Live Stream: München redet

LIVE STREAM: MÜNCHEN REDET
Diskussionsreihe in Kooperation mit der «Süddeutschen Zeitung»

Den Live-Stream finden Sie hier:

https://www.sueddeutsche.de/muenchen/coronavirus-pandemie-beziehungen-diskussion-1.5192325

 

Interessierte können sich in die Diskussion einbringen und Fragen live stellen. Außerdem können Fragen vorab an muenchenredet@sz.de gesandt werden.

Wie verändert das Coronavirus unsere Beziehungen?

Im März 2020 kam die Gesprächsreihe der Süddeutschen Zeitung und des Münchner Residenztheaters „München redet“mit dem Ausruf des ersten Corona-Lockdowns zu einem abrupten Ende. Damals musste das Gespräch mit der israelischen Soziologin Eva Illouz leider kurzfristig abgesagt werden. Nun startet die Reihe auf ein Neues, wenn auch vorerst nur online im Live-Stream aus dem Residenztheater:

Am Di 2. Februar, 19.30 Uhr, spricht Alexandra Föderl-Schmid (Stellvertretende SZ-Chefredakteurin) mit der israelischen Soziologin Eva Illouz und dem Münchner Soziologen Armin Nassehi. Das Gespräch wird in deutscher und englischer Sprache (simultan gedolmetscht) geführt.

Wie kann trotz der gelten Abstandsregeln Nähe aufrecht erhalten werden? Werden sich freundschaftliche Verbindungen verändern? Und welche Folgen hat der Lockdown für das Familienleben?

Seit fast einem Jahr hat die Coronapandemie Deutschland und die Welt fest im Griff. Die Maßnahmen, die das Virus in seiner Ausbreitung bremsen können, treffen die Bevölkerung an ihrem wundesten Punkt, der das Wesen ihres Menschseins ausmacht: ihren Beziehungen. Beste Freunde, Lehrer*innen und Schüler*innen, Großeltern und (Enkel-)Kinder, Kolleg*innen und Sportkameraden – jeder Kontakt könnte eine Übertragung von Covid19 bedeuten oder gar eine größere Infektionskette in Gang setzen. Gleichzeitig ist ein Leben ohne diese sozialen Netze nicht denkbar. Digitale Treffen im Unterricht, im Büro oder mit Freund*innen, bieten einen kleinen, aber bei weitem nicht adäquaten Ersatz für reale physische Nähe in zwischenmenschlichen Beziehungen.

Eva Illouz

Eva Illouz ist seit 2006 Professorin für Soziologie an der Hebräischen Universität Jerusalem sowie an der Ecole des hautes études en scieneces sociales in Paris. Sie studierte Soziologie, Kommunikationswissenschaft und Literaturwissenschaft in Paris, Jerusalem und Pennsylvania. Schwerpunkt ihrer wissenschaftlichen Arbeit sind die Zusammenhänge von Emotionen und Kommunikation, besonders unter Einbeziehung der Massenmedien oder des Kapitalismus. Eva Illouz ist Autorin zahlreicher Bücher, u.a. «Das Glücksdiktat» oder «Warum Liebe endet». In zahlreichen Gastebeiträgen renommierte Medien beschäftigt sie sich u.a. mit den Auswirkungen der Coronapandemie auf die Menschen.

 

Armin Nassehi

Armin Nassehi ist seit 1998 Inhaber des Lehrstuhls für Soziologie der LMU München. Nach seinem Studium der Erziehungswissenschaften, Philosophie und Soziologie in Münster folgten 1992 und 1994 seine Promotion und Habilitation. Seit 2009 ist er Mitglied des Sensats und des Hochschulrats der LMU. Armin Nassehi ist Mitglied in zahlreichen Gremien und Stiftungen, u.a. der Leopoldina, des bayerischen Ethikrats sowie im Expertenrat «Corona» der Nordrhein-westfälischen Landesregierung und im Expertengremium zur Bekämpfung der Pandemie in der Langzeitpflege im bayerischen Gesundheitsministerium. Armin Nassehi ist der diesjährige Preisträger des «Schader-Preises».

Alexandra Föderl-Schmid

Seit Juli 2020 ist Alexandra Föderl-Schmid stellvertretende Chefredakteurin der Süddeutschen Zeitung. Davor war sie Korrespondentin für Israel und die palästinensischen Gebiete. Vor Ihrem Wechsel zur Süddeutschen Zeitung war sie zehn Jahre lang Chefredakteurin und später auch Co-Herausgeberin der österreichischen Tageszeitung Der Standard und des Nachrichtenportals derStandard.at. Sie hat Publizistik, Politikwissenschaft und Geschichte studiert und über das duale Rundfunksystem in Deutschland promoviert.