Der Eindringling

Marstallplan 2

von Maurice Maeterlinck

Deutsch von Leopold von Schlözer

Die Atmosphäre im Raum ist angespannt, beherrscht von Stille und Geräuschen, erfüllt vom Warten der Wartenden. Sie wollen dem Unausweichlichen ausweichen, ihr Miteinander ist eine Elegie der letzten Stunden. Maurice Maeterlincks "Der Eindringling" ist Familiendrama und Generationenkonflikt, akustische Raumerfahrung und visuelle Wahrnehmungsbeschränkung – oder, um es mit Marinetti zu sagen: "Wir, die italienischen Futuristen (…) besingen mit Freude deinen Ruhm, dein konkretes und abstraktes Werk, das so viel Futuristisches in sich birgt, teurer und großer Maeterlinck."

Hannes Köpke wurde 1995 in Hannover geboren. Er hospitierte und assistierte am Schauspielhaus Hannover, Schauspielhaus Wien, Hebbel am Ufer Berlin, an der Oper Frankfurt, am Commedienhaus Hanau, und in Schloss Esterhazy in Eisenstadt. Er betreute die Salonopern-Company "I Virtuosi Ambulanti" als Dramaturg des Pasticcios Wertheriade 14. Im BallhofCafe Hannover inszenierte er "Das Bildnis des Dorian Gray" nach Oscar Wilde und Raum nach Enma Donoghue. Seit 2014 studiert er Regie an der Theaterakademie August Everding und inszenierte dort bisher "Dekalog X" nach Kieslowski und "Sansibar oder der letzte Grund" nach Alfred Andersch. Im November 2016 folgte die Bachelorinszenierung "Ein Porträt des Künstlers als junger Mann" nach James Joyce.

Der Eindringling stört. Er bricht ein in die Blase, in der es bequem und zugleich unerträglich zugeht, er ist der Fremdkörper, der sich in die gehegte und verabscheute Ordnung zwängt, der urplötzlich hereinplatzt und doch schon lange da war. Er stößt auf erbitterten Widerstand, wird sehnsüchtig erwartet, gleich wie kommt er unaufhaltsam und mit ihm die Veränderung. Denn nichts kann bleiben, wie es ist, und nichts ist quälender als die Unsicherheit vor dem Folgenden. Der Marstallplan 2017 sucht nach dem Auslöser, der Leben zerbrechen, der Gewohnheit und Glauben hinterfragen lässt, der durch Untergang das Neue hervorbringt. Gesellschaft definiert sich über gemeinsame Werte und Normen, reagiert auf ein Bedürfnis nach Orientierung und Sicherheit, doch wenn die Zwänge dadurch überhandnehmen, wird die Angst vor dem Chaos zur Sehnsucht. 

Die Vorstellungen des Marstallplans sind auch im Package erhältlich: Ab dem Kauf von vier verschiedenen Vorstellungen kostet jedes Ticket nur 6€. Das Package ist ausschließlich telefonisch 089 2185 1940 oder an der Tageskasse am Marstallplatz 5 erhältlich.

Marstall
  • Fr 21. Jul 17, 21:00 Uhr
  • premiere 01 Jul 17
  • Vorstellungsdauer ca. 1 std.
  • Regie Hannes Köpke
  • Bühne + Kostüme Hannah Ebenau + Julius Zimmermann
  • Musik Jasmina Rezig
  • Licht Igor Belaga
  • Dramaturgie Thorben Meißner
mit

DER EINDRINGLING (FOTOGALERIE)

Marstallplan 2017 "Der Eindringling"

Der Eindringling stört. Er bricht ein in die Blase, in der es bequem und zugleich unerträglich zugeht, er ist der Fremdkörper, der sich in die gehegte und verabscheute Ordnung zwängt, der urplötzlich hereinplatzt und doch schon lange da war. Er stößt auf erbitterten Widerstand, wird sehnsüchtig erwartet, gleich wie kommt er unaufhaltsam und mit ihm die Veränderung. Denn nichts kann bleiben, wie es ist, und nichts ist quälender als die Unsicherheit vor dem Folgenden. Der Marstallplan 2017 sucht nach dem Auslöser, der Leben zerbrechen, der Gewohnheit und Glauben hinterfragen lässt, der durch Untergang das Neue hervorbringt. Gesellschaft definiert sich über gemeinsame Werte und Normen, reagiert auf ein Bedürfnis nach Orientierung und Sicherheit, doch wenn die Zwänge dadurch überhandnehmen, wird die Angst vor dem Chaos zur Sehnsucht. Knappes Budget, drei Wochen Probenzeit und kurze Auf- und Abbauzeiten sind die Bedingungen, unter denen vier junge Regisseure ab 30. Juni + 1. Juli ihre Arbeiten zeigen.

Marstallplan 2017 "Der Eindringling"