Persona

von Ingmar Bergman

Die Schauspielerin Elisabet Vogler ist während einer „Elektra“-Vorstellung plötzlich verstummt. Sie hat seit drei Monaten nicht gesprochen und wird der Pflege einer Krankenschwester anvertraut. Zwischen den beiden Frauen, der schweigenden und der sprechenden, entwickelt sich eine intensive Beziehung bis an die Grenzen der absoluten Identifikation, der Identitätsauflösung. Da Elisabet als körperlich und geistig gesund gilt, muss ihr Verstummen als ein willentlicher Akt, als Widerstandshandlung verstanden werden.

Das Problem von Sprache als Mittel der Verständigung steht im Zentrum des Films „Persona“ von Ingmar Bergman aus dem Jahr 1966. Die Koproduktion mit dem Habima Theater wird in beiden Städten gezeigt: In den Vorstellungen in Tel Aviv spielt Juliane Köhler die Rolle der Elisabet, in München die russisch-israelische Schauspielerin Evgenia Dodina.

Mit Unterstützung von

      

  • Vorstellungsdauer ca. 1 std. 15
  • Keine Pause
  • Regie Amelie Niermeyer
  • Bühne Alexander Müller-Elmau
  • Kostüme Kirsten Dephoff
  • Musik Fabian Kalker
  • Licht Gerrit Jurda
  • Video Meike Ebert
  • Dramaturgie Sebastian Huber
mit

Persona / פרסונה

Doppelvorstellung auf Deutsch und Hebräisch

Ein Gastspiel der ungleichen Zwillingsinzenierung: Am 10. Januar sind im Marstall die hebräische und die deutsche Version von "Persona" an einem Abend zu sehen.

Persona / פרסונה
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"Unaussprechliche Wahrheiten"

Die Abendschau des Bayerischen Fernsehens berichtet über "unaussprechliche Wahrheiten" in Amélie Niermeyers "Persona"-Inszenierung und hat mit Juliane Köhler und Evgenia Dodina über die außergewöhnliche Kooperation gesprochen.

"Unaussprechliche Wahrheiten"
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Wechselnde Identitäten

AZ-Gespräch zu "Persona"

Zur Premiere der deutsch-israelischen Ko-Produktion von Ingmar Bergmans "Persona" sprach Gabriella Lorenz mit Juliane Köhler und Evgenya Dodina, die abwechselnd am Residenztheater bzw. am Habima Theater in Tel Aviv die Rolle der stummen Elisabet übernehmen: "Das Schweigen hat etwas, was süchtig macht. Man findet seine eigene Wahrheit. Niemand von uns ist wirklich frei. Wollte man das versuchen, würde man immer andere verletzen."

Wechselnde Identitäten

Auszug aus Bergmans Autobiografie "Laterna Magica"

Mein selbstgewähltes Exil begann im Frühjahr 1976 in Paris. Durch Zufall landete ich nach einigem Herumirren in München. Ein weiterer Zufall brachte mich ans Residenztheater, dem bayerischen Gegenstück zum Königlichen Schauspielhaus in Stockholm...

Auszug aus Bergmans Autobiografie "Laterna Magica"

Maske und Charakter

Einige Bemerkungen zu Ingmar Bergmans "Persona"

Wenn man immer nur die Wahrheit sagen wollte, und nichts als die Wahrheit, wenn man alles vermeiden wollte, was auch nur den Anschein der Unehrlichkeit, der Lüge, des Vorgetäuschten erwecken könnte, dann müsste man wahrscheinlich in letzter Konsequenz - schweigen.

Maske und Charakter
19 Jul 12

"Es gibt keine Grenzen. Weder für Gedanken, noch für Gefühle. Es ist die Angst, die immer Grenzen setzt." (Ingmar Bergman)

Ingmar Bergman in München

Zwischen 1976 und 1985 lebte Ingmar Bergman in München und arbeitete mehrere Jahre am Residenztheater, inszenierte hier u.a. Stücke von Molière, Henrik Ibsen und August Strindberg. Für die Süddeutsche Zeitung blickt Theaterkritiker Joachim Kaiser auf Bergmans Jahre am Bayerischen Staatsschauspiel zurück - ein "Glücksfall" für Münchens Theaterleben.

Ingmar Bergman in München