Niemand wartet auf dich

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von Lot Vekemans
aus dem Niederländischen von Eva M. Pieper & Alexandra Schmiedebach

Deutsche Erstaufführung

Premiere 22. Januar 2020, Zoom

Altersempfehlung ab 12 Jahren

Es spielt Juliane Köhler

 

Inszenierung Daniela Kranz Bühne und Kostüme Marie Roth Kamera Ben Halscheid Licht Thorsten Scholz Dramaturgie Leila Etheridge

 

 

Wer mit einem Finger auf andere zeigt, zeigt mit drei Fingern auf sich selbst: Die vielgespielte holländische Dramatikerin und Autorin Lot Vekemans gibt mit ihrem Stück drei Frauenfiguren eine Bühne, die sich auf unterschiedliche Weise mit der Frage nach der Eigenverantwortung auseinandersetzen. Die 85-jährige Gerda stößt in einer Bibliothek auf das Buch «Niemand wartet auf dich» und beschließt daraufhin statt sich über den herumliegenden Müll in der Nachbarschaft zu ärgern selbst aktiv etwas dagegen zu tun. Die Politikerin Ida will nicht mehr Spielball der Machtpolitiker*innen und ihrer Interessen sein. Sie findet sich in dem gegenwärtigen Politikstil nicht mehr zurecht und tritt nach einer Niederlage von ihrem Parteivorsitz zurück.  Zuletzt zweifelt auch die Schauspielerin selbst die Bedeutung und die Wirkungskraft ihres Berufs an und formuliert den Wunsch nach mehr Einflussnahme.   

 

«Niemand wartet auf dich
Wenn du nicht selbst in den Ring steigst
Wird jemand anderes deinen Platz einnehmen
Und du stehst am Rand und forderst lautstark,
was besser gemacht werden muss»

 

Juliane Köhler schlüpft in diese verschiedenen Figuren, die die bewusste Reflektion ihres persönlichen Engagements in der Gesellschaft verbindet. Vekemans fordert in einer direkten Ansprache an das Publikum mehr Eigeninitiative und Gedankenaustausch und die Ablehnung einer zunehmend zynischen Weltanschauung.

 

© 2020, Gustav Kiepenheuer Bühnenvertriebs-GmbH

 

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