Hexenjagd

von Arthur Miller

Deutsch von Hannelene Limpach + Dietrich Hilsdorf + Alexander F. Hoffmann

Vor langer Zeit an der Ostküste Amerikas. In der kleinen, streng puritanischen Stadt Salem sind mehrere Mädchen urplötzlich krank, hysterisch, jenseitig. Reverend Parris hat sie kurz zuvor halbnackt bei okkulten Tänzen im Wald erwischt und konsultiert Pastor Hale, den ehrgeizigen Exorzisten der Region. Der entdeckt schnell Schauerliches: Der Teufel geht um in Salem! Und die Mädchen, angeführt von Abigail Williams, wissen, mit wem er tanzt. Ein Gericht wird einberufen, um die Stadt vom Bösen zu reinigen, mit den riot grrrls als exklusiven Zeugen. Schnell sind die Gefängnisse überfüllt, kaum einer scheint unschuldig, jedem kann der Galgen drohen. Der Sturkopf John Proctor macht seinen früheren Ehebruch mit Abigail öffentlich und behauptet steif und fest, es ginge nicht um Hexerei, sondern um niedere Rache. Und in der Stadt nimmt derweil das Chaos zu, Aufruhr droht. Wird Salem aus den Fängen des Bösen zu retten sein?

Miller schreibt 1953, auf der Folie der Salem Witch Trials von 1692, mit „Hexenjagd“ gegen die demokratische Eiszeit während der McCarthy-Ära an. In unserer Gegenwart, die mit einer hysterischen Aushebelung des Rechtsstaates Geschichte macht, befragt Tina Lanik Millers aggressives Stück neu.

Residenztheater
  • Sa 08. Okt 16, 19:00 Uhr
  • Sa 15. Okt 16, 19:00 Uhr
  • Di 25. Okt 16, 19:00 Uhr
  • Vorstellungsdauer ca. 3 std. 15
  • eine pause
  • Regie Tina Lanik
  • Bühne und Kostüme Stefan Hageneier
  • Komposition + Live-Musik Polly Lapkovskaja
  • Licht Gerrit Jurda
  • Dramaturgie Angela Obst
mit

Kurt-Meisel-Preis 2016 für Oliver Nägele

Förderpreise für Genija Rykova und Valerie Pachner

Resi-Schauspieler Oliver Nägele, der bereits seit 2001 dem Ensemble des Residenztheaters angehört, erhält den diesjährigen Kurt-Meisel-Preis des Vereins der Freunde des Residenztheaters. Die Mitglieder des Vereins würdigen damit Nägeles herausragende schauspielerische Leistungen am Residenztheater. Die Förderpreise für junge Theatertalente gehen in diesem Jahr an die beiden Schauspielerinnen Genija Rykova, die seit 2012 am Resi spielt, sowie Valerie Pachner, die seit 2013 dem Ensemble angehört. Die feierliche Verleihung findet im Rahmen einer öffentlichen Theatermatinee am Sonntag, den 10. Juli, um 11.00 Uhr im Residenztheater statt!

Kurt-Meisel-Preis 2016 für Oliver Nägele

HEXENJAGD

INHALTSANGABE

Als Arthur Miller im Sommer 1952 an seinem Stück „The Crucible“ (dt. „Hexenjagd“) schreibt, beherrscht die Angst vor kommunistischer Infiltration die US-amerikanische Öffentlichkeit. Die Gründung der kommunistischen Volksrepublik China 1949, die erste Zündung einer sowjetischen Atombombe und der Umbau eines Teils von Europa zum kommunistischen Ostblock verbinden sich zu einer bedrohlichen Kulisse, zudem steckt das Land mitten im Koreakrieg – durch die Straßen der Neuen Welt pfeift der Atem des Kalten Krieges.

HEXENJAGD