Nora oder Ein Puppenheim

Schauspiel in drei Akten von Henrik Ibsen

aus dem Norwegischen von Angelika Gundlach

Nora hat ein Geheimnis, auf das sie sehr stolz ist. So stolz, dass sie gerne davon erzählt. Nur ihr Mann darf nichts davon erfahren. Vor Jahren hat sie ihm mit einer großen Summe Geld das Leben gerettet, das sie bei dem windigen Bankangestellten Krogstad geliehen hat. Da ihr Mann Torvald Helmer jetzt im Begriff ist, Bankdirektor zu werden, sollte es leicht fallen, die ausstehende Summe bald zu begleichen. Aber Krogstad fürchtet unter dem neuen Direktor um seinen Posten und nutzt sein Wissen um Noras Vergehen für eine Erpressung – sie soll dafür sorgen, dass er seine Stellung behält. Doch hat er vor Jahren einmal eine Unterschrift gefälscht und Torvald Helmer ist ein Mann von Prinzipien. Man könnte sagen, er hat nichts anderes. Nora hingegen hat keine Prinzipien. Sie kann nicht nach Regeln leben, die jemand anderes aufgestellt hat als sie selbst.

Wenn Regisseurin Mateja Koležnik Wert auf die Feststellung legt, dass sie Ibsens Schauspiel nicht als Stück über weibliche Emanzipation betrachtet, mag das zunächst verwundern. Schließlich gilt "Nora" als Paradebeispiel für eine frühe dramatische Befassung mit der "Frauenfrage". Und selbstverständlich findet sich die Gattin und Mutter Nora Helmer in die Regeln einer männlich dominierten Gesellschaft eingespannt und spürt den Druck empfindlich. Aber ihr Freiheitsdrang, ihre Lebenslust und ihr Unbehagen an der Kultur von Regeln und Geboten sind universell. Und so stark und ungebändigt, dass am Ende kein Kompromiss möglich ist.

Mateja Koležnik inszenierte "Nora oder Ein Puppenheim" bereits im Januar 2016 am Stadttheater Klagenfurt, ab 10. März 2016 ist nun eine Neueinstudierung mit dem Residenztheater-Ensemble in München zu erleben.

 

Cuvilliéstheater
  • Sa 28. Okt 17, 20:00 Uhr
  • Do 30. Nov 17, 20:00 Uhr
  • premiere 10 Mär 16
  • Vorstellungsdauer ca. 2 std.
  • Keine Pause
  • Regie Mateja Koležnik
  • Bühne Raimund Orfeo Voigt
  • Kostüme Axel Aust
  • Bühnenmusik Mitja Vrhovnik-Smrekar
  • Choreographie Magdalena Reiter
  • Dramaturgie Sylvia Brandl
mit

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Wir sind zurück im Cuvilliéstheater!

u.a. mit "Nora oder Ein Puppenheim" + "Die schmutzigen Hände"

Das Residenztheater ist im Dezember endlich zurück im Cuvilliéstheater und zeigt eine Vielzahl an Höhepunkten aus dem Resi-Repertoire, darunter "Nora oder Ein Puppenheim" und "Die schmutzigen Hände". Sichern Sie sich jetzt Ihre Karten im Vorverkauf!

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Kurt-Meisel-Preis 2016 für Oliver Nägele

Förderpreise für Genija Rykova und Valerie Pachner

Resi-Schauspieler Oliver Nägele, der bereits seit 2001 dem Ensemble des Residenztheaters angehört, erhält den diesjährigen Kurt-Meisel-Preis des Vereins der Freunde des Residenztheaters. Die Mitglieder des Vereins würdigen damit Nägeles herausragende schauspielerische Leistungen am Residenztheater. Die Förderpreise für junge Theatertalente gehen in diesem Jahr an die beiden Schauspielerinnen Genija Rykova, die seit 2012 am Resi spielt, sowie Valerie Pachner, die seit 2013 dem Ensemble angehört. Die feierliche Verleihung findet im Rahmen einer öffentlichen Theatermatinee am Sonntag, den 10. Juli, um 11.00 Uhr im Residenztheater statt!

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Zurück in Deutschlands schönstem Rokokotheater

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Nach mehreren Monaten, in denen das Gärtnerplatztheater im Cuvilliéstheater zu Gast war, sind dort nun endlich wieder Inszenierungen des Residenztheaters zu sehen, u.a. die gefeierten Inszenierungen von Henrik Ibsens "Nora oder Ein Puppenheim", Heiner Müllers "Philoktet" oder Oscar Wildes "BUNBURY oder VON DER NOTWENDIGKEIT, ERNST ZU SEIN". Erleben Sie besondere Theatervorstellungen in Deutschlands schönstem Rokokotheater!

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Nora oder Ein Puppenheim (PDF)

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NORA ODER EIN PUPPENHEIM

INHALTSANGABE

Nora hat ein Geheimnis, auf das sie sehr stolz ist. So stolz, dass sie gerne davon erzählt. Nur ihr Mann darf nichts davon erfahren. Vor Jahren hat sie ihm mit einer großen Summe Geld das Leben gerettet, aber die Zeit der Dankbarkeit ist noch nicht gekommen. Denn noch ist Nora jung und hübsch und glaubt, des Dankes nicht zu bedürfen. Und noch sind die Schulden nicht abbezahlt, die sie bei dem windigen Bankangestellten Krogstad aufgenommen hat, und also ist auch der Schuldschein noch nicht wieder in ihren Händen, der eine von ihr gefälschte Unterschrift trägt.

NORA ODER EIN PUPPENHEIM

"Ich muss über- legen, wer Recht hat, die Gesell- schaft oder ich."

Henrik Ibsen, "Nora oder Ein Puppen- heim"

NORA ODER EIN PUPPENHEIM (FOTOGALERIE)

03 Mär 16
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Genija Rykova spielt Nora: Henrik Ibsens "Nora oder Ein Puppenheim" ab 10. März im Cuvilliéstheater! der Vorverkauf läuft.