Kušej-Statement zum "Baal"-Vergleich

"Der Suhrkamp Verlag hat das Residenztheater auf die sofortige Einstellung weiterer Aufführungen der 'Baal'-Inszenierung von Frank Castorf und Zahlung einer Vertragsstrafe verklagt. Gestern ist es nach sechseinhalbstündiger Verhandlung vor dem Landgericht München zu einem Vergleich gekommen, der die Minimalpositionen beider Seiten abbildet: Die Inszenierung in ihrer jetzigen Form kann noch einmal in München und einmal beim Theatertreffen in Berlin gezeigt werden. Man kann uns aber natürlich nicht das Theaterspielen verbieten, sondern nur die Verwendung bestimmter Texte in bestimmten Zusammenhängen. Wir werden daher selbstverständlich nach einem kreativen Umgang mit der entstandenen Situation suchen. Das sind wir dieser wirklich außergewöhnlichen Inszenierung, allen Beteiligten auf und hinter der Bühne und vor allem dem Publikum schuldig." Martin Kušej, Intendant des Residenztheaters, 19. Februar 2015

Die letzte Vorstellung von Frank Castorfs "Baal"-Inszenierung in München findet am 28. Februar statt. Diese Aufführung befindet sich seit Ende Januar im Vorverkauf und ist bereits ausverkauft. Für die Aufführung am 9. März, die ebenfalls schon im Vorverkauf war, ist eine Ersatzvorstellung in Planung. Kunden, die für diesen Termin bereits Karten erworben haben, werden baldmöglich benachrichtigt.

Baal

Baal

von Bertolt Brecht

Baal