Resi sendet

Theater ist eine Kunstform der Versammlung, einer vorübergehenden Öffentlichkeit, die sich Abend für Abend bildet, wieder auflöst und anderntags neu zusammenfindet. Es lebt von der geteilten Anwesenheit der Schauspieler*innen und Zuschauer*innen. Solange dies nicht in der gewohnten Weise möglich ist, versuchen wir, diesen Raum durch unterschiedliche alternative Formen herzustellen: ob telefonisch, als Podcast, in einer Zoom-Konferenz, per Videotagebuch oder Stream. Auch wenn sich der Vorhang noch nicht heben kann – Resi sendet.

 

Auf dieser Seite finden sie das aktuelle Angebot des Residenztheaters. Wir freuen uns, wenn Sie zuschauen, zuhören und sich aus der Ferne versammeln.

 

Die GOLDENE KRONE – Das Corona Tagebuch des Resi «Klub Gold»

Seit November 2019 arbeiteten 18 Menschen 60+ im Resi «Klub Gold» auf den Probebühnen des Residenztheaters an einer eigenen Theaterproduktion. Am 13. März 2020 fand die letzte Probe statt. Wie konnte die gemeinsame Arbeit weitergehen in der Zeit der Isolation? Vom 1. April bis zum 1. Juni 2020 trafen sich die Spieler*innen des Resi «Klub Gold» täglich im digitalen Raum, um gemeinsam Tagebuch zu schreiben. Entstanden sind über 120 Seiten Material. Das folgende Video zeigt Ausschnitte aus diesem gemeinsamen Tagebuch.

50 Mal Lenz – ein Versuch

nach der Novelle «Lenz» von Georg Büchner

Eine Aufführung auf Zoom

 

Termine werden im Spielplan auf dieser Website oder auf den Social Media Kanälen des Residenztheaters veröffentlicht. 
Nach der Reservierung erhalten Sie einen Link zur Konferenz, das Programm Zoom muss vorab auf Ihrem Computer installiert sein.

 

Die Schauspielerin Lisa Stiegler und der Regisseur Gernot Grünewald ergänzen unseren Büchner-Schwerpunkt der Spielzeit und adaptieren die Novelle über den Schriftsteller Jakob Michael Reinhold Lenz auf Sinnsuche. Während in der ursprünglichen Inszenierung auf engstem Raum für jeweils ein*e real anwesende*n Zuschauer*in gespielt wurde, entsteht nun in Auseinandersetzung mit der derzeitigen Situation eine Weiterentwicklung des Projekts: Jetzt sind fünf Menschen live per Zoom-Konferenz zur Vorstellung in der Theatergarderobe eingeladen. Auch Sie sind dabei gebeten, ihre Kamera und ihr Mikrofon einzuschalten und so als wesentlicher Teil der Vorstellung präsent zu sein: als Publikum. Im anschließenden Gespräch haben Sie Gelegenheit, sich mit der Schauspielerin über das Erlebte auszutauschen.

 

Insgesamt fünfzig Mal wird Lisa Stiegler «Lenz» spielen.

 

 

Mit Lisa Stiegler
Inszenierung Gernot Grünewald
Ton Alexander Zahel

Resi-Vlog: TAGEBUCH EINES GESCHLOSSENEN THEATERS

TAGEBUCH EINES GESCHLOSSENEN THEATERS ist ein Beitrag des Residenztheater-Ensembles zur gegenwärtigen Situation. Videokünstler Jonas Alsleben collagiert dafür, in Zusammenarbeit mit den Ensemblemitgliedern, jeden Tag einen kurzen Film.


Künstlerische Leitung, Video und Regie Jonas Alsleben. Künstlerisches Team und Mitarbeit: Max Rothbart, Pia Händler, Ilario Rascher, Camill Jammal, Franziska Huber, Lisa Käppler, Jonas Vogt, Silke Messemer, Rosanna König, Anna Gillis, Richard Wagner.

Die drei Musketiere bleiben Zuhause – Versuch einer Aufführung auf Skype

Probenbetrieb im Homeoffice: Die drei Musketiere, die eigentlich vier sind, haben die Zeit der Ausgangsbeschränkung nicht auf sich sitzen lassen, sondern sich auf Skype getroffen und versucht, die Inszenierung am Bildschirm zu spielen. Neben Dumas' Widersachern spielen jetzt allerdings auch ganz andere Verbindungsprobleme und Übertragungsverzögerungen eine Rolle. Entstanden ist ein Making-of, das von den Tücken der Online-Kommunikation genauso erzählt, wie von der Einsamkeit der Figuren oder eines Ensembles ohne Theaterbetrieb.

 

Von und mit Elias Eilinghoff, Vincent Glander, Nicola Mastroberardino und Michael Wächter

Aus dem Stadtraum ins Radio und auf die (virtuelle) Bühne: M (1/2/3) – Eine Stadt sucht einen Mörder

Triptychon von Schorsch Kamerun nach Fritz Lang und Thea von Harbou mit Soundscapes von Cathy van Eck

 

Dieses in seiner Zusammenarbeit einmalige Audio-, Film- und Musiktheaterformat ist ein Beschreibungs- und Reaktionsversuch auf die Schrecken und Chancen der Gegenwart mit ihren realen und empfundenen Ängsten, ihren Einschränkungs- und Solidaritätsreflexen, sowie auf die Herausstellung von Zukunft für menschenverzaubernde Transformationen.

 

«Das Virus ist unter uns» lautet die tägliche Alarmmeldung an unser Menschsein seit März 2020. Strikte Maßnahmen gegen die Verbreitung der Pandemie verändern die Gesellschaft, den Stadtraum, die Kunst. Wo eine physische Bühnenaufführung im Münchner Marstall und in seiner Umgebung stattfinden sollte, herrschen Kontaktverbote wie allerorts. So wird das Radio der Ort für eine künstlerische Auseinandersetzung mit den aktuell realen (und behaupteten) Ängsten der Gegenwart im Spiegel der Vergangenheit.

 

Eine Koproduktion von Bayerischem Rundfunk und Residenztheater in Zusammenarbeit mit der Münchener Biennale – Festival für neues Musiktheater 

 

Resi ruft an

Zurzeit keine neue Termine.

Holen Sie sich das Residenztheater nach Hause. Schauspieler*innen des Ensembles spielen Monologe, Szenen oder Monodramen – für Sie ganz persönlich und live am Telefon: Resi ruft an!

RESI RUFT AN FÜR KINDER

Zurzeit keine neue Termine.

Schauspieler*innen des Ensembles lesen für Kinder von 6 bis 12 Jahren live und ganz persönlich am Telefon Geschichten klassischer wie zeitgenössischer Kinderbuchautor*innen. So viel sei verraten: In den ausgewählten Geschichten ist die Welt ein klein bisschen anders als gewohnt. 

 

RESI LIEST VOR: «Gullivers Reisen» von Jonathan Swift

In einer Marathonlesung, veröffentlicht als Podcast-Folgen, widmet sich das Residenztheater diesem Klassiker der Weltliteratur und nimmt Sie mit auf eine phantastische Reise in ferne Welten, hinaus aus der Enge der eigenen vier Wände.

 

«Ich erblickte die Stadt zu meiner Linken, die aussah wie die Kulisse einer Stadt im Theater.»

 

ZEITFÜREINANDER

Dating in Zeiten von Social-Distancing. Zehn Schauspieler*innen, fünf Theater, eine Webserie

 

Aus der Isolation und Entfernung heraus kreieren zehn Schauspieler*innen mit der Regisseurin Anne Lenk Figuren, die sich auf eine virtuelle Suche nach Nähe begeben. Über eine Webseite für online Speed-Dating treffen sie in kurzen, improvisierten Tête-à-Têtes erstmals aufeinander, lernen sich kennen und gehen auf digitale Tuchfühlung.

 

«Sehnst Du Dich nach Nähe? Schön, wenn man Zeit hat, sich kennenzulernen.»

 

Entstanden sind fünf Videos, die nicht nur die Herzen der Charaktere höherschlagen lassen, sondern auch fünf derzeit vereinsamte Theater vernetzen – das Deutsche Theater Berlin, das Düsseldorfer Schauspielhaus, das Schauspiel Hannover, das Residenztheater München und das Staatstheater Nürnberg.