Marienplatz

von Beniamin M. Bukowski

 

Uraufführung/Auftragswerk
Online-Premiere 20. Dezember 2020

 

In deutscher Sprache, mit englischen Untertiteln.
Altersempfehlung: ab 14 Jahren

Es spielen Liliane Amuat, Nicola Kirsch, Thomas Lettow, Hanna Scheibe, Myriam Schröder, Moritz von Treuenfels

 

Inszenierung András Dömötör, Bühne und Kostüme Sigi Colpe, Komposition Tamás Matkó, Licht Barbara Westernach, Dramaturgie Leila Etheridge

 

 

Teaser «Marienplatz»

Begrüßung und Stückeinführung mit dem Regisseur András Dömötör

Gespräch in englischer Sprache zwischen dem Autor Beniamin M. Bukowski und Prof. Dr. Christopher Balme (LMU, Leiter der Theaterwissenschaft)

Die Uraufführung von Beniamin M. Bukowskis «Marienplatz», in der Inszenierung des ungarischen Regisseurs András Dömötör, ist die erste Online-Premiere des Residenztheaters. Das Stück entstand im Auftrag des Residenztheaters im Rahmen der Plattform für internationale zeitgenössische Dramatik «Welt/Bühne» zur Förderung junger internationaler Autor*innen. Der polnische Autor Beniamin M. Bukowski war eingeladen, mehrere Monate in München zu leben und ein neues Stück für das Residenztheater zu entwickeln. Die Uraufführung war ursprünglich für Samstag, 19. Dezember, im Marstall geplant.

«Marienplatz» kreist um einen realen Vorfall aus dem Jahr 2017: Am 19. Mai gegen drei Uhr früh fuhr ein Mann mit seinem Auto auf den Münchner Marienplatz, übergoss sich mit mehreren Litern Benzin und zündete sich an. Er verstarb kurze Zeit später im Krankenhaus und bis heute haben sich weder seine Identität noch die Umstände seiner Selbstverbrennung aufgeklärt, wohl aber Anlass zu Spekulationen verschiedenster Couleur gegeben. Die Diskussion führt Bukowski auf der Bühne weiter: Was könnte die rätselhafte Tat bedeuten? Sagen die Interpretationsansätze womöglich mehr über die Zuschauer*innen aus als über den Täter selbst? Und wie erzählt man von einer solchen Tat im Theater? Seine eigenen Erfahrungen während der dreimonatigen Recherche in München gibt der Autor an die Schauspieler*innen weiter und spinnt ein diskursives Netz über den Begriff des Opfers und den ambivalenten Umgang mit Eigen- und Fremdwahrnehmung.

 

Das Streaming-Angebot des Residenztheaters wird realisiert in Kooperation mit easy-connect.