Madame Bovary

von Albert Ostermaier nach dem Roman von Gustave Flaubert in der Übersetzung von Elisabeth Edl

Uraufführung!!

Eine Bauerstochter aus der Normandie heiratet den Arzt Charles Bovary, der sie bald langweilt, wie auch die Provinz in der sie landet und so träumt sie von Paris, nimmt sich zwei Liebhaber und am Ende Arsen, als sie vor Schulden und Verzweiflung keinen Ausweg mehr sieht. Sie ist der Archetyp der unverstandenen Frau, die sich in Tagträume flüchtet, ausgelöst durch Romanlektüre, unerfülltes Sehnen und eine ausgesprochen reiche Phantasie. Am Ende leidet Emma Bovary an ihrer Liebe und ihrem Geliebtwerden, sie „spürte, dass ihre Seele sie durch diese Erinnerung verließ, so wie die Verwundeten, wenn sie im Sterben liegen, fühlen, wie das Leben durch ihre blutende Wunde entweicht.“ Ihr Tod bringt keine Sühne.

Mehr als fünf Jahre arbeitet Flaubert intensiv an seiner „Madame Bovary“, fast täglich erzählt er in Briefen davon, bis zum Ende überarbeitet er, korrigiert, liest laut, ändert zurück in unzählbaren Korrekturgängen. Das Ergebnis ist nicht weniger als der Beginn der literarischen Moderne.

  • premiere 21 Nov 14
  • Vorstellungsdauer ca. 1 std. 25
  • Regie Mateja Koležnik
  • Bühne Henrik Ahr
  • Kostüme Alan Hranitelj
  • Musik Mitja Vrhovnik-Smrekar
  • Licht Uwe Grünewald
  • Choreographie Matija Ferlin
  • Dramaturgie Götz Leineweber
mit

Letzte Chance: gefeierte Inszenierungen zum letzten Mal auf unseren Bühnen

Verpassen Sie nicht die letzten Vorstellungen u. a. von "Hexenjagd", "ICH ICH ICH" + "The Dark Ages"

Im Juni verabschieden wir uns von Inszenierungen aus unserem Repertoire: zum letzten Mal auf dem Spielplan stehen die gefeierten Inszenierungen "ICH ICH ICH" am 23. Juni im Residenztheater, "Madame Bovary" mit Sophie von Kessel in der Titelrolle am 24. Juni und Milo Raus politische Psychoanalyse unserer Zeit "The Dark Ages" 25. Juni im Marstall. Dernière feiert auch Tina Laniks Inszenierung "Hexenjagd" von Arthur Miller am 23. Juli im Residenztheater.

Letzte Chance: gefeierte Inszenierungen zum letzten Mal auf unseren Bühnen

Sophie von Kessel erhält Kurt-Meisel-Preis 2015

Verleihung zusammen mit dem Marstallplan-Publikumspreis am 19. Juli im Residenztheater

Schauspielerin Sophie von Kessel, die seit 2011 Ensemblemitglied am Residenztheater ist, erhält den mit 5.000 Euro dotierten Kurt-Meisel-Preis 2015 des Vereins der Freunde des Residenztheaters. Die Laudatio auf Sophie von Kessel hält der in Paris lebende Autor und Reporter Andreas Altmann. Und den diesjährigen Förderpreis erhält Regisseurin Ana Zirner zusammen mit Bühnenbildnerin Bettina Pommer und Kostümbildnerin Henriette Müller, die beim Marstallplan 2015 mit "frei willig arbeiten" eine experimentelle Kollage zum Thema "Luxus braucht Sklaverei" erarbeiteten. Die feierliche Verleihung findet im Rahmen einer öffentlichen Theatermatinee im Residenztheater am Sonntag, den 19. Juli um 11.00 Uhr statt. Der Eintritt ist frei.

Sophie von Kessel erhält Kurt-Meisel-Preis 2015
Bild 

"Ce Soir" aus "Madame Bovary"

Liedtext

Der Text des von Mitja Vrhovnik-Smrekar komponierten und gesungenen Liedes "Ce Soir" aus "Madame Bovary" folgt Brieffetzen, die Gustave Flaubert an seine Geliebte Louise Colet schrieb. Die Briefe lesen sich über weite Strecken wie Schreibübungen zu "Madame Bovary".

"Ce Soir" aus "Madame Bovary"