Die Räuber

von Friedrich Schiller

Für die ungleichen Brüder Karl und Franz Moor ist die alte Ordnung verfallen. Franz zerdenkt sie mit der Schärfe seines Verstandes, dem keine Werte und Vorgaben standhalten. Freiheit ist für ihn die Fähigkeit, sich selbst neu zu erschaffen. Karl fühlt sich ausgestoßen aus der harmonischen Ordnung seiner Kindheit. Dass die Welt nicht so eingerichtet ist, wie er sich das vorstellt, rechtfertigt allemal ihren Untergang. In Franz' instrumentellem Rationalismus, dem die Welt ein Nullsummenspiel und ein Ermordeter so viel wie ein Nicht-Geborener ist, einerseits und im blutigen Idealismus Karls andererseits stehen sich zwei radikale Entwürfe modernen Denkens gegenüber. Schiller erkennt in ihnen bereits die Wahnsysteme, als die sie sich geschichtlich erweisen werden.

Ulrich Rasche, der zum ersten Mal in München arbeitet, spannt Schillers Figuren in das Räderwerk eines gewaltigen Mensch-Maschinen-Musik-Theaters ein, "um die Seele bei ihren geheimsten Operationen zu ertappen", wie Schiller in seiner Vorrede zu den "Räubern" schreibt.

Residenztheater
  • So 22. Jan 17, 19:00 Uhr
  • Mo 23. Jan 17, 19:00 Uhr
  • Sa 04. Feb 17, 19:00 Uhr
  • Mo 06. Feb 17, 19:00 Uhr
  • Di 07. Feb 17, 19:00 Uhr
  • premiere 23 Sep 16
  • Vorstellungsdauer ca. 3 std. 30
  • eine pause
  • Regie + Bühne Ulrich Rasche
  • Komposition Ari Benjamin Meyers
  • Kostüme Heidi Hackl
  • Chorleitung Alexander Weise
  • Choreinstudierung Toni Jessen
  • Mitarbeit Bühne Sabine Mäder
  • Licht Gerrit Jurda
  • Dramaturgie Sebastian Huber
mit
  • Götz Schulte Maximilian, Graf von Moor
  • Valery Tscheplanowa Franz Moor
  • Franz Pätzold Karl Moor
  • Nora Buzalka Amalia von Edelreich
  • Thomas Lettow Spiegelberg
  • Max Koch Schweizer
  • Leonard Hohm Razmann
  • Marcel Heuperman/Alexander Weise Schufterle
  • László Branko Breiding Roller
  • René Dumont Daniel
  • Moritz Borrmann Räuberbande
  • Yasin Boynuince Räuberbande
  • Kjell Brutscheidt Räuberbande
  • William Cooper Räuberbande
  • Emery Escher Räuberbande
  • Toni Jessen Räuberbande
  • Max Krause Räuberbande
  • Bekim Latifi Räuberbande
  • Cyril Manusch Räuberbande
  • Sandro Schmalzl Tenor
  • Martin Burgmair Bassbariton
  • Gustavo Castillo Bassbariton
  • Mariana Beleaeva Violine
  • Jenny Scherling Viola
  • Heiko Jung E-Bass
  • Fabian Löbhard Percussion

Vom Fußballplatz auf die Resi-Bühne

SZ-Porträt über Resi-Schauspieler Thomas Lettow

Die Wahrheit ist auf der Bühne: Resi-Schauspieler Thomas Lettow, der früher professionell in der vierten Fußball-Liga gespielt hat, spricht im Interview mit der Süddeutschen Zeitung über Zusammenhang zwischen Theater und Fußball. "Der Fußball legte die Messlatte für das, was ich für möglich hielt, sehr viel höher. Jetzt weiß ich, wenn ich auf der Bühne am Ende bin: Da ist noch ganz viel im Köcher."

Vom Fußballplatz auf die Resi-Bühne
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Die Räuber Programmheft Auszug (PDF)

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DIE RÄUBER INHALTSANGABE

Karl und Franz sind zwei Brüder, die seit ihrer Kindheit um die Gunst des Vaters konkurrieren. Karl, der ältere und Lieblingssohn, ist zum Studieren nach Leipzig gegangen und „liederlich“ geworden. Die Chance der Nähe zum Vater nutzt der jüngere Bruder. Franz unterschlägt einen reuevollen Brief Karls und bringt den Vater dazu, ihn zu verstoßen. Vernunft und Berechnung sind ihm Waffen, um sich aus seiner unterprivilegierten Lage zu befreien und sich jenseits aller sozialen Bindungen und Normen neu zu erfinden.

DIE RÄUBER INHALTSANGABE

KÖPFE IN STÜCKEN 01: Fahrt mit Feind

Ein Fortsetzungsroman von Dietmar Dath

Die SICHERHEIT schob sich in Trupps von je vier Gerüsteten während der ganzen Fahrt immer wieder vorwärts und rückwärts durch den Intercity-Express. Mehrfach streiften die Bewaffneten Svenja, die auf einem Gangplatz saß. Die militärische Berührung störte sie während der ersten zwei Stunden an Bord nicht, weil Svenja sich noch über den zarten Bisskuss freute, den Sven ihrer Halsgrube zum Abschied am Gleis geschenkt hatte. Der Arme war erkältet und wollte sie nicht anstecken, deshalb der Vampirtrick, als lustige erotische Ausrede, das gefiel ihr.

KÖPFE IN STÜCKEN 01: Fahrt mit Feind

Der Verlust einer gemeinsamen Sprache

Vor der Premiere von Ulrisch Rasches "Räuber"-Inszenierung sprach Chefdramaturg Sebastian Huber mit dem Regisseur über seine körperlich und chorisch geprägten Inszenierungen, die Aktualität von Schillers Text und die Bedeutung von Sprache: "Sprache ist das verbindende Element von Individuen, das identitätsstiftende Moment der Gemeinschaft." MEHR ...
Der Verlust einer gemeinsamen Sprache

DIE RÄUBER (FOTOGALERIE)

Probe von oben. am Freitag ist "Räuber"-Premiere!

Probe von oben. am Freitag ist "Räuber"-Premiere!

"Ans Umkeh- ren ist doch nicht mehr zu ge- denken - also vor- wärts!"

Frie- drich Schiller, "Die Räuber"