Marienplatz

Premiere
Marstall, 20.00 Uhr
Sa 27 Nov
MARIENPLATZ
von Beniamin M. Bukowski
Uraufführung/Auftragswerk
Premiere 27. November 2021
Marstall
1 Stunde 20 Minuten
Keine Pause
Altersempfehlung: ab 14 Jahren

Aus dem Polnischen von Olaf Kühl

Im Rahmen der Plattform für internationale zeitgenössische Dramatik «Welt/Bühne» ist in der Spielzeit 2019/2020 das Stück «Marienplatz» entstanden. Im Zuge seiner dreimonatigen Residenz in München befasste sich der polnische Autor Beniamin M. Bukowski mit einem realen Vorfall aus dem Jahr 2017: Am 19. Mai gegen drei Uhr früh fuhr ein Mann mit seinem Auto auf den Münchner Marienplatz, übergoss sich mit mehreren Litern Benzin und zündete sich an. Er verstarb kurze Zeit später im Krankenhaus – und bis heute haben sich weder seine Identität noch die Umstände seiner Selbstverbrennung aufgeklärt, wohl aber Anlass zu Spekulationen verschiedenster Couleur gegeben. Diese Diskussion führt Bukowski auf der Bühne weiter: Was könnte die rätselhafte Tat bedeuten? Sagen die Interpretationsansätze womöglich mehr über die Zuschauer*innen aus als über den Täter selbst? Und wie erzählt man von einer solchen Tat im Theater? Seine eigenen Erfahrungen während der Recherche in München gibt der Autor an die Schauspieler* innen weiter und spinnt ein diskursives Netz über den Begriff des Opfers und den ambivalenten Umgang mit Eigen- und Fremdwahrnehmung.

 

 

Der ungarische Regisseur András Dömötör, Spezialist für Gegenwartsdramatik und politisch virulente Themen, stellt sich mit «Marienplatz» dem Münchner Publikum vor. Nach der digitalen Premiere im Dezember 2020 wird die Inszenierung nun im Marstall zu sehen sein.

 

 

«Welt/Bühne» 2019/2020 wurde in Kooperation mit dem Goethe-Institut, der BMW Group, dem Institut für Theaterwissenschaft der Ludwig-Maximilians-Universität München und mit der freundlichen Unterstützung des Vereins der Freunde des Residenztheaters durchgeführt.

Trailer

DIGITALER BÜCHERTISCH

IN ZUSAMMENARBEIT MIT BÜCHER LENTNER

Literaturempfehlungen aus der Dramatugie

«Der Tod Gottes und die Krise der Kultur» 
von Terry Eagleton
(Gebunden. Pattloch 2015. Übersetzung: Ulrike Strerath-Bolz)


«Sterben als Spektakel» 
von Lorenz Graitl
(Kartoniert. VS Verlag für Sozialwissenschaften 2012)

 

Künstlerische Leitung

Inszenierung András Dömötör
Bühne und Kostüme Sigi Colpe
Komposition Tamás Matkó
Licht Barbara Westernach