Marstallplan 1: frei willig arbeiten

Ein Projekt von satellit produktion

Marstallplan "Luxus braucht Sklaverei"

Wie leben wir und auf wessen Kosten? Wer zahlt den Preis von Luxus und Wachstum? Und wo bleibt die persönliche Möglichkeit einer Wahl oder eines Eingriffs? Wo die Chance auf Veränderung? Das Sommerfestival Marstallplan 2015 stellt sich diesen Fragen und lädt junge Regisseure zum Thema ein. Die Marstallplan-Inszenierungen werden in kurzer Zeit produziert. Sie sind Skizzen und eine gewollte Überforderung am Ende der Spielzeit. Das Festival sucht 2015 das Spiel mit der grotesken Geschichte des Handels vom Menschen mit Menschen. Den modernen Sklaven und dem Wachstumsmarkt Mensch schenken wir ein Festival lang Aufmerksamkeit.

Ich verbringe einen Großteil meiner Lebenszeit mit Arbeit.
Welchen Stellenwert hat Geld für mich?
Wie gehe ich mit Macht um?
Und was bedeutet mir Freiheit?

In einer experimentellen Kollage aus wortgewaltigen Fremdtexten und einer persönlich-dokumentarischen Recherche untersucht „frei willig arbeiten" unseren Lebenswert. Wie empfindet beispielsweise ein junger Unternehmer, ein Straßenkehrer oder ein Schauspieler den Wert seiner Arbeit in der Gesellschaft? Am Ende bedeutet das auch zu hinterfragen, wie wir uns heute selbst versklaven und wo wir unseren ganz persönlichen Luxus finden können.

Ana Zirner gründete 2012 die freie Gruppe satellit produktion. Für sie ist der Umgang mit aktuellen politischen Themen untrennbar mit ihrer Theaterarbeit verbunden. Sie studierte Theaterregie an der Folkwang Universität der Künste, sowie Filmregie und Islam- und Politikwissenschaften in Berlin. Ana Zirner arbeitet auch als Filmregisseurin und Kulturmanagerin. Sie engagiert sich für interkulturelle Zusammenarbeit und die Vernetzung der Münchner freien Szene.

satellit produktion setzt sich in seinen Projekten mit aktuellen politischen und sozialen Themen auseinander. Der Ausgangspunkt ist immer ein bestimmtes Ereignis oder eine persönliche Fragestellung. Alle Texte basieren auf dokumentarischer Recherche und wortgetreuen Transkripten der dazu geführten Gespräche. Durch interdisziplinäre künstlerische Prozesse werden diese für die Bühne verarbeitet. "brothers in arms", die letzte Produktion, tourt seit ihrer Premiere im Februar 2014 erfolgreich durch internationale Festivals. Die nächste Arbeit "HIATUS - Ein Projekt über Bettler und Passanten" hat im November 2015 im Rahmen des SPIELART Festival München Premiere. 

 

Der reguläre Preis beträgt 9 Euro je Einzelvorstellung. Beim Kauf von Karten für mindestens drei Einzelvorstellungen von Marstallplan 1 und/oder Marstallplan 2 erhalten Sie die Einzelkarte für je 6 Euro. Dieses Package ist nur telefonisch unter 089 2185 1940 und an den Kassen der Bayerischen Staatstheater erhältlich. Schüler und Studenten erhalten gegen Vorlage eines gültigen Ausweises Karten für 6 Euro je Einzelvorstellung.

  • premiere 04 Jul 15
  • Regie + Konzept Ana Zirner
  • Bühne Bettina Pommer
  • Kostüme Henriette Müller
  • Licht Markus Schadel
  • Dramaturgie Christina Hommel + Martina Missel
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Sophie von Kessel erhält Kurt-Meisel-Preis 2015

Verleihung zusammen mit dem Marstallplan-Publikumspreis am 19. Juli im Residenztheater

Schauspielerin Sophie von Kessel, die seit 2011 Ensemblemitglied am Residenztheater ist, erhält den mit 5.000 Euro dotierten Kurt-Meisel-Preis 2015 des Vereins der Freunde des Residenztheaters. Die Laudatio auf Sophie von Kessel hält der in Paris lebende Autor und Reporter Andreas Altmann. Und den diesjährigen Förderpreis erhält Regisseurin Ana Zirner zusammen mit Bühnenbildnerin Bettina Pommer und Kostümbildnerin Henriette Müller, die beim Marstallplan 2015 mit "frei willig arbeiten" eine experimentelle Kollage zum Thema "Luxus braucht Sklaverei" erarbeiteten. Die feierliche Verleihung findet im Rahmen einer öffentlichen Theatermatinee im Residenztheater am Sonntag, den 19. Juli um 11.00 Uhr statt. Der Eintritt ist frei.

Sophie von Kessel erhält Kurt-Meisel-Preis 2015

MARSTALLPLAN 1: FREI WILLIG ARBEITEN

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