Faust

von Johann Wolfgang Goethe

Weiter, immer weiter. Zu den Sternen, tief unter die Erde, durch alle Ozeane. Durch alle Leiber, alle Worte. Mehr, immer mehr. Mehr Geld, mehr Sex. Mehr Schmerz, mehr Lust, mehr Vergessen. Stillstand ist der Tod. Das sind wir. Und Faust ist einer von uns.

Nachdem Generationen von Lesern in ihm den tatkräftigen Titan lobten, der die Fesseln von Glauben, Tradition und Natur abstreift und mit seinem Schicksal zugleich die Welt in die Hand nimmt, erkennen wir heute, dass Faust sich verirrt hat – und wir uns mit ihm.

In seinem pathogenen Hunger nach dem ultimativen Kick, seiner Sucht nach pausenloser Bewegung und seiner Negation jeglicher Grenzen steht Faust paradigmatisch für die Hybris des Menschen, der sich im selbst entfesselten Ereignissturm zu verlieren droht. Der Pakt mit Mephisto ist Ausgangspunkt für die Flucht in die Zukunft, das Versprechen lautet Unsterblichkeit. Faust reist, nach Katastrophen dürstend und sie mit Heilsversprechen verwechselnd, zu den Endpunkten der Zivilisation, wo die Luft nach Blut schmeckt und das Auge friert. Das einzige Wesen, das ihn retten könnte, wird er zerstören. Und der Himmel bleibt stumm.

Wir möchten Sie darauf hinweisen, dass in dieser Vorstellung extreme Lautstärken (Schüsse, Explosionen) und Stroboskoplicht eingesetzt werden.

Residenztheater
  • Fr 17. Jun 16, 19:00 Uhr
  • Mo 11. Jul 16, 19:00 Uhr
  • Vorstellungsdauer ca. 2 std. 55
  • eine pause
  • Regie Martin Kušej
  • Bühne Aleksandar Denić
  • Kostüme Heidi Hackl
  • Musik Bert Wrede
  • Licht Tobias Löffler
  • Dramaturgie Angela Obst
  • Dramaturgische Mitarbeit Albert Ostermaier
mit

FAUST-Preis für Bibiana Beglau

Wichtigster Theaterpreis für Bibiana Beglaus Rolle als Mephisto in Martin Kušejs "Faust"-Inszenierung

Am 14. November 2015 wurde Residenztheater-Ensemblemitglied Bibiana Beglau für ihre Rolle als Mephisto in Martin Kušejs "Faust"-Inszenierung in der Kategorie Darsteller/Darstellerin Schauspiel mit dem deutschen Theaterpreis FAUST ausgezeichnet. Der FAUST ist ein nationaler, undotierter Theaterpreis, der Künstlerinnen und Künstler, deren Arbeit wegweisend für das deutsche Theater ist. In ihrer Dankesrede forderte Bibiana Beglau die Theater dazu auf, ihre Kunst mit allen zu teilen und die Zuschauerräume auch für alle Geflüchteten zu öffnen.

FAUST-Preis für Bibiana Beglau

JUNGES RESI mit "Rausch" zum Tanztreffen der Jugend nach Berlin eingeladen

Sieben herausragende Tanzproduktionen von und mit Jugendlichen vom 25. September bis 2. Oktober 2015 im Haus der Berliner Festspiele

Das Tanztreffen der Jugend der Berliner Festspiele würdigt zum zweiten Mal herausragende Tanzproduktionen jugendlicher Ensembles und damit verbunden die Arbeit ihrer Choreografen. In einem deutschlandweiten Wettbewerb wählte die Jury aus zahlreichen Bewerbungen sieben zeitgenössische Produktionen aus, die beim Tanztreffen der Jugend im Haus der Berliner Festspiele zur Aufführung kommen, darunter die Produktion "Rausch" des TheaterLabor Tanz des JUNGEN RESIS. Die anderen eingeladenen Produktionen kommen aus Berlin, Dresden, Düsseldorf, Hildesheim, Mainz und Tübingen. Im TheaterLabor Tanz des JUNGEN RESIS können Jugendliche in ihrer Freizeit verschiedene Arbeits- und Ausdrucksfelder des Theaters erforschen, mit Tanz, Schauspiel, Raum, Bewegung, Choreografien und Sprache improvisieren und experimentieren.

JUNGES RESI mit "Rausch" zum Tanztreffen der Jugend nach Berlin eingeladen

"Faust" und "Peer Gynt" unter den "zehn wichtigsten Inszenierungen" bei Nachtkritik-Voting

Bei einer Abstimmung des Theaterportals nachtkritik.de wurden sowohl Martin Kušejs "Faust"-Inszenierung als auch David Böschs Version von "Peer Gynt" unter die "zehn wichtigsten Inszenierungen des vergangenen Jahres" gewählt. Aus 45 Inszenierungen des letzten Jahres, die von der nachtkritik.de-Redaktion nominiert wurden, wählten die Leserinnen und Leser ihre zehn Favoriten für dieses "virtuelle Theatertreffen". Das Residenztheater schaffte es als einziges Haus gleich mit zwei Inszenierungen in die Endauswahl! Hier finden Sie die gesamte Auswahl des virtuellen Nachtkritik-Theatertreffens 2015.

"Faust" und "Peer Gynt" unter den "zehn wichtigsten Inszenierungen" bei Nachtkritik-Voting

Spiegel Online Theater-Hits 2014

"Faust" eine der fünf besten Klassiker-Inszenierungen des Jahres 2014

Theaterkritiker von SPIEGEL und KulturSPIEGEL blicken zurück auf das vergangene Theaterjahr und haben die fünf besten Klassiker-Inszenierungen des Jahres 2014 ausgewählt. An erste Stelle steht Martin Kušejs "Faust"-Inszenierung am Residenztheater:  "Es rumst gewaltig und blitzt wunderkerzenhell in der Action-Inszenierung, die der Münchner Staatstheaterchef Martin Kušej im eigenen Haus angerichtet hat - nach Art einer vergnüglichen Höllenfahrt. (…) Der beste Krawallzauber, den das deutsche Regietheater im Jahr 2014 zu bieten hatte."

Spiegel Online Theater-Hits 2014