Orest

von John von Düffel nach Sophokles, Aischylos, Euripides

Siegreich aus dem trojanischen Krieg zurückgekehrt, wurde der griechische Feldherr Agamemnon von seiner Frau Klytämnestra und ihrem Liebhaber Ägisth erschlagen. Sieben Jahre hat seine Tochter Elektra gewartet, bis ihr verbannter Bruder zurückkehrt und sie gemeinsam Rache an Mutter und Stiefvater nehmen können. Mit dem Mord müsste der Machtwechsel einhergehen. Doch was kommt nach dem Umsturz?

Sechs lange Tage sieht sich Orest nicht in der Lage, die politischen Konsequenzen zu ziehen und die Macht zu behaupten. Schließlich werden die Geschwister vom Volk zum Tode verurteilt und treten die Flucht nach vorne an. Der „Orest“ des Euripides stellt die Frage nach den psychischen, moralischen und politischen Folgen dieses berühmtesten Muttermords der Geschichte. In seiner Fassung erzählt John von Düffel das Drama des Euripides unter Einbeziehung der Vorgeschichte (wie sie bei Sophokles und Aischylos geschildert ist) neu.

  • Vorstellungsdauer ca. 2 std. 30
  • eine pause
  • Regie David Bösch
  • Bühne + Video Falko Herold
  • Kostüme Meentje Nielsen
  • Musik Bernhard Moshammer
  • Licht Tobias Löffler
  • Dramaturgie Sebastian Huber
mit
03 Dez 14
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heute zum 25. Mal im Resi: David Böschs Inszenierung von "Orest"!

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Shenja Lacher erhält Kurt-Meisel-Preis 2014

Verleihung zusammen mit dem Marstallplan-Publikumspreis am 20. Juli 2014

Residenztheater-Ensemblemitglied Shenja Lacher erhält den mit 5.000 Euro dotierten Kurt-Meisel-Preis 2014 des Vereins der Freunde des Residenztheaters. Die Mitglieder des Vereins würdigen damit Lachers herausragende schauspielerische Leistungen am Residenztheater, dessen Ensemble er seit 2008 angehört. Der diesjährige Förderpreis wird erstmals als Publikumspreis zum Abschluss des Marstallplans an eine der sechs Festival-Inszenierungen vergeben. Der Förderpreis ist dieses Jahr mit 6.000 Euro dotiert, die Bekanntgabe ist im Rahmen der Preisverleihung am 20. Juli 2014. Die feierliche Verleihung der Preise findet im Rahmen einer öffentlichen Theatermatinee im Residenztheater am Sonntag, den 20. Juli, um 11.00 Uhr statt. Der Eintritt ist frei.

Shenja Lacher erhält Kurt-Meisel-Preis 2014

"Welt" kürt die "besten Theateraufführungen des Jahres"

Die Feuilleton-Redaktion der Tageszeitung "Die Welt" kürte in einem Jahresrückblick die "besten Theateraufführungen des Jahres 2013". Unter diesen zehn "Glückserlebnissen" der "Welt"-Kritiker finden sich drei Inszenierungen des Residenztheaters: Dimiter Gotscheffs Inszenierung von Heiner Müllers "Zement" ("Theater zur Rettung der Seele"), David Böschs Eröffnungsinszenierung von "Orest" ("Antiker Ingrimm war nie cooler als auf dieser Aftershow-Party") und Frank Castorfs Céline-Version von "Reise ans Ende der Nacht" ("Das Kopfzerbrechen wirkt noch lange nach").

"Welt" kürt die "besten Theateraufführungen des Jahres"

EURIPIDES "ORESTES"

Hier finden Sie Euripides' "Orestes", übersetzt von Ernst Buschor, herausgegeben von Gustav Adolf Seeck. Mit freundlicher Genehmigung des Verlags C.H.Beck.

EURIPIDES "ORESTES"

Orest

Inhaltsangabe

Die mythologische Erzählung der Atriden ist eine der berühmtesten Geschichten der klassischen Antike, wohl auch, weil sie einen erstaunlichen Reichtum an innerfamiliären Konflikten und Grausamkeiten bereithält. Ehebruch, Vergewaltigung, vielfache Morde an Kindern und Eltern, Verrat, Scheinversöhnungen, Kannibalismus - auf blutige Weise wird hier in fast enzyklopädischer Breite durchgespielt, was Ehegatten und Geschwister, Eltern und Kinder, Nichten und Neffen einander gegenseitig antun können.

Orest

Anmerkungen zur Anti-Orestie

von Wolfram Ette

Der konventionellen Ansicht von der griechischen Tragödie zufolge beschreibt das Schicksal, das sich in ihr vollzieht, einen Sinnzusammenhang, der den in ihm befangenen Menschen unverständlich bleibt, sich gewissermaßen über ihre Köpfe hinweg vollzieht. Diese Inhumanität des Schicksals lege Zeugnis ab von der Macht des in ihr waltenden heteronomen, mythischen oder religiös bestimmten Weltbildes.

Anmerkungen zur Anti-Orestie

OREST IN PEACE

Die neue Spielzeit wird mit "Orest" eröffnet - "ein Klassiker, antiker Stoff, der 2013 wieder Menschen bewegen soll, so wie er es 2400 Jahre vorher schon getan hat." Dramaturgie-Assistent Constantin John versucht der Frage nachzugehen, ob wir diese Geschichte heute noch nachvollziehen können und beschreibt im Blog seine persönliche Sicht auf d MEHR ...
OREST IN PEACE

"Die Sonne sinkt Elektra, wir sind über die Zeit hinaus."
John von Düffel, "Orest"