Camill Jammal

Geboren 1985 in Heidelberg, verließ Camill Jammal mit 16 Jahren die Schule, um an der Otto Falckenberg Schule in München Schauspiel zu studieren. Anschließend arbeitete er frei und 2007 führte es ihn an das Theater der Landeshauptstadt Magdeburg, wo er 2008 den Nachwuchspreis des Theaters und der Stadt erhielt, sowie 2009 an das Schauspiel Hannover, an dem er bis 2014 Ensemblemitglied war. Danach arbeitete er als freischaffender Schauspieler in Hamburg, unter anderem am Thalia Theater. Von 2015 bis 2019 war er Ensemblemitglied am Deutschen Theater Berlin und arbeitete dort u. a. mit Christopher Rüping, Anne Lenk, Karin Henkel, Andreas Kriegenburg und Thom Luz. Camill Jammal ist nicht nur als Schauspieler auf der Bühne zu erleben, sondern auch regelmäßig als Film‑ und Theatermusiker tätig.

Zu sehen in

Mareike Beykirch begibt sich auf eine ganz persönliche Welt-Raum-Mission in die eigene Vergangenheit. Inspiriert von den Texten des französischen Schriftstellers Édouard Louis probiert sie sich an einer Familienaufstellung und beschreitet ihren eigenen Weg aus dem Vorharz über Theaterstationen quer durch Deutschland bis nach München noch einmal neu – mit soziologischem Detektivgespür, verschiedensten theatralen Ansätzen und schonungsloser Offenheit.

Androiden aus Mitteldeutschland
Marstall Café, 20.00 Uhr
So 19 Jul

Die antiken Figuren Kassandra und Prometheus sind in Rittbergers Doppelstück die Sehenden in der aktuellen Flüchtlingstragödie. «Kassandra» erzählt von der humanitären Katastrophe in Form eines Lehrstücks und aus menschlicher Perspektive, in «Prometheus» wird die menschliche Ordnung aus göttlicher Perspektive befragt.

Kassandra/Prometheus. Recht auf Welt

Thom Luz und sein spielendes und musizierendes Ensemble erschaffen im Marstall eine Münchner Fassung der Ives'schen Symphonie «Central Park in the Dark»: einen akustischen Spaziergang zum Olympiapark. Mit dabei: Musik aus verschiedenen Jahrhunderten, berühmte Persönlichkeiten aus Kunst und Wissenschaft – und je dunkler es wird, umso mehr auch flüsternde Stadtgespenster und begrabene bayerische Hunde.

Olympiapark in the Dark

Während wir voll Freude die ersten Vorstellungen, die Sie bald wieder auf der Bühne erwarten werden, vorbereiten, möchten wir Sie zu einem ersten Schnupperblick ins Residenztheater einladen: Und zwar – ganz wie im Museum – in Form eines Rundgangs, auf dem bestens vertraute Orte in ein theatrales Licht getaucht werden und sich manche Tür öffnet, die für das Publikum sonst verschlossen bleibt. In Miniaturszenen testen wir, wie sich Momente aus unserem Repertoire in der neuen Lebenssituation anhören,  womöglich ganze neue Resonanzen erleben und wie Schauspieler*innen und Zuschauer*innen sich wieder begegnen können – mit dem gebotenen Sicherheitsabstand, aber auch mit aller Direktheit, die dem Theater eigen ist und die uns in der derzeitigen Vereinzelung so fehlt.

Theaterparcours
16.00 Uhr
So 12 Jul