Peer Gynt

von Henrik Ibsen

in einer Übersetzung von Angelika Gundlach

Das berühmte Bild von der Zwiebel, die nur aus Häuten besteht und kein Inneres, kein Zentrum, keine Substanz besitzt, treibt Peer Gynt, den zweiten großen Kern-Forscher der europäischen Dramatik neben Goethes Faust, am Ende seines Lebens zur Verzweiflung. Zerrissen zwischen dem Begehren, nicht er selbst sein zu wollen und nichts anderes als er selbst sein zu wollen, zwischen seinem unbändigen Freiheitsdrang, der keine Festlegung auf bestimmte Haltungen und Prinzipien erlaubt, und der Sehnsucht nach einem starken, unverwechselbaren Ich mit unwandelbaren Charakterzügen rast Peer durch die Welt. Ein Außenseiter, der in der bäuerlichen Umgebung seiner norwegischen Heimat keinen Halt und keine Perspektive findet, macht er sich auf den Weg über Amerika, wo er Großreeder wird, nach Nordafrika, wo er von Wüstensiedlungen träumt und als Prophet auftritt, bis er schließlich in der Irrenanstalt von Kairo landet. Die erträumte Rückkehr führt in eine radikal veränderte innere Landschaft, behaust von allegorischen Gestalten, die Peer zwingen wollen, Bilanz zu ziehen, und von einer großen Liebe, die ein Leben lang gewartet haben könnte.

 

 

  • premiere 14 Nov 14
  • Vorstellungsdauer ca. 2 std. 40
  • eine pause
  • Regie David Bösch
  • Bühne + Video Falko Herold
  • Kostüme Meentje Nielsen
  • Musik Bernhard Moshammer
  • Licht Tobias Löffler
  • Dramaturgie Sebastian Huber
mit

Wohnwagen im Zauberwald: "Peer Gynt" im Resi!

Wohnwagen im Zauberwald: "Peer Gynt" im Resi!

Reinigung im Zauberwald.

Reinigung im Zauberwald.
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AZ-"Stern des Jahres" für Shenja Lacher

Auszeichnung als "bester Schauspieler"

Resi-Ensemblemitglied Shenja Lacher erhielt den "Stern des Jahres" der Münchner Abendzeitung als "bester Schauspieler", mit dem die Kulturredaktion jedes Jahr herausragende Persönlichkeiten aus dem Münchner Kulturleben auszeichnet. Die Verleihung fand am 13. Februar 2015 im Münchner Lustspielhaus statt. In der Jurybegründung hiße es u.a.: "Unter Kusej ist er in Hauptrollen zu sehen – weil er so einen Abend locker auf gestählten Schultern tragen kann.

AZ-"Stern des Jahres" für Shenja Lacher

"Faust" und "Peer Gynt" unter den "zehn wichtigsten Inszenierungen" bei Nachtkritik-Voting

Bei einer Abstimmung des Theaterportals nachtkritik.de wurden sowohl Martin Kušejs "Faust"-Inszenierung als auch David Böschs Version von "Peer Gynt" unter die "zehn wichtigsten Inszenierungen des vergangenen Jahres" gewählt. Aus 45 Inszenierungen des letzten Jahres, die von der nachtkritik.de-Redaktion nominiert wurden, wählten die Leserinnen und Leser ihre zehn Favoriten für dieses "virtuelle Theatertreffen". Das Residenztheater schaffte es als einziges Haus gleich mit zwei Inszenierungen in die Endauswahl! Hier finden Sie die gesamte Auswahl des virtuellen Nachtkritik-Theatertreffens 2015.

"Faust" und "Peer Gynt" unter den "zehn wichtigsten Inszenierungen" bei Nachtkritik-Voting
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