Der Untergang des Hauses Usher

nach Edgar Allan Poe

Edgar Allan Poe ist der Raben-Vater der phantastischen Literatur, der Meister der Kriminal- und Gruselgeschichten. Seine Erzählung vom Hause Usher vereint Motive, die sein gesamtes Werk durchziehen: Tod und Scheintod. Das Lebendigbegrabenwerden. Die schöne Leiche einer Frau. Sehnsucht, Melancholie, albtraumhafte Angst und Wahnsinn.

Poe ist aber auch Pop: Mit erschreckender Effektsicherheit und manchmal nah am Trivialen durchwandert er in seinen Gedichten und Geschichten die verwinkelten Abgründe der menschlichen Seele. Puppenspielerin und Regisseurin Suse Wächter heftet sich an seine Fersen, um mit Puppen und Musik, Humor und Grusellust die Grenzbereiche auszuloten zwischen Tod und Leben, Heimischem und Unheimlichem.

  • premiere 01 Mär 13
  • Vorstellungsdauer ca. 1 std. 10
  • Regie und Puppen Suse Wächter
  • Bühne und Licht Martin Miotk
  • Kostüme Andy Besuch
  • Musik Jan Faszbender
  • Licht Martin Feichtner
  • Video Timothee Ingen-Housz
  • Dramaturgie Stefan Bläske
mit

Der Untergang des Hauses Usher

INHALTSANGABE

Ein namenlos bleibender Ich-Erzähler kommt, gerufen durch den eindringlich flehenden Brief seines Jugendfreundes Roderick Usher, zu dessen gespenstischem, sich aus einem schwarzen sumpfigen Teich erhebenden Anwesen, dem Hause Usher. Der Hausherr hat sich stark verändert, ist nervlich angespannt, überreizt und hypersensibel, nur einige besondere Töne von Saiteninstrumenten erfüllen ihn nicht mit Entsetzen.

Der Untergang des Hauses Usher
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Bayerischer Kunstförderpreis 2013 für Friederike Ott

Unser Ensemblemitglied Friederike Ott erhielt den Bayerischen Kunstförderpreis 2013 in der "Sparte Darstellende Kunst" für ihre Arbeit am Residenztheater. Am 11. November 2013 verlieh Kunstminister Dr. Ludwig Spaenle in der Hochschule für Fernsehen und Film den Bayerischen Kunstförderpreis an 17 herausragende Nachwuchskünstler.

Bayerischer Kunstförderpreis 2013 für Friederike Ott

Kurt-Meisel-Preis 2013 für Birgit Minichmayr

Förderpreise für Friederike Ott und Franz Pätzold

Birgit Minichmayr erhält den diesjährigen Kurt-Meisel-Preis. Die Mitglieder des Vereins der Freunde des Residenztheaters würdigen damit ihre schauspielerischen Leistungen in den letzten beiden Jahren. Der Förderpreis für junge Theatertalente geht in diesem Jahr an die beiden Ensemblemitglieder Friederike Ott und Franz Pätzold für ihre hervorragenden künstlerischen Leistungen als "Pünktchen und Anton" in der Inszenierung von Thomas Birkmeir.

Kurt-Meisel-Preis 2013 für Birgit Minichmayr
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Der Untergang des Hauses Usher Programmheft (PDF)

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"Der Tod einer schönen Frau ist unzweifelhaft der poetischste Gegenstand der Welt."
E. A. Poe

"Erweiterung des Bewusstseins durch Grusel"

Im Gespräch mit dem Kulturvollzug schildert Puppenspielerin und Regisseurin Suse Wächter ihre Poe-Inszenierung mit Schauspielerern und Puppen: "Warum nicht mal das Unheimliche suchen? Puppen sind ja etwas zwischen Subjekt und Objekt, zwischen tot und lebendig. Das ist auch ein Motiv Poes."

"Erweiterung des Bewusstseins durch Grusel"

DER UNTERGANG DES HAUSES USHER (FOTOGALERIE)

E. A. Poe: Theaterratten

Die wohlbekannte Truppe der Ratten im Theater kennt, so heißt es, ihr Stichwort bestens. Ihre Vorstellung zu sehen ist das Eintrittsgeld wert. Durch langes Proben verstehen sie sich darauf, präzise die Zeit zu bestimmen, da der Vorhang sich hebt, insgleichen akkurat den Grad, in welchem das Publikum von dem, was vorgeht, in Bann geschlagen ist. Auf das Klingelzeichen hin brechen sie hervor; durchforschen das Parkett nach gelegentlichen Erdnüssen und Apfelsinenschalen.

E. A. Poe: Theaterratten

Death is not the end