Jürgen Berger

Geboren in Kenzingen im Breisgau. Staatsexamen in Germanistik und Politologie an der Universität Heidelberg. Nach dem Studium arbeitet er als freier Theater- und Literaturkritiker für die Süddeutsche Zeitung, Theater heute und Die Tageszeitung. Seit 2003 wirkt er regelmäßig als Jurymitglied des Mülheimer Dramatikerpreises, des Berliner Theatertreffens, des Else-Lasker-Schüler-Stückepreises und des Osnabrücker Dramatikerpreises. 2015 kuratierte er das Festival Offene Welt in Ludwigshafen, 2017 und 2020 das iberoamerikanische Theaterfestival Adelante in Heidelberg und 2018 das südkoreanische Programm beim Heidelberger Stückemarkt. 2006 bis 2016 unterrichtete er Kulturjournalismus und Theaterkritik an der Philosophischen Fakultät der Universität Mannheim. Seit 2016 hat er einen Lehrauftrag zu Geschichte der Regie an der Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg in Ludwigsburg inne. Seit 2006 leitet er Workshops zur Theaterkritik und Dramaturgie neuer deutschsprachiger Stücke in Deutschland, Asien und Südamerika. 2008 kommt sein erster Theatertext «Elsa» am Teatro Calléjon in Buenos Aires zur Uraufführung, mit Gastspielen am Staatstheater Stuttgart und am Maxim Gorki Theater Berlin, weitere Theatertexte folgen: 2010 Uraufführung der argentinisch-deutschen Performance «Ifwuala» am Berliner Maxim Gorki Theater, 2011 Uraufführung des Diktaturen- Triptychons «Tomorrow Maybe» am Theater Aachen, 2016 Uraufführung des Tanztheaterstücks «Happy Hunting Ground» im Democrazy Theatre Bangkok und am Staatstheater Karlsruhe, 2017 Uraufführung des Musiktheaters «Alzheim» am Konzert Theater Bern, für das er das Libretto verfasste, 2018 Uraufführung des brasilianisch-deutschen Theaterprojekts «Fremde Heimat» in Porto Alegre und am Staatstheater Karlsruhe. Für das Residenztheater war Jürgen Berger zuständig für die südkoreanisch-deutsche Koproduktion «Borderline» in der Spielzeit 2020/2021.

In der Spielzeit 2022/2023 übernimmt Jürgen Berger zusammen mit Almut Wagner die Dramaturgie für seine Dokufiktion «I Don't Care ไม่ว่าอย่างไร», eine Kooperation des B-Floor Theatre Thailand und des Residenztheaters.

Stücke

Auf der Grundlage von Interviews, die der Journalist und Autor Jürgen Berger zwischen zwischen 2017 und 2022 mit trans* Personen in Thailand und Deutschland geführt hat, erforscht diese internationale Koproduktion den gesellschaftlichen Zwischenraum, in dem diese Menschen in beiden Ländern leben. Wie gehen sie damit um, dass ihre Selbstwahrnehmung und die Art, in der sie von anderen gelesen werden, oft in Konflikt geraten? Welche alternativen Entwürfe von Identität stellen sie der binären Norm der Mehrheitsgesellschaft entgegen?

I Don't Care ไม่ว่าอย่างไร
Premierein München
Marstall, 20.00 Uhr
Fr 14 Okt
Marstall, 20.00 Uhr
Sa 15 Okt
Marstall, 19.00 Uhr
So 16 Okt
Marstall, 20.00 Uhr
Di 18 Okt
Marstall, 20.00 Uhr
Mi 19 Okt
Marstall, 20.00 Uhr
Do 20 Okt