Brandon Lagaert

Brandon Lagaert ist Performer, Choreograph und Regisseur. Seinen unverwechselbaren Stil hat er vor allem während seiner Arbeit für die international renommierte Tanztheaterkompanie Peeping Tom als multidisziplinärer Performer in den Stücken «Vader», «Moeder», «Kind», «Dido & Aeneas» und «La Visita» entwickelt. Über ein Jahrzehnt war er mit der Kompanie weltweit auf Tournee und fester Bestandteil des künstlerischen Teams, bekannt für seine surreale Mischung aus Text und Bewegung.

Als Performer kombiniert Lagaert Elemente aus verschiedenen Disziplinen wie urbanem/zeitgenössischem Tanz, Theater und Film zu einem einzigartigen Stil. Als Regisseur geht er oft von der Perspektive eines Performers als Basis aus, bevor er die Gesamtstruktur in Angriff nimmt. Er tut dies unter dem Namen seiner Compagnie KAIHO, zu der auch die preisgekrönten Performances «Subdued» und «Doggy Rugburn» gehören.

Lagaert begann seine Karriere als professioneller Choreograf im Jahr 2019 mit der Performance «Doggy Rugburn» für die litauische Tanzkompanie Aura, die derzeit noch auf nationaler Tournee ist. Im Jahr 2022 kreierte er «Next Stop» mit den Absolventen der Mimenabteilung der AHK in Amsterdam.
Im Jahr 2023 arbeitete er als Choreograf an verschiedenen Projekten wie dem ortsspezifischen Solo «Abandoned Minds» für den portugiesischen Performer/Clown Rui Paixão, der Performance «Welcome to my funeral» für die italienische Tanzkompanie Equilibrio Dinamico und der Performance «Oni wa soto» für die Studenten des dritten Studienjahres der Tanzabteilung der Civica Scualo di Paolo Grassi in Mailand, Italien.

In 2024 wird Lagaert eine Performance für das Tanzkonservatorium PERA in Zypern zum Thema menschliche Gier und ein noch zu definierendes Projekt mit den Studenten des SKI in Gent, Belgien, kreieren.

In der Spielzeit 2023/24 übernimmt Brandon Lagaert die Choreografie in Karin Henkels Inszenierung «Das Schloss». 

Stücke

Eines Abends betritt ein Unbekannter namens K. ein Dorfgasthaus. Wie ihm mitgeteilt wird, darf sich vor Ort aber niemand ohne Bewilligung der dem Dorf vorstehenden Schlossbehörden aufhalten. K. weist sich daraufhin als ein vom Schloss bestellter Landvermesser aus und wird nach drei Tagen darüber in Kenntnis gesetzt, dass man keinen Landvermesser brauche, ja nicht einmal sicher sei, ob je nach einem verlangt wurde. Aus ungeklärten Motiven und gegen seinen Wunsch ernennt man K. stattdessen zum Schuldiener, attestiert ihm in einem Schreiben aus dem Schloss aber, dass man mit seiner Tätigkeit als Landvermesser durchaus zufrieden sei. So dubios der Verwaltungsapparat des Schlosses agiert und so intransparent und willkürlich die Entscheidungen der Beamten scheinen, sosehr muss auch der Wahrheitsgehalt der inkohärenten Aussagen von K. angezweifelt werden.

Das Schloss
Guck-Resi
Residenztheater, 20.00 Uhr
Do 25 Apr
Residenztheater, 19.30 Uhr
Di 07 Mai