Torquato Tasso

von Johann Wolfgang Goethe

Der Dichter Torquato Tasso, am Hof des Fürsten von Ferrara gerade für die Fertigstellung seines neuen Manuskripts geehrt, hadert mit seiner Rolle als Unterhaltungsarbeiter für anregende Mußestunden, dem im realen Getriebe der Welt und der Politik nichts zugetraut wird. Eifersüchtig legt er sich mit dem Diplomaten Antonio an, der für Ferrara soeben einen politischen Erfolg errungen hat, und wird dafür mit Hausarrest bestraft. Als man die Strafe gnädig aufhebt, möchte er von seiner wiedererlangten Freiheit Gebrauch machen und den Einflussbereich des Mäzens verlassen, muss aber feststellen, dass man sich weigert, ihm das Manuskript wieder auszuhändigen. Die Dichtung gehört dem, der für sie bezahlt hat. Und das ist offensichtlich nicht der Dichter. Der Widerspruch beherrscht aber nicht nur die Beziehung zwischen Künstler und zahlendem Publikum, sondern tobt in Tasso selbst, der Schauplatz des Dramas, könnte man sagen, ist sein Kopf, in dem ein Stück entsteht, das nicht fertig werden will.

Philipp Preuss, in Bregenz geboren, ist Regisseur, Autor und bildender Künstler, dessen Arbeiten unter Einsatz verschiedener Medien bilderreich und versonnen den Strukturen der Texte nachgehen, mit denen sie sich befassen. "Reines" Theater also, wenn man so will.

  • premiere 20 Feb 15
  • Vorstellungsdauer ca. 1 std. 45
  • Keine Pause
  • Regie Philipp Preuss
  • Bühne Ramallah Aubrecht
  • Kostüme Katharina Tasch
  • Komposition + Live-Musik Kornelius Heidebrecht
  • Licht Mariella von Vequel-Westernach
  • Video Konny Keller
  • Dramaturgie Sebastian Huber
mit

Auszeichnungen für Valery Tscheplanowa, Franz Pätzold und "König Ödipus"

AZ-Sterne des Jahres sowie tz-Rosensträuße des Jahres für Resi-Schauspieler

Zum Jahresende wurden die beiden Resi-Ensemblemitglieder Valery Tscheplanowa und Franz Pätzold mit den Kulturpreisen der Münchner Abendzeitung sowie der tz ausgezeichnet. Valery Tscheplanowa erhielt sowohl den AZ-"Stern des Jahres" als "beste Schauspielerin“ als auch den tz-Rosenstrauß des Jahres, mit denen die Kulturredaktionen der beiden Tageszeitungen jedes Jahr herausragende Persönlichkeiten und Leistungen aus dem Münchner Kulturleben auszeichnen. Resi-Schauspieler Franz Pätzold erhielt ebenfalls den "Stern des Jahres" der Abendzeitung als "bester Schauspieler" für seine Rollen in "Baal", "Balkan macht frei" und "Philoktet". Die tz zeichnete zudem Mateja Koležniks Inszenierung von "König Ödipus" mit einem Rosenstrauß aus.

Auszeichnungen für Valery Tscheplanowa, Franz Pätzold und "König Ödipus"

"Ausnahme-Schauspielerin": Bayerischer Kunstförderpreis 2015 für Valery Tscheplanowa

Valery Tscheplanowa, die seit 2013 dem Resi-Ensemble angehört, wird für ihre Arbeit am Residenztheater mit dem Bayerischen Kunstförderpreis 2015 in der Sparte "Darstellende Kunst" ausgezeichnet. Die Jury hält Valery Tscheplanowa für eine "hinreißende Ausnahmeschauspielerin", die bisweilen wie ein Wesen aus einer Zwischenwelt erscheine, und einen rätseln lasse, ob sie gerade dabei ist, sich ein eigenes Rollenfach zu schaffen, das sie ganz alleine besetzt.

"Ausnahme-Schauspielerin": Bayerischer Kunstförderpreis 2015 für Valery Tscheplanowa
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Torquato Tasso

Inhaltsangabe

Goethe war bereits ein europaweit gefeierter Schriftsteller, als er dem Ruf an den Hof nach Weimar folgte und vom dortigen Herzog Karl August zum Berater und zeitweiligen Finanzminister berufen wurde. Nach zehn Jahren mehr oder minder erfolgreichen politischen Wirkens, musste er feststellen, dass er in der ganzen Zeit kein größeres literarisches Werk mehr abgeschlossen hatte. Zu den liegengebliebenen Entwürfen zählte ein Stück über den italienischen Renaissance-Dichter Torquato Tasso.

Torquato Tasso

Man muss verschlimmern!

Vor der Premiere von Goethes "Torquato Tasso" sprach Sebastian Huber mit dem Regisseur, Autor und bildenden Künstler Philipp Preuss, der sich in seinen Arbeiten intensiv mit der Künstlerfigur und ihrer Bedeutung auseinandersetzt, über eine veränderte Wahrnehmung des Künstlers und damit auch der Kunst. MEHR ...
Man muss verschlimmern!

"Erlaubt ist was gefällt."
Johann Wolf- gang Goethe, "Tor- quato Tasso"

Spielzeit 2014/2015

Wirklichkeitsflüchtige aus Bayern und der Welt: Hier finden Sie eine Übersicht über die Premieren und geplanten Projekte der Spielzeit 2014/2015! Weitere Infos zu den einzelnen Produktionen finden Sie auch in unserem neuen Spielzeitheft, das Sie hier online lesen bzw. hier herunterladen können (PDF).

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