Der Hausmeister

von Harold Pinter

In einer Winternacht bringt Aston den Obdachlosen Davies mit nach Hause, obwohl er so viel anderes zu erledigen hätte: Einen Schuppen bauen, die vielen Dinge reparieren, renovieren, die Böden ... Als Davies beginnt, Astons Großzügigkeit auszunützen, mischt sich dessen Bruder Mick ein und Davies gerät zwischen die beiden. Uraufgeführt in London 1960, macht "Der Hausmeister" seinen Autor Harold Pinter berühmt. Innerhalb weniger Jahre wird er der einflussreichste britische Dramatiker seiner Zeit, erhält 2005 den Nobelpreis für Literatur und stirbt 2008. Oft versuchten Klassifizierungen seine Stücke in den Windschatten des absurden Theaters zu stellen, aber zu eigen sind sie in ihrer Sprache und im Schweigen. Auf die Frage, ob "Der Hausmeister" vom Gott des Alten Testaments, vom Gott des Neuen und der Menschheit handele, antwortete Pinter knapp: "Nein, es handelt von einem Hausmeister und zwei Brüdern."

  • premiere 02 Apr 14
  • Vorstellungsdauer ca. 2 std. 30
  • Regie Andrea Breth
  • Bühne Annette Murschetz
  • Kostüme Moidele Bickel
  • Musik Bert Wrede
  • Licht Gerrit Jurda
  • Dramaturgie Götz Leineweber
  • Requisite Angelika König
mit

Letzte Chance: Fünf Inszenierungen zum letzten Mal auf unseren Bühnen

Verpassen Sie nicht die letzten Vorstellungen u. a. von "Lola Montez" und "FaustIn and Out"!

Zum Ende dieser Spielzeit verabschieden wir uns von fünf Inszenierungen aus unserem Repertoire: Am 13. Juli lassen wir im Cuvilliéstheater ein letztes Mal "Lola Montez" wieder aufleben, das Herz von Ludwig I. entflammen und die Gemüter der Münchner Bevölkerung zum Kochen bringen. Ebenfalls zum letzten Mal auf dem Spielplan steht tags darauf, am 14. Juli, im Residenztheater Harold Pinters "Der Hausmeister" in einer Inszenierung von Andrea Breth. Und am 18. Juli sind im Cuvilliéstheater zum letzten Mal Birgit Minichmayr und Oliver Nägele in Elfriede Jelineks "FaustIn and Out" in einer Inszenierung von Johan Simons zu erleben und am 25. Juli zeigen wir "Kabale und Liebe" zum letzten Mal. Außerdem steht im Resi am 28. Juli mit Shakespeares "Der Widerspenstigen Zähmung" ein wahrer Klassiker in einer gefeierten Inszenierung zum vorerst letzten Mal auf dem Programm.

Letzte Chance: Fünf Inszenierungen zum letzten Mal auf unseren Bühnen
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Shenja Lacher erhält Kurt-Meisel-Preis 2014

Verleihung zusammen mit dem Marstallplan-Publikumspreis am 20. Juli 2014

Residenztheater-Ensemblemitglied Shenja Lacher erhält den mit 5.000 Euro dotierten Kurt-Meisel-Preis 2014 des Vereins der Freunde des Residenztheaters. Die Mitglieder des Vereins würdigen damit Lachers herausragende schauspielerische Leistungen am Residenztheater, dessen Ensemble er seit 2008 angehört. Der diesjährige Förderpreis wird erstmals als Publikumspreis zum Abschluss des Marstallplans an eine der sechs Festival-Inszenierungen vergeben. Der Förderpreis ist dieses Jahr mit 6.000 Euro dotiert, die Bekanntgabe ist im Rahmen der Preisverleihung am 20. Juli 2014. Die feierliche Verleihung der Preise findet im Rahmen einer öffentlichen Theatermatinee im Residenztheater am Sonntag, den 20. Juli, um 11.00 Uhr statt. Der Eintritt ist frei.

Shenja Lacher erhält Kurt-Meisel-Preis 2014

Der Hausmeister

Inhaltsangabe

"Wenn sich der Vorhang zu einem meiner Stücke hebt, dann werden Sie mit einer Situation konfrontiert, [..] etwas, was vorher noch nicht geschehen ist, was gerade jetzt geschieht, und wir wissen nicht mehr über die Personen als ich über Sie." schreibt Harold Pinter. Er betont wiederholt, wie wichtig ihm sei, dass es reale Vorlagen für seine Figuren gibt und dass sie sich in derselben Welt zurechtfinden müssen, in der auch er lebt und die wohl auch die unsere ist.

Der Hausmeister
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DER HAUSMEISTER (FOTOGALERIE)

"Pinter ist ein hervorragender Theaterautor"

Interview

Vor der Premiere von Harold Pinters "Der Hausmeister" sprach Regisseurin Andrea Breth mit dem Münchner Merkur über den großen Schauspieler Hans-Michael Rehberg, den Probenprozess der Inszenierung sowie über die Musikalität von Pinters Text und dessen surrealen Schwebezustand: "Man muss die Musikalität bei Pinter absolut ernstnehmen – über die Pausen darf man nicht weghopsen. Das ist das Genialische an Pinter, er ist wirklich ein Hundsfott an Genauigkeit. Man spürt, dass er sehr viel vom Theater wusste und mit Sicherheit ein guter Schauspieler war.

"Pinter ist ein hervorragender Theaterautor"

"Nicht ich muss mich ändern, sondern das Fenster."
Harold Pinter, "Der Haus- meister"

Spielzeit 2013/2014

Das Jahr der unruhigen Träume hat begonnen! Neben einem Themenkreis um die Jahre 1913/14, in denen vor hundert Jahren der Erste Weltkrieg die Moderne erschütterte, prägt, ausgehend von Johann Wolfgang Goethe, ein "Faust"-Schwerpunkt den Spielplan dieser Spielzeit. Unsere Spielzeithefte liegen an unseren Spielstätten und am Zentralen Kundenschalter am Marstallplatz 5 aus.

Spielzeit 2013/2014