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Welt / Bühne IV

Plattform für internationale Dramatik

Die Veranstaltungsreihe "Welt/Bühne", die das Residenztheater in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut und unterstützt von den Freunden des Residenztheaters veranstaltet, präsentiert in der letzten Ausgabe der Spielzeit Theaterstücke von Wasim Ghrioui und Amer Hlehel. Die Stücke ziehen Verbindungen in vier Länder, die sich als Ausgangspunkte, Zwischenhalte oder Zielorte von Fluchtbewegungen in der Geschichte finden: Palästina, Syrien, Libanon und Deutschland, und runden damit den thematischen Bogen der vorherigen Ausgaben der "Welt/Bühne" ab.

Amer Hlehels "Taha" erzählt die historische Geschichte des gleichnamigen Dichters, der in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts aus Palästina in den Libanon flieht und dort auf seine Heimkehr wartet. Wasim Ghriouis "Adapter" vollzieht den teilweise autobiographischen Weg eines Geflüchteten aus Syrien über den Libanon nach Deutschland nach und thematisiert dabei immer wieder die Anpassungsmechanismen, das Schauspiel als reale Überlebensstrategie, die ein neuer Ort erfordert. Beide Autoren brechen monologische Formen auf. In "Taha" integriert die Rede mehrere Textformen: der Monolog wird unterbrochen durch Auszüge aus Gedichten des Dichters Taha Muhammad Ali, "Adapter" wiederum bedient sich einer Vielstimmigkeit, die einen Monolog auf verschiedene Spieler verteilt. "Taha" wurde zum Teil beim Sundance Institute Theatre Lab 2015 des Sundance Resorts entwickelt und unterstützt von der A. M. Qattan Stiftung.

Im Anschluss an die szenischen Lesungen ist das Publikum zur Diskussion mit Wasim Ghrioui eingeladen.

"Taha" von Amer Hlehel
Mit Arthur Klemt
Einrichtung Gineke Pranger
Dramaturgie Laura Olivi

"Adapter" von Wasim Ghrioui
Mit Anna Graenzer, Genija Rykova
Einrichtung David Moser
Dramaturgie Thorben Meißner

  Projektleitung: Laura Olivi

Welt/Bühne 2017/18

Schreibwerkstatt mit internationalen Autoren

Die Globalisierung macht es täglich deutlich – es gibt nur eine Welt. Gleichzeitig ist die weltweite Vernetzung auf dem Gebiet der dramatischen Literatur nicht annähernd so fortgeschritten wie in anderen Bereichen der darstellenden Künste. Dramatische Texte, sofern sie nicht aus dem angloamerikanischen Bereich stammen, "reisen" oft nicht so problemlos, wie andere Theaterformen, die, mitunter weniger textbasiert, über die Kanäle der internationalen Festival-Netzwerke eine größere Verbreitung finden.

Welt/Bühne 2017/18

Internationale zeitgenössische Dramatik

"Welt / Bühne" mit Monologen der Migration

Die vierte und letzte "Welt / Bühne" vor der Sommerpause präsentiert Monologe der Migration. Die Stücke von Wasim Ghrioui und Amer Hlehel ziehen Verbindungen in vier Länder, die sich als Ausgangspunkte, Zwischenhalte oder Zielorte von Fluchtbewegungen in der Geschichte finden: Palästina, Syrien, Libanon und Deutschland.

Internationale zeitgenössische Dramatik

WELT / BÜHNE 2016/17 (FOTOGALERIE)