ZUR FREIHEIT DES WORTES + DER KUNST

Für die Lesung aus "Unter Sachsen: Zwischen Wut und Willkommen" im Rahmen des Literaturfest Meißen

Das Residenztheater spricht sich für die Freiheit von Kunst und Wort und gegen Zensur und das Verbot von Literatur aus, daher unterstützen wir das Literaturfest Meißen mit seiner Lesung aus "Unter Sachsen: Zwischen Wut und Willkommen". Lokalpolitiker der CDU wollen die Lesung am 8. Juni im Rathaus verhindern, um das Ansehen ihrer Partei und des Landes nicht zu beschädigen. Sie übersehen, welchen Schaden sie damit der demokratischen Debattenkultur zufügen.

Die Herausgeber Heike Kleffner und Matthias Meisner geben in "Unter Sachsen" ein vielschichtiges und kritisches Bild der politischen Lage in Sachsen. Die Pegida-Bewegung und viele rechte Gewalttaten werden untersucht, aber darüber hinaus die zunehmende Radikalisierung der gesellschaftlichen Mitte als Vorboten künftiger politischer Veränderungen in ganz Deutschland in den Blick genommen. Mehr als 40 Autorinnen und Autoren suchen Antworten, analysieren in ihren Reportagen, Interviews, literarischen Texten und sehr persönlichen Kommentaren die rechten Tendenzen im Freistaat. Sie zeigen einerseits die Verhältnisse vor Ort auf in Leipzig, Dresden, im Erzgebirge oder Bautzen, als auch das demokratische Engagement der Zivilgesellschaft, die vielerorts mit dem Rücken zur Wand die offene Gesellschaft verteidigt. Beim Literaturfest Meißen wird eintrittsfrei und zumeist openair aus Romanen und Sachbüchern gelesen, einen Schwerpunkt bildet dieses Jahr Martin Luther und das Reformationsjubiläum.