Das Ende von Eddy

Marstall Café, 20.00 Uhr
So 12 Jul
Marstall Café, 20.00 Uhr
Do 23 Jul
DAS ENDE VON EDDY
von Édouard Louis
1 Stunde
Keine Pause

Mit seinem autobiografischen Roman «Das Ende von Eddy» gelingt Édouard Louis 2014 ein fulminantes Debüt, das in Frankreich einer literarischen Sensation gleichkommt. Louis erzählt die Geschichte einer Sozialisation unter denkbar schlechten Bedingungen und berichtet von seiner Kindheit und Jugend in einem nordfranzösischen Dorf, in dem Brutalität, Aggression, Verwahrlosung, Arbeitslosigkeit, Alkoholismus und Demütigung den Alltag bestimmen. Zudem erfährt Eddy am eigenen Körper, was es heißt, als homosexueller Teenager nicht den archaischen Geschlechterrollen zu entsprechen. Am Ende aber steht eine zarte Utopie, die die Möglichkeit eines Ausbruchs aus sozialen Zuschreibungen und einer Emanzipation aus dem prekären, bildungsfernen Milieu aufzeigt.

Thiemo Strutzenberger, Mitglied im Schauspielensemble des Residenztheaters, hat den Roman für die Bühne adaptiert und erzählt mit diesem Monolog, die Geschichte einer Abrechnung, eines Aufbegehrens und eines Aufbruchs.

Vincent Glander wurde 1980 in München geboren. Er absolvierte sein Schauspielstudium an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Graz. Engagements führten ihn an das Schauspielhaus Wien, das Schauspiel Frankfurt sowie das Theater Basel. Am Residenztheater ist er u.a. in «Sommergäste», «Kassandra/Prometheus. Recht auf Welt» und in «Die drei Musketiere» zu sehen.

Künstlerische Leitung

Inszenierung Thiemo Strutzenberger