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Normalität und Schrecken: II. Europas Sehnsucht nach dem Autoritären

Wilhelm Heitmeyer und Jan Heidtmann diskutieren

Europas Landkarte färbt sich autoritär. Man sieht erfolgreichen Rechtspopulismus nicht mehr allein in Amerika, Polen oder Ungarn – vor dem eigenen Fenster schreit er längst: "Ick bün all hier!" Seitdem fragt man sich, ob und wie man "mit Rechten reden" soll, analysiert den abgehängten Ostdeutschen und belächelt den ewigen Nazi, auf dass er sich in Luft auflöse. Zeit, sich die gesellschaftlichen Verschiebungen anzusehen, die zum Erfolg von Petry, Le Pen, Strache & Co. geführt haben – und die  irritierenden Normalisierungsprozesse, deren Ende noch nicht zu erwarten ist.

Zu Gast      Wilhelm Heitmeyer ist Soziologe und forscht u.a. zu Rechtsextremismus. 1996 Gründungsdirektor des Instituts für interdisziplinäre Konflikt und Gewaltforschung der Universität Bielefeld.

Moderation    Jan Heidtmann war in den letzten fünf Jahren stellvertretender Leiter des Ressorts Innenpolitik. Seit Februar 2018 arbeitet er im neuen SZ-Ressort Meinung.

Eintritt frei, mit Einlasskarten

In Kooperation mit der Süddeutschen Zeitung.

 

 

Normalität und Schrecken

Diskussionsreihe in Kooperation mit der Süddeutschen Zeitung

Die Kooperation des Residenztheaters mit der Süddeutschen Zeitung geht in die dritte Runde. In den seit 2016 regelmäßig stattfindenden Diskussionen, jeweils moderiert von einem Journalisten der SZ, geht es um gesellschaftspolitische Fragen der Gegenwart. Denn klar ist: Wir müssen reden. Mit Experten. Im Theater, inmitten von Künstlern und Rezipienten, Bürgern und Bürgern, zwischen Fakt und Fiktion. In dieser Spielzeit stehen aktuelle Phänomene im Zentrum, die von der (mal plötzlichen, mal schleichenden) Aufkündigung von Gewissheiten, Standards und Normativen geprägt sind.

Normalität und Schrecken