Kabale und Liebe

von Friedrich Schiller

Luise Miller liebt den Sohn des Präsidenten von Walter. Doch diese große Liebe provoziert Ängste und Intrigen. Luises Vater kennt die Welt der Mächtigen nur zu gut und möchte seine Tochter davor bewahren. Sekretär Wurm hatte sich Hoffnungen auf Luise gemacht und kämpft mit allen Mitteln um seine ausweglose Liebe.

Und Ferdinand von Walter? Ferdinand von Walter hat jegliches Interesse an der Welt seines Vaters verloren. Geld und Macht spielen für ihn keine Rolle mehr. Ferdinand lebt einzig für die Liebe und Luise. Die Absolutheit seiner Liebe provoziert den Präsidenten. Der hat für seinen Sohn eine andere Karriere geplant. Ferdinand soll Lady Milford, die Ex-Geliebte des Fürsten, heiraten und so die gesellschaftliche Position der Familie für die Zukunft sichern. Gemeinsam mit Wurm und dem Hofmarschall von Kalb spinnt er seine Kabale und für Luise beginnt ein Alptraum von Macht und Ohnmacht der Liebe bis in den Tod.

  • premiere 23 Feb 13
  • Vorstellungsdauer ca. 2 std.
  • Keine Pause
  • Regie Amelie Niermeyer
  • Bühne Stéphane Laimé
  • Kostüme Kirsten Dephoff
  • Musik Cornelius Borgolte
  • Licht Gerrit Jurda
  • Video Meike Ebert
  • Dramaturgie Andrea Koschwitz
mit

Letzte Chance: Fünf Inszenierungen zum letzten Mal auf unseren Bühnen

Verpassen Sie nicht die letzten Vorstellungen u. a. von "Lola Montez" und "FaustIn and Out"!

Zum Ende dieser Spielzeit verabschieden wir uns von fünf Inszenierungen aus unserem Repertoire: Am 13. Juli lassen wir im Cuvilliéstheater ein letztes Mal "Lola Montez" wieder aufleben, das Herz von Ludwig I. entflammen und die Gemüter der Münchner Bevölkerung zum Kochen bringen. Ebenfalls zum letzten Mal auf dem Spielplan steht tags darauf, am 14. Juli, im Residenztheater Harold Pinters "Der Hausmeister" in einer Inszenierung von Andrea Breth. Und am 18. Juli sind im Cuvilliéstheater zum letzten Mal Birgit Minichmayr und Oliver Nägele in Elfriede Jelineks "FaustIn and Out" in einer Inszenierung von Johan Simons zu erleben und am 25. Juli zeigen wir "Kabale und Liebe" zum letzten Mal. Außerdem steht im Resi am 28. Juli mit Shakespeares "Der Widerspenstigen Zähmung" ein wahrer Klassiker in einer gefeierten Inszenierung zum vorerst letzten Mal auf dem Programm.

Letzte Chance: Fünf Inszenierungen zum letzten Mal auf unseren Bühnen

Shenja Lacher erhält Kurt-Meisel-Preis 2014

Verleihung zusammen mit dem Marstallplan-Publikumspreis am 20. Juli 2014

Residenztheater-Ensemblemitglied Shenja Lacher erhält den mit 5.000 Euro dotierten Kurt-Meisel-Preis 2014 des Vereins der Freunde des Residenztheaters. Die Mitglieder des Vereins würdigen damit Lachers herausragende schauspielerische Leistungen am Residenztheater, dessen Ensemble er seit 2008 angehört. Der diesjährige Förderpreis wird erstmals als Publikumspreis zum Abschluss des Marstallplans an eine der sechs Festival-Inszenierungen vergeben. Der Förderpreis ist dieses Jahr mit 6.000 Euro dotiert, die Bekanntgabe ist im Rahmen der Preisverleihung am 20. Juli 2014. Die feierliche Verleihung der Preise findet im Rahmen einer öffentlichen Theatermatinee im Residenztheater am Sonntag, den 20. Juli, um 11.00 Uhr statt. Der Eintritt ist frei.

Shenja Lacher erhält Kurt-Meisel-Preis 2014

TUSCH

TUSCH bringt Münchner Theater und Schulen zusammen! Für je zwei Jahre tritt eine Schule in direkten Kontakt und lebendigen Austausch mit einem Münchner Theater.

TUSCH

Die Tyrannei der Intimität

Auszug aus Richard Sennett „Verfall und Ende des öffentlichen Lebens. Die Tyrannei der Intimität“, Frankfurt am Main 1983

Heute ist das öffentliche Leben zu einer Pflicht- und Formsache geworden. Ihren Umgang mit dem Staat betreiben die meisten Bürger im Geiste ergebener Zurückhaltung, aber die Entkräftung der öffentlichen Sphäre geht weit über das eigentlich Politische hinaus.

Die Tyrannei der Intimität

Die irdische Religion der Liebe

Auszug aus Ulrich Beck „Das ganz normale Chaos Liebe“, Frankfurt am Main 1990

Mit der Freisetzung von Moral und Recht scheint die Liebe zu einer puren Angelegenheit
der sich Liebenden zu werden, wenn schon nicht der Realität nach, so doch dem
Idealtypus.

Die irdische Religion der Liebe
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Schillers "Luise Millerin" und die absolute Liebe

Eine junge Musikertochter liebt den Sohn des Präsidenten. Über soziale Stände und politische Karriereplanungen einer streng hierarchisch strukturierten Gesellschaft hinweg bleibt für die Liebe von Ferdinand von Walter und Luise als ersehnter "dritter Ort" nur der Tod. Friedrich Schiller hatte sein bürgerliches Trauerspiel ursprünglich nach seiner Titelheldin "Luise Millerin" benannt. Seit 230 Jahren gerät diese junge Frau im Kampf um ihre Liebe ins Getriebe von Claims und Lügen, Misstrauen und Intrigen und scheitert – scheitert immer und immer wieder.

Schillers "Luise Millerin" und die absolute Liebe

"Zwei, die sich zermürben"

Amélie Niermeyer im AZ-Interview

Zur Premiere von "Kabale und Liebe" sprach Regisseurin Amélie Niermeyer im Interview mit der Abendzeitung über ihre ungewöhnliche Besetzung, Schillers Pathos und zwei Hauptfiguren, die sich zermürben: "Diese Liebe hätte auch ohne Intrige keine Sicherheit, weil das Vertrauen fehlt. Diese Liebe zermürbt sich selbst. Ferdinand fällt auf die Intrige rein, weil er nicht vertraut. Der Anspruch ist, dass die Liebe täglich wachsen muss. Tut sie es nicht, ist es ein Scheitern."

"Zwei, die sich zermürben"

Kabale und Liebe

Inhaltsangabe

Luise Miller liebt den Sohn des Präsidenten von Walter. Doch diese große Liebe provoziert Ängste und Intrigen. Luises Vater kennt die Welt der Mächtigen nur zu gut und möchte seine Tochter davor bewahren. Sekretär Wurm hatte sich Hoffnungen auf Luise gemacht und kämpft mit allen Mitteln um seine ausweglose Liebe.

Kabale und Liebe

Kabale und Liebe Programmheft (PDF)

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