Hexenjagd

von Arthur Miller

Deutsch von Hannelene Limpach + Dietrich Hilsdorf + Alexander F. Hoffmann

Vor langer Zeit an der Ostküste Amerikas. In der kleinen, streng puritanischen Stadt Salem sind mehrere Mädchen urplötzlich krank, hysterisch, jenseitig. Reverend Parris hat sie kurz zuvor halbnackt bei okkulten Tänzen im Wald erwischt und konsultiert Pastor Hale, den ehrgeizigen Exorzisten der Region. Der entdeckt schnell Schauerliches: Der Teufel geht um in Salem! Und die Mädchen, angeführt von Abigail Williams, wissen, mit wem er tanzt. Ein Gericht wird einberufen, um die Stadt vom Bösen zu reinigen, mit den riot grrrls als exklusiven Zeugen. Schnell sind die Gefängnisse überfüllt, kaum einer scheint unschuldig, jedem kann der Galgen drohen. Der Sturkopf John Proctor macht seinen früheren Ehebruch mit Abigail öffentlich und behauptet steif und fest, es ginge nicht um Hexerei, sondern um niedere Rache. Und in der Stadt nimmt derweil das Chaos zu, Aufruhr droht. Wird Salem aus den Fängen des Bösen zu retten sein?

Miller schreibt 1953, auf der Folie der Salem Witch Trials von 1692, mit „Hexenjagd“ gegen die demokratische Eiszeit während der McCarthy-Ära an. In unserer Gegenwart, die mit einer hysterischen Aushebelung des Rechtsstaates Geschichte macht, befragt Tina Lanik Millers aggressives Stück neu.

Residenztheater
  • Di 07. Jun 16, 19:00 Uhr
  • So 26. Jun 16, 19:00 Uhr
  • Fr 01. Jul 16, 19:00 Uhr
  • Fr 22. Jul 16, 19:00 Uhr
  • premiere 05 Mär 16
  • Vorstellungsdauer ca. 3 std. 15
  • eine pause
  • Regie Tina Lanik
  • Bühne und Kostüme Stefan Hageneier
  • Komposition + Live-Musik Polly Lapkovskaja
  • Licht Gerrit Jurda
  • Dramaturgie Angela Obst
mit

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Genießen Sie die Ostertage und schenken Sie sich und Ihrer Familie ein besonderes Theatererlebnis mit Klassikern der Weltliteratur im Resi: u.a. mit Heinrich von Kleists "Prinz Friedrich von Homburg" am 26. März, Arthur Millers "Hexenjagd" am Ostersonntag (27. März) und mit Thomas Birkmeirs Version von "Pinocchio" nach Carlo Collodi am Ostermontagnachmittag, den 28. April. Sichern Sie sich jetzt die besten Plätze!

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HEXENJAGD

INHALTSANGABE

Als Arthur Miller im Sommer 1952 an seinem Stück „The Crucible“ (dt. „Hexenjagd“) schreibt, beherrscht die Angst vor kommunistischer Infiltration die US-amerikanische Öffentlichkeit. Die Gründung der kommunistischen Volksrepublik China 1949, die erste Zündung einer sowjetischen Atombombe und der Umbau eines Teils von Europa zum kommunistischen Ostblock verbinden sich zu einer bedrohlichen Kulisse, zudem steckt das Land mitten im Koreakrieg – durch die Straßen der Neuen Welt pfeift der Atem des Kalten Krieges.

HEXENJAGD

"Es ist genau der richtige Morgen, um zur Hölle zu fliegen."

Arthur Miller, "Hexen- jagd"