Drei Schwestern

von Anton Tschechow

Deutsch von Angela Schanelec nach einer Übersetzung von Arina Nestieva

Der alte Garten der Prosorows ist eine arkadische Oase, fast ein Paradies. Er hat nur einen Fehler — er befindet sich nicht am richtigen Ort. Die kleine Provinzstadt, in die der General Prosorow vor elf Jahren mit seinem Sohn Andrej und den drei Schwestern Olga, Mascha und Irina versetzt worden ist, hat außer dem Militär nichts zu bieten.

Ein Jahr nach dem Tod des Generals zielen die Sehnsüchte und Träume besonders der drei Schwestern daher auf Flucht: "Nach Moskau, nach Moskau!" In der Hauptstadt soll ihr Bruder Andrej Professor werden und alle Zukunftswünsche der Schwestern in Erfüllung gehen. Aber obwohl sie nicht aus ihrem „Paradies“ fortkommen, scheinen sie dennoch die letzten Idealistinnen zu sein, die trotz Alltagstrott und persönlichen Miseren nach einer Aufgabe und einem Sinn in ihrem Leben suchen: Karriere? Arbeit? Heirat? Liebe? Dann verspielt ihr Bruder Andrej das Haus samt Garten und die Besinnung auf die eigene Existenz beginnt.

"Von Tschechow lernen, heißt auf Siege verzichten lernen", schreibt Gerhard Bauer in seinem Buch "Lichtstrahl aus Scherben". Anton Tschechow und seine Figuren beschreibt er als strahlende Verlierer, die sich im Geflecht aus ihrer Verantwortung und ihren Visionen eines Lebens im Einklang mit sich selbst und der Natur in tragikomischer Verzweiflung spielend verirren.

  • premiere 25 Mär 15
  • Vorstellungsdauer ca. 2 std. 45
  • eine pause
  • Regie Tina Lanik
  • Bühne und Kostüm Stefan Hageneier
  • Licht Gerrit Jurda
  • Dramaturgie Andrea Koschwitz
mit

im Garten von Tschechows "Drei Schwestern".

im Garten von Tschechows "Drei Schwestern".
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DREI SCHWESTERN (FOTOGALERIE)

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Drei Schwestern

Inhaltsangabe

Der alte Garten der Prosorows ist eine arkadische Oase, fast ein Paradies. Er hat nur einen Fehler - er befindet sich nicht am richtigen Ort. Die kleine Provinzstadt, in die der General Prosorow vor elf Jahren mit seinem Sohn Andrej und den drei Schwestern Olga, Mascha und Irina versetzt worden ist, hat außer dem Militär nichts zu bieten.

Drei Schwestern

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Bis noch vor kurzer Zeit konnte es so scheinen, als ob die Natur in der Lage wäre, die Menschen aus ihren Interessenskonflikten zu reißen und sie im Hinblick auf eine ihnen allen einsichtige Erfordernis zu solidarisieren: von den ersten Warnungen des Club of Rome bis zu den Kyoto-Protokollen schien die Hoffnung aufzukeimen, dass die Menschheit, wenn schon nicht angesichts der immer größeren und immer katastrophaleren Unterschiede von Arm und Reich, so doch wenigstens angesichts der drohenden Vernichtung des eigenen Planeten zu einem Umdenken fähig und bereit sein könnte.

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