FACE FAUST

Im Blog versucht Albert Ostermaier, der dramaturgisch an Martin Kušejs "Faust"-Inszenierung mitgearbeitet hat, zu ergründen, wieso ein längst tot geglaubter Text für ihn am Ende plötzlich lebendiger denn je geworden ist – "unmittelbar, direkt, störend und verstörend, widersprüchlich und ohnmächtig mächtig wie die Wirklichkeit". MEHR ...
FACE FAUST
05 Jun 14
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ein neuer FAUST für München: ab heute im Residenztheater!

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Ist Lew Katz ein moderner Faust?

Im Zentrum von Nis-Momme Stockmanns "Phosphoros" lebt und lehrt der Uniprofessor Lew Katz. Er unterrichtet theoretische Physik und tut sich mit den zeitgenössischen Umständen an den hiesigen Universitäten schwer. Er will die Studenten zu eigenständigem Denken anregen darüber, "was die Welt im Innersten zusammenhält" und schimpft über den Unibetrieb. Seine Gedankenwelt bleibt den Studenten fremd. Er bekommt Probleme mit der Univerwaltung und auch in Lews Privatleben, seiner "kleinen Welt", läuft einiges verkehrt. Ist Lew Katz ein moderner Faust?

Ist Lew Katz ein moderner Faust?

Faust ist einer wie wir

Interview

Im Interview mit der Nachrichtenagentur dpa spricht Regisseur Martin Kušej vor der Premiere von "Faust" über den Charakter seines Fausts, den Respekt vor dem Stoff und erklärt, warum in seiner Inszenierung Mephisto von einer Frau gespielt wird: "Faust ist einer wie wir. In unserer Textfassung finden sich auch Elemente aus 'Faust II', und schnell ergibt sich das Bild eines Mannes, der alles hat, aber unbefriedigt ist wie am ersten Tag, nicht mehr ganz jung, noch lange nicht alt, mit gelebtem Leben hinter sich und der bangen Frage: Das soll es jetzt also sein? Er kennt Sex, er kennt Drogen, er kennt Bücher, er kennt Menschen – und jagt wie wir alle weiter, auf der Suche nach dem immer neuen, nach dem immer besseren, nach dem ultimativen Kick. Stillstand erträgt er nicht."

Faust ist einer wie wir
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Faust am Resi

Der Juni steht ganz im Zeichen von "Faust": Intendant Martin Kušej inszeniert im Residenztheater "der Tragödie erster Teil" von Johann Wolfgang Goethe, Premiere ist am 5. Juni 2014. Die letzte "Faust"-Interpretation am Residenztheater liegt über 30 Jahre zurück. Daneben wird Johan Simons, Intendant der Münchner Kammerspiele, als Gastregisseur im Cuvilliéstheater Elfriede Jelineks "FaustIn and out" auf die Bühne bringen. Auch die Uraufführung von Nis-Momme Stockmanns "Phosphoros" beschäftigt sich mit Themen aus "Faust". Und im Juli werden sich sieben junge Regisseure im Rahmen unseres Sommerfestivals "Marstallplan" mit "Faust II" auseinandersetzen.

Faust am Resi

"Den lieb ich, der Unmögliches begehrt." Goethe, "Faust II"

Europäisches Autorenprojekt "Fabulamundi. Playwriting Europe" am Resi

Lesemarathon am 31. Mai im Marstall

Im Rahmen des europäischen Autoren-Austauschprojektes "Fabulamundi.Playwriting Europe" werden am 31. Mai 2014 im Marstall drei Stücke aus drei Nationen in szenischen Lesungen vorgestellt. Das Residenztheater wirft nach dem länderübergreifenden Projekt "CALL ME GOD" nun einen Blick nach Italien, Rumänien und Frankreich – und stellt mit Lucia Calamaro, Gianina Cărbunariu und Frédéric Sonntag drei junge Dramatiker in Deutschland vor. Die szenischen Lesungen von "Der Ursprung der Welt. Portrait eines Innenraums" (Lucia Calamaro), "Michaela, der Tiger unserer Stadt" (Gianina Cărbunariu) und "George Kaplan" (Frédéric Sonntag) werden von Laura Olivi, Christoph Hetzenecker und Christoph Todt mit Mitgliedern des Ensembles eingerichtet.

Europäisches Autorenprojekt "Fabulamundi. Playwriting Europe" am Resi
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Uraufführung von "Phosphoros" bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen

Am 31. Mai 2014 feiert im Rahmen der Ruhrfestspiele Recklinghausen Nis-Momme Stockmanns neuestes Drama "Phosphoros" Uraufführung. Die Inszenierung von Anne Lenk mit Schauspielern des Resi-Ensembles ist im Anschluss im Marstall zu sehen. "Ein Stück über das dämliche Wort 'Schicksal', die Macht des Einzelnen, über die Masse und sein Individuum, über die Zeit, über Kontrolle und vor allem über die gängige Verwechslung von Angst mit Liebe" beschreibt der Autor Nis-Momme Stockmann seinen neuen Theatertext, der im Auftrag des Münchner Residenztheaters entstanden, einen wahnwitzigen Chor von verzweifelt liebenden Zeitgenossen auf groteske Art und Weise zum klingen bringt.

Uraufführung von "Phosphoros" bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen
27 Mai 14

"Frau Beglau bitte auf die Unterbühne: Mephisto bitte in die Unterwelt." #Durchruf #FAUST

"Und Sie liegen nachts wach und fragen sich, wo all die Möglich- keiten und Wege, wo all das Licht hin ist." Nis-Momme Stock- mann, "Phos- phoros"

"Im wunderschönen Monat Mai" (Fotogalerie)

23 Mai 14
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willkommen, bienvenue, welcome: unser Ensemble singt für euch! wir laden euch alle heute und am 28. Mai zu unserem Liederabend "Im wunderschönen Monat Mai" ins Resi ein.

Die Befristeten Programmheft (PDF)

Die Befristeten Programmheft (PDF)
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DIE BEFRISTETEN (FOTOGALERIE)

MUSIK - THEATER - NAVIGATION / OPER OHNE GESANG

von Detlev Glanert

Musik zu gesprochenen Worten ist etwas außerordentlich Faszinierendes; im 19. Jahrhundert als Melodram eine eigene Gattung, im 20. Jahrhundert teilweise in die Filmmusik hinübergewechselt, bleibt es bis heute für Komponisten wie mich ein ungewöhnlicher Anziehungspunkt, weil man mit zwei verschiedenen Paar Ohren arbeiten muß und zugleich neue Versuche der Symbiose unternehmen kann.

MUSIK - THEATER - NAVIGATION / OPER OHNE GESANG
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Valery Tscheplanowa erhält Alfred-Kerr-Darstellerpreis des Theatertreffens 2014

Resi-Ensemblemitglied Valery Tscheplanowa erhält den diesjährigen Alfred-Kerr-Darstellerpreis für die beste Leistung eines jungen Schauspielers/einer jungen Schauspielerin im Rahmen des Theatertreffens für ihre Rolle der "Njurka" in Dimiter Gotscheffs Inszenierung von "Zement", mit der das 51. Berliner Theatertreffen am 2. Mai eröffnet wurde. Die Allein-Jurorin Edith Clever hat nach Besuch aller zum Theatertreffen 2014 eingeladenen Inszenierungen diese Entscheidung getroffen. Der Preis ist mit 5.000 € dotiert. Die Preisverleihung fand am letztes Tag des des Theatertreffens im Haus der Berliner Festspiele statt.

Valery Tscheplanowa erhält Alfred-Kerr-Darstellerpreis des Theatertreffens 2014

Mit "Mozart" auf der Probe

Mit der Uraufführung von "Die Befristeten" endet die sechswöchige Probezeit eines außergewöhnlichen Musiktheater-Projektes: Komponist Detlev Glanert schrieb während der Proben die Musik parallel zu Nico Hümpels Inszenierung. Regieassistent Christoph Hetzenecker berichtet im Blog über die Gleichzeitigkeit des Entstehungsprozesses von Musik und Szene. MEHR ...
Mit "Mozart" auf der Probe
16 Mai 14
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Resi auf Reisen: Toitoitoi für das ganze Team von "Hedda Gabler" für das Gastspiel in Klagenfurt!

Das Residenztheater trauert um Rolf Boysen

Der Schauspieler Rolf Boysen verstarb am 16. Mai 2014 im Alter von 94 Jahren in München. Er prägte über Jahrzehnte die deutsche Theaterlandschaft. Der große Schauspieler konnte auf ein langes und reiches Bühnenleben zurückblicken mit den bedeutendsten Rollen der Dramenliteratur. Bis ins hohe Alter blieb Boysen der Bühne treu und gab im Residenztheater den Shylock in "Der Kaufmann von Venedig" (2001) sowie den Karl an der Seite von Thomas Holtzmann in Thomas Bernhards "Der Schein trügt" (2001) . Zuletzt brillierte er 2005 in Euripides "Die Backchen" in der Rolle des Dionysos. Am 2. Juli 2012 war er am Residenztheater zum letzten Mal mit der Lesung "Der Wij" von Nikolai Gogol in der Reihe "Nachtseiten" auf der Bühne zu erleben.

Das Residenztheater trauert um Rolf Boysen
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Diskussionsreihe "Alltag und Rassismus"

Im Rahmen der Initiative "Kunst und Kultur für Respekt"

Im Anschluss an einzelne Aufführungen der Inszenierung "Urteile" findet in Kooperation mit der städtischen Fachstelle gegen Rechtsextremismus (FgR) der Landeshauptstadt München die Diskussionsreihe "Alltag und Rassismus" mit den drei Themenschwerpunkten "Medien", "Staat" und "Kultur" statt. Sie richtet sich sowohl an das Publikum von "Urteile" als auch an alle Interessierte. Der Eintritt zu beiden Veranstaltungen ist frei!

Diskussionsreihe "Alltag und Rassismus"

Frühlings Erwachen! (LIVE FAST - DIE YOUNG) Programmheft (PDF)

Frühlings Erwachen! (LIVE FAST - DIE YOUNG) Programmheft (PDF)
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FOTOSTRECKE SPIELZEITHEFT 2014/2015 MYRZIK JARISCH (FOTOGALERIE)

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"Wie einem das Herz hämmert!"
Nuran David Calis, "Frühlings Erwachen!"

FRÜHLINGS ERWACHEN! (LIVE FAST - DIE YOUNG) (FOTOGALERIE)

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Gísli Örn Garðarssons "Sturm" zum Start der Ruhrfestspiele Recklinghausen 2014

Die Ruhrfestspiele Recklinghausen 2014 stehen unter dem Titel "Inselreiche". Passend dazu wurde das Festival am 3. Mai 2014 mit Gísli Örn Garðarssons Inszenierung von Shakespeares "Der Sturm" eröffnet, das in Koproduktion mit den Ruhrfestspielen entstanden ist. Ende Mai wird bei den Ruhrfestspielen zudem Nis-Momme Stockmanns "Phosphoros" in einer Inszenierung von Anne Lenk uraufgeführt.

Gísli Örn Garðarssons "Sturm" zum Start der Ruhrfestspiele Recklinghausen 2014
02 Mai 14

riesengroßer Jubel für Mitkos "Zement"-Inszenierung und eine monumentale Eröffnung des 51. #Theatertreffens! #TT14 http://t.co/sEKgjMD0sU

Fernsehausstrahlung von "Zement" am 3. Mai auf 3sat

Anlässlich des Berliner Theatertreffens 2014 wurde Dimiter Gotscheffs Inszenierung von Heiner Müllers "Zement", die am 2. Mai 2014 das Theatertreffen eröffnet, von ZDF/3sat fürs Fernsehen aufgezeichnet. Die Ausstrahlung findet am Samstag, den 3. Mai 2014, um 20.15 Uhr auf 3sat statt!

Fernsehausstrahlung von "Zement" am 3. Mai auf 3sat

"Innere Erschütterung"

Interview

Zur Eröffnung des Berliner Theatertreffens sprach Bibiana Beglau mit dem Berliner Tagesspiegel über Frank Castorf, Einbauküchen und Dimiter Gotscheffs "Zement"-Inszenierung, die das Theatertreffen eröffnet."'Zement' wollte Mitko schon immer machen. Der Aufbruch dieses über Jahrhunderte geschundenen Volkes, das einfach nicht mehr kann und sich lieber über vier Generationen erschießen lässt, damit die fünfte vielleicht einen Apfel mehr und eine Arbeitsstunde weniger hat, dieses Helle der Revolution hatte für ihn die gleiche Wertigkeit wie die Kehrseite: der Verrat, der Fanatismus, die Säuberungen. (…) Es ist Mitko gelungen, diese innere Erschütterung, diese Moleküle in den Leuten zum Vibrieren zu bringen. Du spürst das manchmal richtig im Publikum."

"Innere Erschütterung"
29 Apr 14
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Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin: auf geht's zum Theatertreffen mit fünf LKWs voller "Zement"!