter»
Sa 18 Dez

Es waren ihrer sechs

«Eine Hommage an den Münchner Widerstand: Die Weiße Rose» frei nach dem gleichnamigen Roman von Alfred Neumann
Uraufführung
Marstall, 20.00–21.30 Uhr | 19.30 Uhr Einführung
Preise U

Im Zentrum des 1945 erschienenen Romans «Es waren ihrer sechs» von Alfred Neumann steht die Idee vom jugendlichen Widerstand gegen totalitäre Herrschaftssysteme. Basierend auf einem Zeitungsartikel über die Flugblattaktionen und die Hinrichtung der Mitglieder der Weißen Rose entwickelte Neumann aus dem Leben der Widerstandskämpfer*innen ein «freies Spiel der Fantasie». Der polnische Regisseur Michał Borczuch unternimmt mit seiner Bearbeitung des Stoffs den Versuch, die Gedankenwelt von Neumanns Figuren wie auch das reale Wirken der Weißen Rose aus heutiger Sicht zu rekonstruieren.

Zum Stück «Es waren ihrer sechs»
19 Dez
Sonntag
So 19 Dez

Unsere Zeit

von Simon Stone frei nach Motiven von Ödön von Horváth
Uraufführung/Auftragswerk
Residenztheater, 17.00–22.45 Uhr | WITH ENGLISH SURTITLES
Abo 73
Preise H

Der australische Autor und Regisseur Simon Stone, dessen aufsehenerregende zeitgenössische Interpretationen klassischer Dramen international für Furore sorgen, greift Erzählstränge und Motive aus Horváths Œuvre auf und katapultiert diese in unsere Gegenwart. Dabei gelingt ihm in einer Poesie der Alltagssprache eine hochaktuelle Hommage an den Horváth'schen Kosmos der Glücksuchenden und Gestrandeten, der Auf- und Aussteiger*innen, der Tag- und Albträumer*innen – und eine theatrale Analyse unserer Gegenwart.

Zum Stück «Unsere Zeit»
So 19 Dez

Resi liest: Die Sehnsucht der Kaltblüter

von Wolfgang Maria Bauer
| RESI-MEDIATHEK, bis 24.12. jeden Tag um 17.30 Uhr eine neue Folge

Wolfgang Maria Bauer, Autor, Regisseur und langjähriges Resi-Ensemblemitglied, hat seinen ersten Roman geschrieben. Und während dieser lockdownbedingt auf seine Veröffentlichung wartet, hat er das Manuskript gemeinsam mit dem Ensemble eingesprochen. Entstanden ist ein Hörbuch, das in zehn Folgen einer rätselhaften Explosion in einem Bergdorf auf den Grund geht.

Zum Stück «Resi liest: Die Sehnsucht der Kaltblüter»
So 19 Dez

Die Wolken, die Vögel, der Reichtum

von Thom Luz nach Motiven von Aristophanes
Uraufführung/Auftragswerk
Cuvilliéstheater, 19.00–20.30 Uhr | 18.30 Uhr Einführung
Preise F

Im Phrontisterion, der Denkfabrik des Sokrates, wird an der Herstellung des Wahren und Guten gearbeitet – und heimlich am Sockel des Weltbilds gesägt. Für die Technik, das schwache Argument zum starken zu machen und umgekehrt, sind die Philosoph*innen berühmt und berüchtigt. Und genau deshalb steht auch eines Tages ein neuer Schüler auf der Flucht vor der Schuldenlast vor der Tür ... Thom Luz entwickelt aus drei Komödien des Aristophanes einen neuen musikalischen Theaterabend. Schwerpunkte: Gier, Geiz und Gesang.

Zum Stück «Die Wolken, die Vögel, der Reichtum»
20 Dez
Montag
Mo 20 Dez

Resi liest: Die Sehnsucht der Kaltblüter

von Wolfgang Maria Bauer
| RESI-MEDIATHEK, bis 24.12. jeden Tag um 17.30 Uhr eine neue Folge

Wolfgang Maria Bauer, Autor, Regisseur und langjähriges Resi-Ensemblemitglied, hat seinen ersten Roman geschrieben. Und während dieser lockdownbedingt auf seine Veröffentlichung wartet, hat er das Manuskript gemeinsam mit dem Ensemble eingesprochen. Entstanden ist ein Hörbuch, das in zehn Folgen einer rätselhaften Explosion in einem Bergdorf auf den Grund geht.

Zum Stück «Resi liest: Die Sehnsucht der Kaltblüter»
Mo 20 Dez

Gott

von Ferdinand von Schirach
Residenztheater, 20.00–21.45 Uhr
Abo 13
Preise G

Elisabeth Gärtner hat nur noch den Wunsch zu sterben. Sie verlangt nach einem Medikament, das sie tötet. Vor dem Ethikrat soll nun grundsätzlich ihr Fall und damit das kontroverse Thema Sterbehilfe diskutiert werden. Die Expert*innen streiten leidenschaftlich über die Fragen: Hat der Mensch ein Recht auf selbstbestimmtes Sterben? Dürfen Ärzt*innen beim Suizid helfen? Wem gehört unser Leben?

Zum Stück «Gott»
Mo 20 Dez

Urteile (revisited) – Nach dem Prozess

Ein dokumentarisches Theaterprojekt über die Opfer des NSU in München von Christine Umpfenbach und Azar Mortazavi
Marstall, 20.00–21.20 Uhr
Preise T

Auch zehn Jahre nach dessen Selbstenttarnung sind die Hintergründe des NSU-Komplexes nach wie vor ungeklärt. «Urteile (revisited) – Nach dem Prozess» basiert auf dem 2014 uraufgeführten Stück «Urteile». Es thematisiert, was die Hinterbliebenen in München bis zur Selbstenttarnung der Täter*innen im November 2011 erleben mussten. «Urteile (revisited) – Nach dem Prozess» wird darüber hinaus um eine Betrachtung aus dem Jahr 2021 erweitert: Wie denken und fühlen die Betroffenen über die Ereignisse und den Prozess heute?

Zum Stück «Urteile (revisited) – Nach dem Prozess»
21 Dez
Dienstag
Di 21 Dez

Resi liest: Die Sehnsucht der Kaltblüter

von Wolfgang Maria Bauer
| RESI-MEDIATHEK, bis 24.12. jeden Tag um 17.30 Uhr eine neue Folge

Wolfgang Maria Bauer, Autor, Regisseur und langjähriges Resi-Ensemblemitglied, hat seinen ersten Roman geschrieben. Und während dieser lockdownbedingt auf seine Veröffentlichung wartet, hat er das Manuskript gemeinsam mit dem Ensemble eingesprochen. Entstanden ist ein Hörbuch, das in zehn Folgen einer rätselhaften Explosion in einem Bergdorf auf den Grund geht.

Zum Stück «Resi liest: Die Sehnsucht der Kaltblüter»
Di 21 Dez

Die drei Musketiere

nach Alexandre Dumas in einer Bearbeitung von Antonio Latella und Federico Bellini
Residenztheater, 20.00–22.00 Uhr
Abo 22
Preise E

Die drei Musketiere, die eigentlich vier sind, treten auf und denken über ihr Alleinsein nach. Kann man die berühmte Formel «einer für alle, alle für einen» mathematisch erklären? Wer ist eigentlich «der eine»? Und wer sind überhaupt «alle»?

Zum Stück «Die drei Musketiere»
Di 21 Dez

Die Unerhörten

Technoide Liebesbriefe für antike Heldinnen
Marstall, 20.00–22.00 Uhr
Preise U

Die Regisseurin Elsa-Sophie Jach erweckt die unerhörte Liebeslyrik von Sappho - ≪Europas erster Dichterin≫- zu neuem Leben. Sie spürt die vergessenen Reste der sapphischen Dichtung auf, verdichtet sie chorisch und deckt auf dem Weg durch den literarischen Kanon – gemeinsam mit der Münchner Techno-Liveband SLATEC – die systematische Auslöschung der weiblichen Stimme, ihr Verstummen und die Notwendigkeit ihrer Selbstermächtigung auf.

Zum Stück «Die Unerhörten»
22 Dez
Mittwoch
Mi 22 Dez

Der eingebildete Kranke oder das Klistier der reinen Vernunft

von PeterLicht nach Molière
Uraufführung/Auftragswerk
Residenztheater, 19.30–21.45 Uhr
Preise F

Argan bildet sich nicht nur ein, krank zu sein, sondern ist es auch: Er leidet an Hypochondrie. Er kann und will sich nicht anders zu seinem sozialen Umfeld ins Verhältnis setzen als über sein Leid, um das er in tyrannischer Selbstbespiegelung kreist. PeterLicht seziert sowohl den Individual- als auch den Gesellschaftskörper und bricht das letzte Tabu neoliberaler Selbstoptimierer*innen – das der Sterblichkeit.

Zum Stück «Der eingebildete Kranke oder das Klistier der reinen Vernunft»
23 Dez
Donnerstag
Do 23 Dez

Gott

von Ferdinand von Schirach
Residenztheater, 19.30–21.15 Uhr
Abo 42
Preise G

Elisabeth Gärtner hat nur noch den Wunsch zu sterben. Sie verlangt nach einem Medikament, das sie tötet. Vor dem Ethikrat soll nun grundsätzlich ihr Fall und damit das kontroverse Thema Sterbehilfe diskutiert werden. Die Expert*innen streiten leidenschaftlich über die Fragen: Hat der Mensch ein Recht auf selbstbestimmtes Sterben? Dürfen Ärzt*innen beim Suizid helfen? Wem gehört unser Leben?

Zum Stück «Gott»
Do 23 Dez

Marienplatz

von Beniamin M. Bukowski
Uraufführung/Auftragswerk
Marstall, 20.00–21.30 Uhr
Preise U

Beniamin Bukowskis «Marienplatz» kreist um einen realen Vorfall aus dem Jahr 2017: Am 19. Mai gegen drei Uhr früh fuhr ein Mann mit seinem Auto auf den Münchner Marienplatz, übergoss sich mit mehreren Litern Benzin und zündete sich an. Er verstarb kurze Zeit später im Krankenhaus und bis heute haben sich weder seine Identität noch die Umstände seiner Selbstverbrennung aufgeklärt, wohl aber Anlass zu Spekulationen verschiedenster Couleur gegeben.

Zum Stück «Marienplatz»
24 Dez
Freitag
Fr 24 Dez

Resi liest: Die Sehnsucht der Kaltblüter

von Wolfgang Maria Bauer
| RESI-MEDIATHEK, bis 24.12. jeden Tag um 17.30 Uhr eine neue Folge

Wolfgang Maria Bauer, Autor, Regisseur und langjähriges Resi-Ensemblemitglied, hat seinen ersten Roman geschrieben. Und während dieser lockdownbedingt auf seine Veröffentlichung wartet, hat er das Manuskript gemeinsam mit dem Ensemble eingesprochen. Entstanden ist ein Hörbuch, das in zehn Folgen einer rätselhaften Explosion in einem Bergdorf auf den Grund geht.

Zum Stück «Resi liest: Die Sehnsucht der Kaltblüter»
25 Dez
Samstag
Sa 25 Dez

Was der Butler sah

von Joe Orton
Residenztheater, 19.00–20.30 Uhr
Preise G

In der Nervenklinik des Psychiaters Dr. Prentice geht es zu wie im Irrenhaus. Alles beginnt mit einem Bewerbungsgespräch, während dessen Dr. Prentice der Sekretärin Geraldine mehr als #MeToo-verdächtige Annäherungsversuche macht. In flagranti ertappt werden sie von seiner Frau, die allerdings eine eigene Affäre zu vertuschen sucht. Es entspinnt sich eine atemberaubende Jagd von sechs Figuren nach passenden Kleidungsstücken, passenden Ausreden und dem passenden Geschlecht, bei der beinahe ein Polizist ermordet wird und alles mit Winston Churchills Penis endet.

Zum Stück «Was der Butler sah»
26 Dez
Sonntag
So 26 Dez

Die Träume der Abwesenden

Eine Trilogie («Leas Hochzeit» – «Heftgarn» – «Simon») von Judith Herzberg
Residenztheater, 17.00–22.00 Uhr
Preise H

Judith Herzberg zeichnet in ihrer Trilogie mit feinem Humor das Porträt einer jüdischen Großfamilie aus Amsterdam. Hinter der alltäglichen und fröhlichen Fassade aber verbirgt sich ein verwundetes Seelenleben. Es sind die Geschichten von Überlebenden des Holocaust und ihrer Nachkommen, in deren Körper sich die Traumata der Verfolgung und Shoah tief eingeschrieben haben. Sich von der Vergangenheit zu lösen, scheint unmöglich, trotzdem tanzen, lieben und heiraten sie aufs Neue und bleiben auf der Suche nach einem Neuanfang.

Zum Stück «Die Träume der Abwesenden»
So 26 Dez

Cyrano de Bergerac

nach Edmond Rostand in einer Bearbeitung für zwei Einsamkeiten von Federico Bellini und Antonio Latella
Marstall, 19.00–21.00 Uhr
Preise V

Antonio Latella und Federico Bellini («Die drei Musketiere») machen das Stück über den dichtenden Musketier mit der zweitberühmtesten Nase der Weltliteratur nach der Pinocchios zum Ausgangspunkt einer Recherche über das Wesen des Theaters, der Politik und der Liebe, in der statt der über fünfzig Figuren der Vorlage nur zwei Darsteller auf der Bühne stehen. Die beiden Männer müssen die Dreiecksgeschichte nun ohne das Objekt ihrer Begierde erzählen und haben somit auch keine Muse, die ihre Verse befeuern könnte.

Zum Stück «Cyrano de Bergerac»
27 Dez
Montag
Mo 27 Dez

Dekalog

nach dem gleichnamigen Drehbuch von Krzysztof Kieślowski und Krzysztof Piesiewicz
Residenztheater, 20.00–22.15 Uhr
Abo 12
Preise H

«Was, im Innersten, ist richtig und was ist falsch?», fragten sich der Filmregisseur Krzysztof Kieślowski und der Anwalt Krzysztof Piesiewicz, als sie 1983 den international gefeierten Filmzyklus «Dekalog» entwickelten, der in zehn Episoden jeweils ein biblisches Gebot in der säkularen Gegenwart beleuchtet. Der spanische Opern- und Schauspielregisseur Calixto Bieito kehrt mit seiner Version des «Dekalog» ans Residenztheater zurück. Er entwickelt aus dem Filmstoff eine neue Erzählweise, die das Verhältnis zwischen tradierten Werten und aktueller Realität, zwischen Kunst und Wirklichkeit neu untersucht und im Geiste Kieślowskis die moralische Unruhe der Jetztzeit befragt.

Zum Stück «Dekalog»
28 Dez
Dienstag
Di 28 Dez

Graf Öderland

Eine Moritat in zwölf Bildern von Max Frisch
Münchner Premiere
Residenztheater, 20.00–21.30 Uhr | 19.30 Uhr Einführung | WITH ENGLISH SURTITLES
Abo 24
Preise H

Der Kassierer einer Bank greift zur Axt und mordet. Die Tat ohne klar ersichtlichen Beweggrund erschüttert Staatsanwalt Martin: Im Mörder sieht er sein eigenes Gefangensein in einer von Pflicht, Gesetz und Ordnung dominierten bürgerlichen Existenz gespiegelt. Unter dem Namen des mythischen Alter Egos Graf Öderland beginnt Martin mit der Axt in der Hand einen blutigen Feldzug. Vor dem Hintergrund sich neu formierender Protestbewegungen lädt sich die Figur des Grafen neu auf. Stefan Bachmann hat «Graf Öderland» – eingeladen zum Berliner Theatertreffen 2021 – als bildgewaltigen, albtraumartigen Trip inszeniert.

Zum Stück «Graf Öderland»
Di 28 Dez

Erinnerung eines Mädchens

von Annie Ernaux
Uraufführung
Marstall, 20.00–21.20 Uhr
Preise V

In ihrer 2016 erschienenen autobiografischen Erzählung «Erinnerung eines Mädchens» unternimmt die französische Autorin Annie Ernaux den Versuch, einem zutiefst prägenden Ereignis in ihrem Leben auf die Spur zu kommen. Was ist ihr, der damals achtzehnjährigen jungen Frau, im Sommer 1958 widerfahren? Zwischen Erinnerungsbruchstücken, Tagebuchaufzeichnungen, Briefen und jahrzehntealten Fotografien unternimmt die Autorin eine nahezu forensische Analyse des Geschehenen, seiner Auswirkungen und der gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und sexuellen Doppelmoral, die Männern und Frauen gänzlich unterschiedliche Formen der «Freiheit» zuzusprechen respektive zu verwehren pflegt. «Erinnerung eines Mädchens» zeigt die schmerzhafte Auseinandersetzung der fast Achtzigjährigen mit sexueller Scham, Ohnmacht und Selbstermächtigung und ist – kurz vor dem Beginn der #MeToo-Bewegung erschienen – ein berührendes und zutiefst politisches Dokument vom Ende des Schweigens.

Zum Stück «Erinnerung eines Mädchens»
29 Dez
Mittwoch
Mi 29 Dez

Lulu

von Frank Wedekind in einer Bearbeitung von Bastian Kraft
Residenztheater, 20.00–21.45 Uhr
Abo 34
Preise F

Der Münchner Dramatiker Frank Wedekind schuf mit Lulu eine «Schlange», geschaffen, um «zu locken, zu verführen» – eine «Urgestalt des Weibes» und eine ideale Projektionsfläche männlichen Begehrens. Doch wer ist Lulu? Diese Frage ergründet Bastian Kraft, indem die drei Schauspielerinnen nicht nur Lulu, sondern auch alle anderen Figuren des Stückes spielen.

Zum Stück «Lulu»
Mi 29 Dez

Herz aus Glas

nach dem gleichnamigen Drehbuch von Herbert Achternbusch
Uraufführung
Marstall, 20.00–21.30 Uhr
Preise V

Das Steigen der Meere, das Sterben der Wälder und sogar die beiden Weltkriege soll der Waldprophet Mühlhiasl, der als bayerischer Nostradamus in die Sagenwelt des Bayerischen Waldes eingegangen ist, vorhergesagt haben. Herbert Achternbusch bedient sich dieser Legende, um von einer Gesellschaft zu erzählen, der zur Wahrung ihres Wohlstands jedes Mittel recht ist: Denn vom Ruhm des teuren Rubinglases der ortsansässigen Manufaktur lebt das ganze Dorf – nur, dass der soeben verstorbene Glasmeister Mühlbeck die geheime Rezeptur mit ins Grab genommen hat. Der eilends zur Abhilfe einbestellte Kuhhirte Hias bestätigt die ihm zugeschriebenen hellseherischen Fähigkeiten, indem er zur Stelle ist, bevor überhaupt nach ihm gerufen wurde. Angetrieben von seinen düsteren Prophezeiungen einerseits und vom tyrannischen Glashüttenherrn Goldfinger andererseits, gerät das ganze Dorf in Aufruhr und ist bald bereit, dem Reichtum den Seelenfrieden zu opfern.

Zum Stück «Herz aus Glas»
30 Dez
Donnerstag
Do 30 Dez

Der Kreis um die Sonne

von Roland Schimmelpfennig
Uraufführung/Auftragswerk
Residenztheater, 20.00–21.20 Uhr
Abo 43
Preise G

Roland Schimmelpfennig, einer der renommiertesten deutschsprachigen Gegenwartsdramatiker*innen, entwirft in raffinierten Zeitsprüngen, markanten Brüchen bzw. klug konstruierten Übergängen das kaleidoskopartige Bild einer Gesellschaft zu Beginn einer Pandemie. Er zeigt seine Figuren bei losen Begegnungen und beiläufigen Gesten und erstellt so in präzisen, poetisch verdichteten Konversationssplittern, Miniaturen und Momentaufnahmen eine Kartografie der Krise.

Zum Stück «Der Kreis um die Sonne»
Do 30 Dez

Marienplatz

von Beniamin M. Bukowski
Uraufführung/Auftragswerk
Marstall, 20.00–21.30 Uhr
Preise U

Beniamin Bukowskis «Marienplatz» kreist um einen realen Vorfall aus dem Jahr 2017: Am 19. Mai gegen drei Uhr früh fuhr ein Mann mit seinem Auto auf den Münchner Marienplatz, übergoss sich mit mehreren Litern Benzin und zündete sich an. Er verstarb kurze Zeit später im Krankenhaus und bis heute haben sich weder seine Identität noch die Umstände seiner Selbstverbrennung aufgeklärt, wohl aber Anlass zu Spekulationen verschiedenster Couleur gegeben.

Zum Stück «Marienplatz»
31 Dez
Freitag
Fr 31 Dez

Was der Butler sah

von Joe Orton
Residenztheater, 20.30–22.00 Uhr
Preise G

In der Nervenklinik des Psychiaters Dr. Prentice geht es zu wie im Irrenhaus. Alles beginnt mit einem Bewerbungsgespräch, während dessen Dr. Prentice der Sekretärin Geraldine mehr als #MeToo-verdächtige Annäherungsversuche macht. In flagranti ertappt werden sie von seiner Frau, die allerdings eine eigene Affäre zu vertuschen sucht. Es entspinnt sich eine atemberaubende Jagd von sechs Figuren nach passenden Kleidungsstücken, passenden Ausreden und dem passenden Geschlecht, bei der beinahe ein Polizist ermordet wird und alles mit Winston Churchills Penis endet.

Zum Stück «Was der Butler sah»
Fr 31 Dez

Herz aus Glas

nach dem gleichnamigen Drehbuch von Herbert Achternbusch
Uraufführung
Marstall, 20.30–22.00 Uhr
Preise V

Das Steigen der Meere, das Sterben der Wälder und sogar die beiden Weltkriege soll der Waldprophet Mühlhiasl, der als bayerischer Nostradamus in die Sagenwelt des Bayerischen Waldes eingegangen ist, vorhergesagt haben. Herbert Achternbusch bedient sich dieser Legende, um von einer Gesellschaft zu erzählen, der zur Wahrung ihres Wohlstands jedes Mittel recht ist: Denn vom Ruhm des teuren Rubinglases der ortsansässigen Manufaktur lebt das ganze Dorf – nur, dass der soeben verstorbene Glasmeister Mühlbeck die geheime Rezeptur mit ins Grab genommen hat. Der eilends zur Abhilfe einbestellte Kuhhirte Hias bestätigt die ihm zugeschriebenen hellseherischen Fähigkeiten, indem er zur Stelle ist, bevor überhaupt nach ihm gerufen wurde. Angetrieben von seinen düsteren Prophezeiungen einerseits und vom tyrannischen Glashüttenherrn Goldfinger andererseits, gerät das ganze Dorf in Aufruhr und ist bald bereit, dem Reichtum den Seelenfrieden zu opfern.

Zum Stück «Herz aus Glas»