Eurydice :: Noir Désir

Ein Projekt von Bernhard Mikeska, Lothar Kittstein und Alexandra Althoff

In dieser Nacht enden zwei Leben und eine "amour fou", die bis zum Äußersten ging. Kein Blick zurück. Eins sein. Die Zeit zum Stillstand bringen. Was passiert, wenn man sich selbst aufgibt, um den anderen ganz zu besitzen? Zwei Sonnenkinder, verwöhnt von Liebe und Erfolg, löschen sich mit ihrer dunklen Begierde gegenseitig aus. Als alles vorbei ist, ist sie tot und sein Leben zerstört. Im Mythos bezwingt die Sehnsucht den Tod und das Begehren tötet. Wenn zwei Menschen sich lieben, scheint alles möglich. "Eurydice :: Noir Désir" ist eine Reise nach innen. Immer wieder beginnt die Inszenierung für jeden einzelnen Zuschauer von neuem. Das Guckkastenprinzip ist aufgehoben. Der Zuschauer ist mittendrin, und keiner weiß, ob er wirklich nur Beobachter oder schon Teil des Geschehens ist. Schein und Realität greifen ineinander. Eine Theatererfahrung mit der Fiktion einer Intimität, die berührt und verstört.

Bernhard Mikeskas Theaterentwürfe betreiben ein Spiel mit der Logik eines konsistenten Raum-Zeit-Kontinuums und der inneren Welt der Wahrnehmung. Sehgewohnheiten, Haltungen und Verhältnisse zwischen Zuschauern und Schauspielern werden in seinen Installationen überprüft und neu justiert. Seit "REMAKE :: ROSEMARIE" (2009, Schauspiel Frankfurt) arbeitet Bernhard Mikeska regelmäßig mit dem Autor Lothar Kittstein und der Dramaturgin Alexandra Althoff zusammen.

Kartenreservierung erforderlich. Einlass für je einen Zuschauer alle 12 Minuten ab 17.36 Uhr. Treffpunkt im Foyer des Cuvilliéstheaters. Die Inszenierung dauert etwa eine Stunde und findet teils in unausgebauten Räumen statt, bitte achten Sie auf festes Schuhwerk.

Mit freundlicher Unterstützung des Vereins der Freunde des Residenztheaters

  • premiere 05 Dez 13
  • Regie Bernhard Mikeska
  • Text Lothar Kittstein
  • Raum Maximilian Lindner + Bernhard Mikeska
  • Kostüme Almut Eppinger
  • Sounddesign + Musik Knut Jensen
  • Licht Gerrit Jurda
  • Dramaturgie Alexandra Althoff + Götz Leineweber
mit

Valery Tscheplanowa erhält Alfred-Kerr-Darstellerpreis des Theatertreffens 2014

Resi-Ensemblemitglied Valery Tscheplanowa erhält den diesjährigen Alfred-Kerr-Darstellerpreis für die beste Leistung eines jungen Schauspielers/einer jungen Schauspielerin im Rahmen des Theatertreffens für ihre Rolle der "Njurka" in Dimiter Gotscheffs Inszenierung von "Zement", mit der das 51. Berliner Theatertreffen am 2. Mai eröffnet wurde. Die Allein-Jurorin Edith Clever hat nach Besuch aller zum Theatertreffen 2014 eingeladenen Inszenierungen diese Entscheidung getroffen. Der Preis ist mit 5.000 € dotiert. Die Preisverleihung fand am letztes Tag des des Theatertreffens im Haus der Berliner Festspiele statt.

Valery Tscheplanowa erhält Alfred-Kerr-Darstellerpreis des Theatertreffens 2014

Residenztheater beim "virtuellen Theatertreffen 2014"

Das Internetportal nachtkritik.de lud auch in diesem Jahr wieder zu einem "virtuellen Theatertreffen". Aus 61 Inszenierungen des letzten Jahres, die von der nachtkritik.de-Redaktion nominiert wurden, wählten die Leserinnen und Leser ihre zehn Favoriten: Acht Tage lang waren das Wahllokal geöffnet. Bis zu zehn Stimmen konnte jeder Wähler abgegeben. Für die "zehn wichtigsten Inszenierungen des vergangenen Jahres". Das Residenztheater schaffte es als einziges Haus gleich mit zwei Inszenierungen in die Endauswahl: Dimiter Gotscheffs Inszenierung von Heiner Müllers "Zement“ sowie Bernhard Mikeskas Projekt "Eurydice :: Noir Désir". Wir freuen uns riesig und gratulieren beiden Produktionen sehr herzlich! Hier finden Sie die gesamte Auswahl des virtuellen Nachtkritik-Theatertreffens 2014.

Residenztheater beim "virtuellen Theatertreffen 2014"

Zum Spielort von "Eurydice :: Noir Désir"

Bei den unter dem Apothekenhof gelegenen Gängen handelt es sich um Kasematten, also vor die Festungsmauer gebaute, in diesem Fall überwölbte, einstöckige Gebäude der Neuveste, jener vierflügligen Burganlage, die den Ursprung der Residenz bildet, erbaut ab Ende 14. Jahrhunderts als nordöstlicher Teil der noch heute am Altstadtring im Stadtbild abzulesenden Stadtbefestigung. 

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WER WAR EURYDIKE?

Von Karl Kerényi

Sie gehört zu keiner Familie der Heroenzeit und ist von keinen himmlischen Ahnen herniedergestiegen, von denen die Erzähler wussten. Sie gehört nur zu Orpheus. Wenn wir der Bedeutung der Namen nachgehen, die ihr gegeben wurden, gelangen wir immerhin zu einer Königin der Toten. Eurydike bedeutet die "Richtende" mit einer die weite Erdoberfläche umfassenden Macht.

WER WAR EURYDIKE?

Eurydice :: Noir Désir Programmheft (PDF)

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EURYDICE :: NOIR DÉSIR (FOTOGALERIE)

Eurydice :: Noir Désir

Zum Projekt

Es ist Nacht in Vilnius, als am 27. Juli 2003 eine Liebe ihr jähes Ende findet. Der französische Rockstar Bertrand Cantat verletzt seine Geliebte, die Schauspielerin Marie Trintignant, in einem Streit tödlich. Regisseur Bernhard Mikeska entwickelt seine Version des Mythos von Orphée und Eurydice vor der Folie der Ereignisse in Vilnius 2003.

Eurydice :: Noir Désir

"Sieh dich nicht um. Denn ich bin hinter dir. Ich gehe nie mehr weg. Aus deinem Kopf."
"Eury- dice :: Noir Désir"

Spielzeit 2013/2014

Das Jahr der unruhigen Träume hat begonnen! Neben einem Themenkreis um die Jahre 1913/14, in denen vor hundert Jahren der Erste Weltkrieg die Moderne erschütterte, prägt, ausgehend von Johann Wolfgang Goethe, ein "Faust"-Schwerpunkt den Spielplan dieser Spielzeit. Unsere Spielzeithefte liegen an unseren Spielstätten und am Zentralen Kundenschalter am Marstallplatz 5 aus.

Spielzeit 2013/2014