Hedda Gabler
von Henrik Ibsen
Jørgen Tesman und seine Frau Hedda kehren von ihrer ausgedehnten Hochzeitsreise zurück. Jetzt soll eigentlich die Zukunft beginnen – in ihrer neuen Villa, mit Angestellten, Reitpferden und Empfängen. Doch das Geld ist jetzt schon knapp – und Løvborg ist zurück in der Stadt, Tesmans alter Schulfreund und ewiger Konkurrent, mit einem neuen genialischen Buch, das Tesmans ausstehende Professur gefährden könnte. Auch Hedda und Løvborg kennen sich: Sie verbindet eine frühere Anziehung, vielleicht Freundschaft, opak und gefährlich. Zwischen einer mutmaßlichen Schwangerschaft, einem verloren gegangenen Manuskript und mehreren Dreiecksverhältnissen wird das Ende der Zukunft ausgerufen. Denn Hedda schießt.
"Hedda Gabler", 1891 am Residenztheater uraufgeführt, ist ein Text mit dunkler Seele, voller "phantastischer Schatten und schwarzer Seen, stiller Spiegel, in denen man sich selbst erkennt, gigantisch vergrößert und unheimlich schön verwandelt" (Hugo von Hofmannsthal).
- premiere 26 Okt 12
- Vorstellungsdauer ca. 2 std.
- Keine Pause
- Regie Martin Kušej
- Bühne Annette Murschetz
- Kostüme Heide Kastler
- Musik Jan Faszbender
- Licht Tobias Löffler
- Dramaturgie Angela Obst
- Norman Hacker Dr. Jørgen Tesman
- Birgit Minichmayr Hedda, seine Frau
- Barbara de Koy Fräulein Juliane Tesman, seine Tante
- Hanna Scheibe Frau Elvsted
- Oliver Nägele Richter Brack
- Sebastian Blomberg Ejlert Løvborg
HEDDA GABLER (FOTOGALERIE)
Hedda Gabler Programmheft (PDF)
Kastrierte Zukunft
von Angela Obst
Am Anfang von Ibsens Schauspiel „Hedda Gabler“ sind alle Zeichen auf Zukunft gerichtet: Eine Ehe hat begonnen, eine Karriere kommt endlich ins Rollen, ein Kind scheint unterwegs. Am Ende sind drei Menschen tot, ein Kind ungeboren, ein geistiges „Kind“ – ein kulturwissenschaftliches Manuskript mit vielleicht bahnbrechenden Ideen zur Zukunft – verbrannt.
FOYER (FOTOGALERIE)
An den Leser (Die Blumen des Bösen)
von Charles Baudelaire
In Dumpfheit, Irrtum, Sünde immer tiefer
Versinken wir mit Seele und mit Leib,
Und Reue, diesen lieben Zeitvertreib,
Ernähren wir wie Bettler ihr Geziefer.
Hammershøi und Europa
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