Calixto Bieito

Calixto Bieito kam in Mirando de Ebro (Burgos) zur Welt. Von 1999 bis 2009 leitete er das Teatre Romea in Barcelona. Auf Shakespeares «Macbeth» bei den Salzburger Festspielen 2001 und Mozarts «Don Giovanni» folgte eine weithin skandalisierte Inszenierung von Mozarts «Die Entführung aus dem Serail» an der Komischen Oper Berlin (2004). Seitdem inszeniert er sowohl in der Oper als auch im Schauspiel an Bühnen weltweit. Seine jüngere Werkliste enthält Brittens «War Requiem» (Basel/Oslo/Hamburg), Zimmermanns «Die Soldaten» in Zürich und an der Komischen Oper Berlin, Halévys «La Juive» in München, die Semi-Oper «The Fairy Queen» am Staatstheater Stuttgart (2016), Verdis «Jerusalem» in Freiburg, Reimanns «Lear» in Paris, «Oresteia» von Aischylos/Xenakis am Theater Basel, Prokofjews «Der feurige Engel» in Zürich und Puccinis «Tosca» in Oslo (2017). 2019 entstanden die Opernuraufführung «Die Wohlgesinnten» von Hèctor Parra, die Inszenierung «Waiting» mit Musik von Edvard Grieg und einem Libretto von Karl Ove Knausgård am Bergen International Festival sowie Horvàths «Italienische Nacht» am Staatsschauspiel Stuttgart. Ab November 2020 ist Richard Wagners Tetralogie «Der Ring des Nibelungen» an der Opéra de Paris zu sehen. Am Residenztheater entstanden «Der Kirschgarten» (2012) und «Leonce und Lena. Dunkle Nacht der Seele». Calixto Bieito ist 2009 mit dem Europäischen Kulturpreis und 2012 mit dem Franco Abbiati Preis ausgezeichnet worden. 2014 folgte die Würdigung durch die Premios Líricos Campoamor in Oviedo. Derzeit ist er Künstlerischer Leiter des Teatro Arriaga in Bilbao.

Stücke

«Was, im Innersten, ist richtig und was ist falsch?», fragten sich der Filmregisseur Krzysztof Kieślowski und der Anwalt Krzysztof Piesiewicz, als sie 1983 den international gefeierten Filmzyklus «Dekalog» entwickelten, der in zehn Episoden jeweils ein biblisches Gebot in der säkularen Gegenwart beleuchtet. Der spanische Opern- und Schauspielregisseur Calixto Bieito kehrt mit seiner Version des «Dekalog» ans Residenztheater zurück. Er entwickelt aus dem Filmstoff eine neue Erzählweise, die das Verhältnis zwischen tradierten Werten und aktueller Realität, zwischen Kunst und Wirklichkeit neu untersucht und im Geiste Kieślowskis die moralische Unruhe der Jetztzeit befragt.

Dekalog
Residenztheater, 19.30 Uhr
Sa 30 Okt
Residenztheater, 19.30 Uhr
Fr 05 Nov

«Was, im Innersten, ist richtig und was ist falsch?», fragten sich der Filmregisseur Krzysztof Kieślowski und der Anwalt Krzysztof Piesiewicz, als sie 1983 den international gefeierten Filmzyklus «Dekalog» entwickelten, der in zehn Episoden jeweils ein biblisches Gebot in der säkularen Gegenwart beleuchtet. Der spanische Opern- und Schauspielregisseur Calixto Bieito kehrt mit seiner Version des «Dekalog» ans Residenztheater zurück. Er entwickelt aus dem Filmstoff eine neue Erzählweise, die das Verhältnis zwischen tradierten Werten und aktueller Realität, zwischen Kunst und Wirklichkeit neu untersucht und im Geiste Kieślowskis die moralische Unruhe der Jetztzeit befragt.

Resi streamt: Sneak Preview zu «Dekalog»