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Normalität und Schrecken: III. Die Verwundbarkeit der Demokratie – Chancen, Gefahren und Alternativen

Herfried Münkler und Johan Schloemann diskutieren

Die Demokratie ist ein altes Kind Europas. Von den Griechen vor 2.500 Jahren ersonnen, hat sie immer wieder ihre Gestalt verändert und angepasst, hat sich verborgen, Sternstunden erlebt und Ozeane überquert. Als Europa nach den zwei Weltkriegen ein Wrack war, hat sie den Kontinent zu großen Teilen eingenommen und nach dem Ende des Kalten Krieges ganz. So könnte ihr Mythos erzählt werden – doch die Welt entwickelt sich nicht linear. In der Realität verhandeln wir in komplexen politischen Prozessen, wie wir leben wollen, und es ist nicht gesagt, dass die Demokratie für alle Europäer alternativlos scheint. Symptome wie die größere Sehnsucht nach autoritärer Führung, der Unmut über die Verzahnung von Markt und Politik, die Entfremdung zwischen Wählern und Gewählten und eine zunehmende soziale Spaltung innerhalb der Gesellschaften künden von der Erosion ehedem stabiler Gewissheiten. Zeit, sich der demokratischen Vulnerabilität zu stellen.

Zu Gast Herfried Münkler, Professor für Politikwissenschaft, hat den Lehrstuhl für Theorie der Politik an der Berliner Humboldt-Universität inne und ist einer der profiliertesten politischen Theoretiker Deutschlands. Seine Veröffentlichungen zur Geschichte und Theorie des Krieges, politischer Theorie und Ideengeschichte, Risiko und Sicherheit gelten als Standardwerke. Von 2016 bis 2017 war er Carl Friedrich von Siemens Fellow bei der Siemens-Stiftung München.

Moderation Johan Schloemann studierte Klassische Philologie und Philosophie in Freiburg, Kopenhagen und Berlin; Promotion an der Berliner Humboldt-Universität. Stationen an der University of London, bei der FAZ und in der PR-Beratung, seit 2004 im Feuilleton der SZ.

In Kooperation mit 

Eintritt frei, mit Einlasskarten

 

 

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  • Fr 16. Mär 18, 17:00 Uhr