Hedda Gabler

von Henrik Ibsen

Jørgen Tesman und seine Frau Hedda kehren von ihrer ausgedehnten Hochzeitsreise zurück. Jetzt soll eigentlich die Zukunft beginnen – in ihrer neuen Villa, mit Angestellten, Reitpferden und Empfängen. Doch das Geld ist jetzt schon knapp – und Løvborg ist zurück in der Stadt, Tesmans alter Schulfreund und ewiger Konkurrent, mit einem neuen genialischen Buch, das Tesmans ausstehende Professur gefährden könnte. Auch Hedda und Løvborg kennen sich: Sie verbindet eine frühere Anziehung, vielleicht Freundschaft, opak und gefährlich. Zwischen einer mutmaßlichen Schwangerschaft, einem verloren gegangenen Manuskript und mehreren Dreiecksverhältnissen wird das Ende der Zukunft ausgerufen. Denn Hedda schießt.

"Hedda Gabler", 1891 am Residenztheater uraufgeführt, ist ein Text mit dunkler Seele, voller "phantastischer Schatten und schwarzer Seen, stiller Spiegel, in denen man sich selbst erkennt, gigantisch vergrößert und unheimlich schön verwandelt" (Hugo von Hofmannsthal).

  • Vorstellungsdauer ca. 2 std.
  • Keine Pause
  • Regie Martin Kušej
  • Bühne Annette Murschetz
  • Kostüme Heide Kastler
  • Musik Jan Faszbender
  • Licht Tobias Löffler
  • Dramaturgie Angela Obst
mit

Vier "Nestroy"-Nominierungen fürs Resi

Das Residenztheater ist in vier Kategorien für den österreichischen Theaterpreis "Nestroy" nominiert: Martin Kušejs Inszenierung von "Hedda Gabler" ist als beste deutschsprachige Aufführung nominiert und "In Agonie" geht gleich in drei Kategorieren ins "Nestroypreis"-Rennen: Martin Kušej als bester Regisseur und Norman Hacker als bester Schauspieler. Der Preis für die beste Ausstattung für Annette Murschetz steht bereits vorab fest.

Vier "Nestroy"-Nominierungen fürs Resi

Kurt-Meisel-Preis 2013 für Birgit Minichmayr

Förderpreise für Friederike Ott und Franz Pätzold

Birgit Minichmayr erhält den diesjährigen Kurt-Meisel-Preis. Die Mitglieder des Vereins der Freunde des Residenztheaters würdigen damit ihre schauspielerischen Leistungen in den letzten beiden Jahren. Der Förderpreis für junge Theatertalente geht in diesem Jahr an die beiden Ensemblemitglieder Friederike Ott und Franz Pätzold für ihre hervorragenden künstlerischen Leistungen als "Pünktchen und Anton" in der Inszenierung von Thomas Birkmeir.

Kurt-Meisel-Preis 2013 für Birgit Minichmayr
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HEDDA GABLER (FOTOGALERIE)

Kastrierte Zukunft

von Angela Obst

Am Anfang von Ibsens Schauspiel „Hedda Gabler“ sind alle Zeichen auf Zukunft gerichtet: Eine Ehe hat begonnen, eine Karriere kommt endlich ins Rollen, ein Kind scheint unterwegs. Am Ende sind drei Menschen tot, ein Kind ungeboren, ein geistiges „Kind“ – ein kulturwissenschaftliches Manuskript mit vielleicht bahnbrechenden Ideen zur Zukunft – verbrannt.

Kastrierte Zukunft

An den Leser (Die Blumen des Bösen)

von Charles Baudelaire

In Dumpfheit, Irrtum, Sünde immer tiefer
Versinken wir mit Seele und mit Leib,
Und Reue, diesen lieben Zeitvertreib,
Ernähren wir wie Bettler ihr Geziefer.

An den Leser (Die Blumen des Bösen)