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Normalität und Schrecken: V. Das digitale Zeitalter – Fluch oder Segen?

Täglich künden die Nachrichten von den neuesten Zaubereien aus den Laboren der Robotik, 3D-Druckern und Künstlichen Intelligenz. Längst ist nicht mehr die Frage, ob Autos ohne menschliche Fahrer bewegt, kranke Menschen von Pflegerobotern betreut oder Containerterminals von Algorithmen gesteuert werden, sondern ab wann sich die Industrie 4.0 vollständig aus dem Griff des homo sapiens befreit. Sehen die Einen enthusiasmiert einen Transformationssturm aufkommen, der u.a. monotone Arbeit, Pflegenotstand, starre Arbeitshierarchien und menschliche Irrtümer der überwundenen Geschichte zuschreibt, bangen die Anderen der sukzessiven Abschaffung des Menschen entgegen. Wie schon zu Zeiten der industriellen Revolution stellt sich die Frage, ob Lebensverbesserung oder gesellschaftlicher Zusammenbruch Folge des Fortschritts sein werden.

Zu Gast Gesche Joost, Promotion über Filmrhetorik in Tübingen, seit 2011 an der Universität der Künste Berlin Professorin für Designforschung. Berät als ehrenamtliche Internetbotschafterin der Bundesregierung seit 2014 die EU-Kommission. Außerdem u. a. Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft für Designtheorie und -forschung e.V. und Mitgründerin der gemeinnützigen Calliope GmbH.

Moderation Bernd Graff, Studium der Philosophie, Germanistik und Theaterwissenschaft, Promotion, Autor der SZ seit 1992, Gründungsmitglied und stellvertretender Chefredakteur der SZ-Online-Redaktion. Zählt das Internet und seine Dienste zu den besten Errungenschaften der Menschheit. 

Eintritt frei mit Einlasskarten.

In Kooperation mit der Süddeutschen Zeitung.

 

 

Zur schönen Aussicht
  • Di 10. Jul 18, 18:00 Uhr

Normalität und Schrecken: III. Die Verwundbarkeit der Demokratie (Fotogalerie)

Normalität und Schrecken

Diskussionsreihe in Kooperation mit der Süddeutschen Zeitung

Die Kooperation des Residenztheaters mit der Süddeutschen Zeitung geht in die dritte Runde. In den seit 2016 regelmäßig stattfindenden Diskussionen, jeweils moderiert von einem Journalisten der SZ, geht es um gesellschaftspolitische Fragen der Gegenwart. Denn klar ist: Wir müssen reden. Mit Experten. Im Theater, inmitten von Künstlern und Rezipienten, Bürgern und Bürgern, zwischen Fakt und Fiktion. In dieser Spielzeit stehen aktuelle Phänomene im Zentrum, die von der (mal plötzlichen, mal schleichenden) Aufkündigung von Gewissheiten, Standards und Normativen geprägt sind.

Normalität und Schrecken