Eine Familie

von Tracy Letts

Deutsch von Anna Opel

Beverly Weston hat sich entschieden. An einem schwülen Samstagmorgen mitten im August verschwindet er spurlos aus seinem Landhaus in den Osage Plains von Oklahoma. Mit seiner Ehefrau Violet hatte er eine stille Übereinkunft getroffen. Alkohol und Tabletten bestimmten den Alltag ihres gemeinsamen Lebens, das ohne die erwachsenen Töchter Barbara, Ivy und Karen einsam geworden war.

Fünf Tage später wird Beverley tot aufgefunden. Zur Beerdigung des Vaters kehren die drei Schwestern mit ihren Männern und dem Rest der Familie in das Haus ihrer Kindheit zurück. Seit Jahren haben sie einander nicht gesehen. Sie verbindet kaum noch etwas und doch sind sie eine Familie, die von der matriachalisch auftrumpfenden Violet mehr als überfordert ist.

In Tracy Letts tragikomischem Generationendrama feiern exzentrische Charaktere ein verzweifelt heiteres Fest der Selbstzerstörung, das nach Theatererfolgen in New York, Wien und Berlin sowie seiner Hollywood Verfilmung in Tina Laniks Inszenierung am Residenztheater erstmals in München zu sehen ist.

Residenztheater
  • Di 31. Jan 17, 19:00 Uhr
  • Vorstellungsdauer ca. 3 std.
  • eine pause
  • Regie Tina Lanik
  • Bühne Jens Kilian
  • Kostüme Heidi Hackl
  • Musik Rainer Jörissen
  • Licht Andreas Fuchs
  • Dramaturgie Andrea Koschwitz
mit

Drama Baby! Wie die Amerikaner ihre Stücke kriegen ...

Vortrag über amerikanisches Theater und Stücke

Am 20. Februar lädt das Residenztheater vor der Vorstellung von "Geächtet" unter dem Titel "Drama Baby! Wie die Amerikaner ihre Stücke kriegen ..." zu einem Vortrag der amerikanischen Regisseurin Amy Stebbins über amerikanisches Theater und US-Stücke in die Bar "Zur schönen Aussicht" ein. Sie geht ausgehend vom Spielplan des Residenztheaters der Frage nach, was diese Stücke für die deutsche Bühne interessant macht: Vor der dritten Vorstellung von "Geächtet" blickt sie auf die lebendige Theaterszene Chicagos und betrachtet den besonderen, typisch amerikanischen Entstehungsprozess dieses Dramas vom Schreibtisch des Dramatikers bis zur Theaterbühne.

Drama Baby! Wie die Amerikaner ihre Stücke kriegen ...

Eine Familie

INHALTSANGABE

„Das Leben ist sehr lang", zitiert der pensionierte, alkoholabhängige Hochschulprofessor Beverly Weston den amerikanischen Poeten T. S. Eliot und beschließt an einem schwülen Samstagmorgen, sein Landhaus in den Osage Plains von Oklahoma für immer zu verlassen.

Eine Familie