Untergänge
Über Miroslav Krleža und seine Trilogie
„Um sein Handwerk rechtschaffen auszuüben, muss der Schriftsteller Dissident, ja sogar Defätist in Bezug auf den Staat und die Institutionen, auf Nation und Autoritäten sein. Er ist der verlorene Sohn, der zu seinem väterlichen Herd nur zurückkehrt, um von ihm erneut fortzuziehen. Die Negation ist seine Form der Annahme der Welt.“ (Miroslav Krleža)
premiert heute mit der Bayerischen Theaterakademie August Everding: gleich feiert Gregor Tureceks Inszenierung von Ewald Palmetshofers "hamlet ist tot. keine schwerkraft" im Marstall Premiere. Toitoitoi!
hamlet ist tot. keine schwerkraft (FOTOGALERIE)
Handspring Puppet Company
Die Handspring Puppet Company, 1981 in Kapstadt gegründet, beheimatete unter der künstlerischen Leitung von Basil Jones und Adrian Kohler in den letzten dreißig Jahren Puppenspieler, Puppendesigner und -bauer. "Stiller" ist die erste Produktion der Company in Deutschland mit einem deutschen Theater.
"Man geht ja so einsam und tastet nach einer Hand, die einen hielte." ("Leonce und Lena. Dunkle Nacht der Seele" nach Georg Büchner, ab 23. Juni im Residenztheater)
Wie fängt man an?
ENTE, TOD UND TULPE (FOTOGALERIE)
Ente, Tod und Tulpe Programmheft (PDF)
Stiller Programmheft (PDF)
STILLER (FOTOGALERIE)
Die Anstrengung einer Erinnerung
Interview
Vor der Premiere von "Stiller" sprach Dramaturg Andreas Karlaganis mit den beiden künstlerischen Leitern der weltbekannten Handspring Puppet Company Basil Jones und Mervyn Millar über ihre außergewöhnliche Arbeit an dieser Produktion, bei der sowohl Schauspieler als auch Puppen auf der Bühne stehen: "Wir sagen oft, dass ein Schauspieler nicht sterben kann. Er lebt immer, wenn er auf der Bühne ist. Im Unterschied zur Puppe, die erstmal tot ist. Die Arbeit der Puppenspieler besteht darin, sie zum Leben zu bringen. Wenn wir Schauspieler zu Puppenspielern ausbilden, investieren wir viel Zeit darin, die Illusion von Leben in ein Objekt zu bringen und wie man dieses Leben mit Emotion und Gedanken verknüpft."
"Ich habe keine Sprache für meine Wirklichkeit." (Max Frisch, "Stiller" - ab morgen im Cuvilliéstheater)
Überraschung für Robert Niemann zur letzten "Hamletmaschine": zur Dernière gab's eine hochkarätige Statisten-Fancrowd mit hundert Ensemblemitgliedern und Kollegen!
"Like Anatol Stiller, I have escaped from my normal life"
STILLER BACKSTAGE (FOTOGALERIE)
"Wer bist du und was schleichst du hinter mir her?"
Wolf Erlbruch, "Ente, Tod und Tulpe"
In Agonie Programmheft (PDF)
"Krieg, das ist es! Das ist es, was wir brauchen! Das wird uns retten!" morgen feiert Martin Kušejs Mammut-Inszenierung von "In Agonie" im Residenztheater Premiere.
"Krieg, das ist es! Das ist es, was wir brauchen! Das wird uns retten!"
MIROSLAV KRLEŽA, "IN AGONIE"
IN AGONIE (FOTOGALERIE)
Heiner Müller Festival
"Und Morgen wird gemacht aus Jetzt und Hier"
Das Residenztheater lädt vom 24. bis 26. Mai zu einem Heiner-Müller-Wochenende mit Eigenproduktionen und Gastspielen rund um Heiner Müller und seine Themen Revolution und Geschichte, u.a. mit Dimiter Gotscheffs "Zement" und seiner Inszenierung von "VERKOMMENES UFER MEDEAMATERIAL LANDSCHAFT MIT ARGONAUTEN | Mommsens Block" vom Deutschen Theater Berlin.
GOTSCHEFF BRINGT NICHTS
"eine eigene Kraft, die die Realität in Frage stellt"
Die Abendzeitung sprach vor dem Heiner Müller Festival mit Regiestudentin Magali Tosato über ihre Inszenierung von "Der Auftrag" und wieso man heute noch Heiner Müller inszenieren soll: "Die besondere Sprache von Müller hat mich gefangen genommen. Sie dient nicht nur der Kommunikation, sondern entwickelt einen Eigenwert, eine eigene Kraft, die die Realität in Frage stellt und neu erschafft."
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