Trilogie der Sommerfrische

Oder: Frivole Sommerfrische in möglicherweise drei Liebes-Akten

nach Carlo Goldoni, übersetzt und bearbeitet von Sabrina Zwach

Carlo Goldoni und Rimini fasst man für gewöhnlich nicht in einem Gedanken zusammen, dabei läge dies doch sehr nahe. Nicht nur, weil der italienische Komödiendichter seine Ausbildung zum Juristen unter anderem in Rimini genoss, sondern auch, weil er in seinem 1761 verfassten Stück "Trilogia della villeggiatura" ein bisschen vom Horror vorwegnahm, den die Menschheit allsommerlich an Orten wie Rimini verbreitet: Die Sommerfrische.

Herbert Fritsch inszeniert zum zweiten Mal in München und wer seine Inszenierungen kennt, weiß, dass es hier ebenso wenig um geistige, visuelle oder akustische Erholung gehen kann, wie im Stück selbst. Unter dem Titel „Frivole Sommerfrische in möglicherweise drei Liebes- Akten“(Sabrina Zwach) geht Fritsch mit dem Ensemble auf eine Reise und erzählt Mikrodramen von überschuldeten, aber amüsier- und genussfreudigen Damen und Herren, von den dringenden Fragen, wer in welchem Wagen fährt und wer wen wie liebt und wem die Liebe am Ende am meisten einbringt, wobei die Leidenschaft stets im Vordergrund steht. Getreu dem Grundsatz, dass sich ein Mensch in seiner Leidenschaft lieber verlieren soll, als die Leidenschaft verlieren darf, weil er sonst verloren wäre, nimmt die Fritsch-Reise ihren traurigen Verlauf. Ausgestattet wird die Reisegruppe von Victoria Behr. München wird staunend begreifen, welche Moden die Ferien bringen können.

  • premiere 03 Jul 14
  • Vorstellungsdauer ca. 2 std. 10
  • Keine Pause
  • Regie, Bühne + Video Herbert Fritsch
  • Kostüme Victoria Behr
  • Live-Musik Carsten "Erobique" Meyer
  • Licht Tobias Löffler
  • Dramaturgie Sabrina Zwach + Laura Olivi
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Trilogie der Sommerfrische Programmheft (PDF)

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Trilogie der Sommerfrische

Inhaltsangabe

Die Bürger von Livorno vollziehen jedes Jahr nach der Weinlese ein gesellschaftliches Moderitual: Sie begeben sich in die Sommerfrische nach Montenero. Eigentlich kann sich das kaum einer leisten, aber das kann wiederum keiner zugeben. So macht sich auch Filippo, der gutmütige Vater der verwöhnten und selbstbewussten Giacinta, mit seiner Schwester Sabina und dem jugendlichen Guglielmo auf zu seinem Landsitz. Dumm nur, dass Leonardo, der um Giacintas Hand anhalten möchte, eigentlich auch in Filippos Wagen mitfahren wollte und entrüstet seine Teilnahme an der Sommerfrische absagt.

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